Fußball

Uentrops Reserve will die zweite Chance nutzen

Matthias Gebauer, Uentroper Routinier.
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Matthias Gebauer, Uentroper Routinier.

Eine Mannschaft, die vom Abbruch der Saison in den Amateurfußballklassen profitiert, ist die Zweitvertretung des TuS Uentrop.

Hamm - Zuletzt galt das Team vom Trainerduo Oliver Reinhardt und Patrick Schmidt in der Kreisliga A1 als klarer Abstiegskandidat. Durch die Regelung, dass es Auf-, aber keine Absteiger geben wird, spielt Uentrop II auch in der Saison 2020/21 im Kreisoberhaus.

Schmidt, der viele Jahre für Uentrop spielte, ist nach dem Klassenerhalt aber nicht komplett erleichtert: „Natürlich freuen wir uns darüber, weiterhin diese packenden Lokalduelle in der Liga miterleben zu dürfen. Allerdings bin ich mir sicher, dass wir es auch sportlich geschafft hätten. Die Wintervorbereitung hatte uns nämlich eine Menge Mut sowie Selbstvertrauen mit auf den Weg gegeben.“

Der Fußball fehlt

Die aktuelle Phase beschreibt Schmidt als äußerst schwierig. Dabei fehlen ihm und seinen Jungs vor allem die zwischenmenschlichen Komponenten: „Als Fußballer will man einfach auf dem Rasen stehen. Zudem haben wir einen gut funktionierenden Zusammenhalt, sodass es hart ist, sich über so eine Lange Zeit nicht sehen zu können. Die häufigen Telefonate überbrücken die Situation zwar ein wenig, stellen aber keineswegs einen Ersatz dar. Dennoch stehe ich beinahe jeden Tag mit meinem Trainerkollegen Oliver Reinhardt in Verbindung. Wir wollen uns schon jetzt bestmöglich vorbereiten, damit wir am Tag X, wenn komplettes Training wieder erlaubt sein wird, direkt mit der Vorbereitung starten können.“

Schmidt erwartet dann noch mehr Mut, Freude und Ehrgeiz: „Wir haben die zweite Chance, uns zu beweisen, geschenkt bekommen. Umso mehr stehen wir in der Pflicht, diese zu nutzen.“ Personell sieht’s mit Blick auf 20/21 gut aus. Kevin Hillebrand wird in die erste Mannschaft wechseln, ansonsten bleibt der Kader – wie im Vorjahr – unverändert.

Die Routiniers sollen voran gehen

So bleiben neben den ganzen jungen Spielern, die auch weiterhin aus der A-Jugend hinzustoßen werden, erfahrene Akteure wie Matthias Gebauer, Alen Hakopian oder Marco Nierwitzki mit an Bord bleiben. „Mit diesen Akteuren können wir unser Projekt, uns in der Kreisliga A zu etablieren, weiter verfolgen und uns als Mannschaft stets weiter entwickeln“, so Schmidt.

Allerdings fehlt den Rot-Weißen auch weiterhin ein „echter Knipser“. Genau dabei sieht das Trainergespann das Problem in seiner Personalplanung: Schmidt: „Unsere erste Mannschaft spielt nunmal in der selben Liga. Da ist es als zweite Mannschaft nicht einfach, externe Spieler zu locken. Aber in jedem Fall würden wir uns freuen, wenn wir noch Spieler, die einfach Bock am Kicken haben, für unser super harmonierendes Team gewinnen können.“

Auf dem Weg zum Klassenerhalt soll insbesondere, wie schon im Aufstiegsjahr, die mannschaftliche Geschlossenheit, kombiniert mit einem guten Umschaltspiel, zum Erfolg verhelfen.

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