Fußball

Wie der TuS Uentrop wieder in die Spur finden will

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Marian Christel

Marian Christel redet nicht lange um den heißen Brei herum. „So hatten wir uns das nicht vorgestellt“, gibt der Trainer des Fußball-A-Kreisligisten TuS Uentrop unumwunden zu, nachdem er mit seinem neuen Team drei von vier Partien verloren hat und sich nun auf dem elften Platz wiederfindet.

Hamm - Christel war in diesem Sommer vom BV 09 Hamm zum TuS gewechselt und legte anschließend mit dem 4:1-Erfolg im vereinsinternen Derby gegen die Reserve einen guten Start hin. „Da haben wir die Pflichtaufgabe erfüllt“, sagt der Coach, der anschließend aber kein weiteres Erfolgserlebnis mit seinen neuen Schützlingen mehr feierte. Am zweiten Spieltag entpuppte sich Aufstiegsfavorit SVE Heessen (2:5) als eine Nummer zu groß. Zu allem Überfluss verloren die Uentroper an diesem Tag noch Abwehrspieler Dominik Derksen durch eine Rote Karte. „Gegen den SVE kann man verlieren, obwohl wir wirklich gut gespielt haben und kurz davor waren, das 3:3 zu machen“, erinnert sich Christel.

Danach unterlagen die Uentroper mit 2:3 beim Hammer SC, wobei sie nach dem 0:2-Rückstand und dem Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 große Möglichkeiten auf den Ausgleich hatten. Und auch am vergangenen Sonntag bei der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Overberge war die eklatante Schwäche im Abschluss wieder das Hauptproblem des TuS, der daher weiter seit dem ersten Spieltag auf einen Punktgewinn wartet. „Gegen Overberge kam noch hinzu, dass wir in der zweiten Halbzeit viel zu großen Lücken hatten“, hofft Christel nun, dass sein Team schnell wieder in die Spur findet.

Helfen sollen dabei neben Derksen, dessen Sperre abgelaufen ist, Erik Zerna, der in dieser Saison erst zweimal zur Verfügung stand. „Wir haben aufgrund von Urlaub und Sperren in keinem Spiel mit der gleichen Mannschaft spielen können“, kritisiert Christel. „Daher greifen die Zahnräder noch nicht ineinander, es passt einfach nicht.“

Das soll sich nun ändern, wobei der Coach gleichzeitig auch an seine Akteure appelliert, sich auf dem Platz mehr der Verantwortung zu stellen. „Gerade dann, wenn es nicht läuft, muss jeder bereit sein, das Heft in die Hand zu nehmen und darf sich nicht verstecken“, sagt Christel, der sich zudem durch einen verstärkten Konkurrenzkampf – nachdem die Urlauber zurück sind und die Derksen-Sperre abgelaufen ist, eine Leistungssteigerung erhofft. „Ich konnte bislang kaum Druck auf die Jungs ausüben, wir hatten immer nur 13, 14 Leute bei den Spielen. Aber jetzt kann sich keiner mehr sicher sein, die Stammplätze sind nicht vergeben“, will Christel bereits am Sonntag bei Eintracht Werne wieder punkten.

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