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Uentrop gegen Mark: Zwei Urgesteine im Doppel-Interview vor dem Derby

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Von: Sebastian Jakob

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Derbyzeit: Der TuS Uentrop trifft auf den VfL Mark.
Derbyzeit: Der TuS Uentrop trifft auf den VfL Mark. © Reiner Mroß/Digitalbild

Am vierten Spieltag der Fußball-Kreisliga A (1) kommt es zum Derby zwischen dem TuS Uentrop und dem VfL Mark. 

Hamm - Während der VfL mit der maximalen Punkteausbeute gestartet ist, mussten die Rot-Weißen zuletzt bei Eintracht Werne eine Niederlage hinnehmen (1:4). Dennoch zählen beide Teams zu den Topfavoriten auf die Meisterschaften. Vor dem Duell am Sonntag (15 Uhr, Im Giesendahl) sprach Sebastian Jakob mit Mike Wessel (TuS) Christian Hartmann (VfL), die als Urgesteine ihrer Vereine gelten.

Wie würden Sie Ihren Saisonstart einordnen?

Mike Wessel: Es ist kein Geheimnis, dass wir uns die Partie gegen Werne anders vorgestellt haben. Das Gute daran ist, dass wir es nun in so einem wichtigen Spiel direkt korrigieren können. Denn dann sieht der Start mit neun von zwölf Punkten auch ordentlich aus.
Christian Hartmann: Mit drei Siegen aus drei Spielen sowie dem Weiterkommen im Pokal können wir zunächst zufrieden sein. Allerdings gibt es in Bezug auf die Art und Weise, wie die Spiele teilweise verlaufen sind, noch genügend Punkte, die es zu verbessern gilt.

Haben Sie eine besondere Derby-Erinnerung?

Mike Wessel: Insbesondere der Auswärtssieg aus der vergangenen Saison ist noch sehr präsent, da wir dort sehr stark aufgespielt haben. Aber im Prinzip ist jeder Derby-Erfolg eine tolle Erinnerung, da diese Siege einfach allen Spielern, aber auch unseren Zuschauern enorm guttun.
Christian Hartmann: Für mich war das Derby in der Hinrunde unserer Meistersaison 2015/2016 besonders, als beide Mannschaften die ersten acht Spieltage ohne Punktverlust waren und wir das Spiel in der Mark vor vielen Zuschauern klar mit 3:0 für uns entscheiden konnten.

Was hat sich im Vergleich zu früheren Derbys verändert?

Mike Wessel: Ich finde, dass diese Partien schon ein wenig freundschaftlicher geworden sind. Das kommt daher, dass beide Vereine Spieler in ihren Reihen haben, die schon in der Jugend in den Klubs gespielt haben. Somit kennt man sich auch von einigen Partys und redet immer wieder miteinander.
Christian Hartmann: Die Derbys waren zwar jede Saison hart umkämpft, trotzdem würde ich sagen, dass die Spiele vor einigen Jahren noch etwas härter geführt wurden.

Gibt es eine normale Spiel-Vorbereitung oder läuft irgendetwas anders?

Mike Wessel: Da ich Trainer der A-Jugend beim TuS bin, läuft die Vorbereitung wie jeden Sonntag. Zunächst werde ich um 11 Uhr an der Seitenlinie coachen, um anschließend dann motiviert selbst auf dem Rasen zu stehen.

Christian Hartmann: Wir trainieren wie gewohnt. Wenn uns Informationen zum Gegner und dessen Spielweise vorliegen, sprechen wir diese in den Mannschaftssitzungen an und nehmen darauf auch im Training Bezug.

Wo sehen Sie die Stärken des Gegners?

Mike Wessel: Meiner Meinung nach liegt eine große Stärke der Gäste an der Außenlinie. Denn Kevin Schulzki wirkt sehr kompetent und es ist zu merken, dass er die Mannschaft immer wieder aufs Neue taktisch ideal einstellt. Zudem macht den VfL die Mischung aus lernwilligen jungen Spielern, aber auch erfahrenen Akteuren wie Christian Hartmann oder Yannick Gierschsehr stark.

Christian Hartmann: Ein Teil der Uentroper spielt schon seit vielen Jahren gemeinsam Fußball und versteht sich auch neben dem Platz sehr gut. Daher denke ich, dass die Geschlossenheit ihre größte Stärke ist. Aber auch fußballerisch brauchen sich die Jungs nicht verstecken.

Wie würde ein Derbysieg gefeiert werden?

Mike Wessel: Das haben wir bereits im vergangenen Jahr gezeigt. Da sind wir Jungs alle sehr spontan. Dies sind immer die schönsten Erfolge und wir würden daraus eine tolle sowie spontane Kabinenparty entstehen lassen.

Christian Hartmann: Nach dem Spiel würde auf dem Platz etwas ausgelassener gefeiert werden. Im Anschluss wird in der Kabine gute Musik aufgelegt und das ein oder andere Getränk zu sich genommen. Das obligatorische Siegerfoto mit der Mannschaft darf natürlich auch nicht fehlen. Den restlichen Abend lässt man am besten dann auf sich zukommen.

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