Fußball-A-Kreisligist TuS Uentrop auf der Überholspur

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Marco Strier

HAMM - Mit 34 Punkten aus bislang 13 gespielten Partien liegt der TuS Uentrop an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A und das, obwohl mit Sebastian Jakob der erfolgreichste Torschütze des vergangenen Jahres (31 Treffer) den Verein vor der Saison in Richtung Westfalia Rhynern verlassen hat.

Dafür rüstete der Verein aber auch kräftig auf. Allein mit Martin Gorgon, Patrick Woitek, Lucien Thurn, Eugen Melser und Ercan Taymaz kamen fünf Spieler vom Kreisligisten Eintracht Werne in den Giesendahl. Vor allem der Letztgenannte schlug ein wie eine Bombe, traf in dieser Saison bereits 18 Mal und führt damit die Torschützenliste der Kreisliga A an. „Nach dem Abgang von Jakob mussten wir die Verantwortung in der Offensive auf mehrere Schultern verteilen, das ist uns bisher gut gelungen. Jetzt sind wir noch unberechenbarer nach vorne“, zeigt sich TuS-Trainer Marco Strier erfreut über die spielstarken Neuzugänge.

Und auch in der Defensive lässt die gezielt verstärkte Mannschaft um Mittelfeldstratege Gorgon kaum etwas anbrennen. Nur der SVE Heessen, der Uentrop die einzige Niederlage der bisherigen Saison bescherte (5:1), hat weniger Gegentreffer auf dem Konto. „In den Jahren zuvor haben wir immer viele Tore erzielt, aber auch sehr viele reinbekommen“, erklärt Strier. In diesem Jahr habe man intensiv daran gearbeitet, diese Fehler abzustellen und aus einer gesicherten Abwehr heraus das Spiel aufzubauen – die Rechnung geht bislang gut auf.

Als Gründe für den momentanen Erfolg seiner Truppe nennt Strier die sehr gute Trainingsbeteiligung, den Teamgeist und vor allem die qualitative Breite des Kaders: „Die Jungs machen es mir Woche für Woche schwerer, zu entscheiden, wen ich aufstelle.“

Trotz der momentanen Tabellenführung hält Sebastian Hauptmann, Sportlicher Leiter beim TuS Uentrop, an dem vor der Spielzeit ausgegebenen Saisonziel fest. „Ziel ist es weiterhin, unseren Tabellenplatz aus dem Vorjahr zu verbessern, da sind wir auf einem guten Weg. Es wäre falsch, jetzt Druck auf die Spieler auszuüben.“ Und auch Strier stapelt tief: „Wir wollen unter die besten fünf Teams, aber wenn am Ende Platz eins steht, nehmen wir das gerne mit. Wir denken von Spiel zu Spiel, und dieser Plan geht momentan auf.“ Dafür sei es nötig, dass seine Schützlinge immer 100 Prozent geben. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, uns auf unseren Lorbeeren auszuruhen“, warnt Strier.

Aus den Spitzenspielen gegen BVH und Heessen sind die Uentroper mit einem Sieg und einer Niederlage gekommen. Diese beiden Teams seien laut Hauptmann auch „von der Qualität her mit uns gleich auf“, erwartet der Sportliche Leiter einen Dreikampf um den Aufstiegsplatz. Aber auch Lohauserholz II und IG Bönen dürfe man nicht unterschätzen, sie zählt er zum erweiterten Favoritenkreis.

Der TuS hat zwar vier Punkte Vorsprung auf Rang zwei, die ärgsten Verfolger Heessen (30 Punkte) und BV 09 Hamm (28) aber haben eine Partie weniger absolviert als der Tabellenführer. Heessen könnte also mit einem Heimsieg am Sonntag gegen den Viertplatzierten Lohauserholz II auf einen Punkt an die Uentroper, die an diesem Wochenende spielfrei haben, heranrücken. Hauptmann ist sich daher sicher: „Das wird bis zum Schluss ein ganz enges Rennen.“ - gru

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