TuS Uentrop feiert 6:4-Sieg nach irrer Aufholjagd

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Nadine Sillus zeigte beim Uentroper Sieg gegen den ATSV Saarbrücken überragende Leistungen.

SAARBRÜCKEN - Was für ein Drama zum Start ins neue Tischtennis-Jahr: Die Zweitliga-Spielerinnen des TuS Uentrop setzten sich nach einem 2:4-Rückstand noch mit 6:4 beim favorisierten ATSV Saarbrücken durch und holten sich damit nicht nur zwei enorm wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, sondern auch viel Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben.

„Grandios – das war einfach Wahnsinn! Wir hatten so viel Pech in der Hinrunde. Jetzt sind wir mal für unseren Einsatz belohnt worden“, sagte Spitzenspielerin Alexandra Scheld überglücklich. „Ich hatte beim 2:4 eigentlich nur gehofft, dass es noch irgendwie zu einem 5:5-Unentscheiden reicht. Und dann gewinnen wir noch. Wir waren danach mega-happy“, ergänzte Nadine Sillus.

Auch ohne ihren verhinderten Trainer Alexander Daun, der die Spielerinnen zu Beginn des Monats zu einem Trainingslager in Uentrop zusammengerufen hatte, lief es zunächst glänzend für die Gäste. Sillus/Scheld feierten einen Drei-Satz-Sieg gegen Ann-Kathrin Herges und Theresa Adams. Auf 3:0-Kurs waren in der Nachbarbox auch Jessica Wirdemann/Jenny Zhan gegen die ATSV-Spitzen Anna Rossikhina und Mariana Stoian, doch nach zwei sensationell klar gewonnen Abschnitten setzten sich die Gastgeberinnen dreimal knapp durch.

Für den ersten Paukenschlag der Partie sorgte Sillus, die Saarbrückens Nummer eins Rossikhina in vier denkbar engen Sätzen mit 13:11, 14:16, 11:9, 14:12 besiegte. „In der Hinrunde hat mich Rossikhina regelrecht auseinander genommen. Diesmal habe ich am Limit gespielt“, sagte Sillus. Ihr Erfolg war jedoch der vorerst letzte für den TuS. Scheld verlor in vier knappen Durchgängen gegen Stoian, und am unteren Paarkreuz mit Wirdemann und Zhan, in das die Uentroperinnen große Hoffnungen gesetzt hatten, gab es zwei klare Niederlagen. Saarbrücken führte mit 4:2.

Doch dann kam Uentrop. Scheld kämpfte Rossikhina im Duell der Spitzenspielerinnen mit 3:2 nieder, während parallel die überragende Sillus nach einem 1:2-Satzrückstand auch Stoian bezwang. Es stand 4:4 – plötzlich war wieder alles möglich. Nachdem sich Wirdemann mit 3:1 Sätzen gegen Adams durchgesetzt hatte, war sogar der Gesamtsieg zum Greifen nah. Zhan holte den dafür nötigen Punkt gegen Herges – und wie. Im fünften und letzten Satz des zehnten und letzten Spiels lag sie mit 8:10 Zählern zurück und machte dann vier Punkte in Folge zum Uentroper 6:4-Erfolg. Der Rest war überschäumende Freude. Sillus war sich sicher: „Wenn wir so gut weiterspielen, wird der Abstieg bald kein Thema mehr sein.“ - sst

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