Tischtennis

Der TuS Uentrop erzielt keine Einigung mit Alexandra Scheld

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Geht nach 13 Jahren: Alexandra Scheld.

Nach Elena Shapovalova verlieren die Tischtennis-Damen des TuS Uentrop eine weitere Spielerin.

Hamm - Wie Trainer Alexander Daun am Mittwoch bestätigte, wird Alexandra Scheld in der kommenden Saison nicht mehr das Trikot des Hammer Zweitligisten tragen. 

„Wir konnten uns mit Alexandra nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen. Wir bedauern das sehr“, erklärte der Coach. Denn der hatte mit der früheren dreimaligen Deutschen Meisterin im Doppel und mehrfachen westdeutschen Einzelmeisterin eigentlich noch einiges vor. „Wir hatten ihr angeboten, in Zukunft auch mehr im Coachingbereich tätig sein. Ich hätte sie zudem gerne im Hintergrund weiter als eine Art Managerin eingebunden“, erklärte Daun. „Als Coach hat sie mich schon in der vergangenen Saison bei einigen Spielen sehr gut vertreten.“

Seit 2007 trat Scheld für Uentrop in der 2. Bundesliga an die Platten, und das mit großem Erfolg. „Es waren sehr schöne Jahre in Uentrop, ich habe dort auch viele Freunde gewonnen, zu denen ich natürlich weiter Kontakt halten werde“, erklärte die 38-Jährige. „Doch vielleicht ist jetzt auch die Zeit gekommen, mal etwas anderes zu machen.“

Weite Anreise aus Olpe

Sportliche Gründe für einen Abschied habe es auf keinen Fall gegeben. Ihre Bilanz bis zum Abbruch der Saison wegen Covid-19 fiel mit 8:3 positiv aus. „Ich habe ja kaum verloren. Ich glaube schon, dass ich auf diesem Niveau noch sehr gut mithalten kann. Es hat mir zudem sehr viel Spaß gemacht“, beteuerte Scheld. Auch die Aufgabe als Co-Trainerin oder als Managerin hätte sie durchaus gereizt. „Ich weiß aber um das Engagement von Alex Daun, der selbst im ehrenamtlichen Bereich sehr viel für den TuS Uentrop erledigt“, sagte die gebürtige Siegenerin. „Ich hatte aber große Bedenken, dass Aufwand und Ertrag in keinem guten Verhältnis gestanden hätten. Schließlich habe ich auf Grund der weiten Anreise aus Olpe ja auch Kosten. Da wäre am Ende nicht mehr viel übrig geblieben“, meinte Scheld. „Und unter Wert möchte ich mich nicht verkaufen.“ Außerdem wäre vielleicht die Freizeit zu kurz gekommen, zumal die Diplom-Wirtschaftsjuristin beruflich einer sehr verantwortungsvollen Tätigkeit nachgeht.

Ob sie ihre aktive Laufbahn bei einem anderen Verein fortsetzen wird, weiß sie übrigens noch nicht. „Ich werde das alles in Ruhe auf mich zukommen lassen.“ Probleme, einen neue sportliche Herausforderung zu finden, wird sie keineswegs haben. „Es hat bereits einige Anfragen gegeben“, bestätigte Scheld.

Für Daun geht es jetzt darum, möglichst schnell Ersatz zu finden. „Ich bin da in sehr guten Gesprächen und werde vielleicht schon zeitnah Vollzug melden können“, sagte der TuS-Trainer.

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