Überraschung verpasst

Hammer SpVg unterliegt Preußen Münster mit 0:3

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Aller Kampf half nichts: Gegen Preußen Münster schied die Hammer SpVg in der 2. Runde des Westfalenpokals mit 0:3 aus.

[UPDATE 18.05 Uhr] HAMM - Die Hammer SpVg hat die Überraschung verpasst: In der 2. Runde des Westfalenpokals musste sich die HSV 0:3 gegen den Drittligisten Preußen Münster geschlagen geben.

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Preußen-Fans sorgen für Zwischenfall

In der 66. Minute übernahm Dominik Schmidt Verantwortung. Der Kapitän des SC Preußen Münster fasste sich ein Herz, zog aus 25 Metern einfach mal ab und brachte den Favoriten in Führung. Weil Schmidt sechs Minuten später auch noch das 2:0 nachlegte, war er zweifelsfrei der Matchwinner in der Zweitrunden-Partie des Westfalenpokals bei der Hammer SpVg. Den standesgemäßen, aber glanzlosen 3:0-Erfolg des Dritt- beim Oberligisten machte Rogier Krohne vor rund 1600 Zuschauern vom Elfmeterpunkt perfekt (83.).

„Wir haben alles versucht, was in unserer Macht steht“, sagte HSV-Coach Coach Goran Barjaktarevic, dessen Team sich über weite Strecken gut verkaufte. „Wir haben 60 Minuten dagegengehalten.“ Dann habe man gesehen, dass die Münsteraner „nicht zu Unrecht auf einem Aufstiegsplatz stehen“, so Barjaktarevic. Preußen-Trainer Ralf Loose sprach von einem „typischen Pokalspiel“ und war froh, dass seine Jungs die Pflicht im Verbandspokal erfüllt hatten. Nächster Gegner auf dem Weg, der erneut in den DFB-Pokal führen soll, ist Achtelfinale Landesligist CSV SF Bochum-Linden. In der Anfangsphase war in der Evora-Arena von einem Zwei-Klassen-Unterschied nichts zu sehen.

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Hammer SpVg verliert Pokalspiel gegen Preußen Münster 0:3

Die HSV stand wie erwartet tief, den Preußen fiel nicht viel ein. Erstmals gefährlich wurde der Tabellenzweite der 3. Liga nach einer Viertelstunde. Amaury Bischoff führte einen Freistoß schnell aus, Erik Zengas Flugkopfball ging rechts am Tor vorbei. Auf der anderen Seite prüfte Semih Yigit Gäste-Keeper Maximilian Schulze Niehues (22.), der den verletzten Daniel Masuch vertrat. Glück hatte Münster in der 26. Minute. Zenga diskutierte mit Schiedsrichter Benjamin Schäfer, verschlief ein Zuspiel und leitete damit eine Dreifach-Chance der Gastgeber ein, an deren Ende Seyit Ersoy den Ball knapp verpasste. Nachdem er verzogen hatte (34.), holte der in Halbzeit eins auffällige Benjamin Siegert den ersten Strafstoß für den SCP heraus. Übeltäter war Yigit. Doch Krohnes Flachschuss war zu unplatziert. Hamms Keeper Manuel Lenz, ehemaliger Preuße, parierte ohne Probleme (41.).

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte tat sich der Favorit schwer. In der 51. Minute versuchte es Hamms Serafettin Sarisoy aus der Distanz, sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Acht Minuten später hatte Mehmet Kara gegen seinen alten Arbeitgeber den Führungstreffer für Münster auf dem Fuß, sein Abschluss war allerdings zu schwach. Nach einem elfmeterwürdigen Foul am besten Preußen Marcus Piossek – die Pfeife des Unparteiischen blieb stumm (63.) – hatte Schmidt genug. Sein strammer Schuss landete unhaltbar für Lenz im rechten Eck – 0:1. In der 72. Minute drückte Schmidt den Ball per Kopf zum 0:2 über die Linie, Piossek hatte geflankt.

Zur Belohnung durfte Münsters Spielführer kurz darauf vom Platz. Loose sorgte mit einem Dreifachwechsel für frische Kräfte. Sehenswert war ein Freistoßtrick der Gäste zehn Minuten vor dem Ende. Piossek zirkelte die Kugel aus rund 20 Metern an den linken Pfosten. Den Schlusspunkt setzte nach einem Foul im Sechzehner an Piossek Krohne. Trotz seines Fehlschusses im ersten Durchgang schnappte sich der Niederländer erneut den Ball und verwandelte diesmal sicher zum 0:3-Endstand. - mak 

HSV:  Lenz, Rieker, Grembowietz, Khimiri, Yigit, Höfler (81. Markwald), Sarisoy, Cerci, Özkaya, Ersoy (69. Prinz), Kurtovic (62. Demir)

Preußen: Schulze Niehues, Schöneberg, Piossek, Heitmeier, Bischoff (76. Truckenbrod), Riedel, Schmidt (76. Scherder), Zenga, Krohne, Kara, Siegert (76. Amachaibou)

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