Runde zwei gegen Rostock

Überraschung im Pokal: ASV wirft Erstligisten raus

+
Hielt jeden zweiten Ball: Keeper Felix Storbeck

Handball-Zweitligist ASV Hamm-Westfalen ist die Überraschung in der ersten Runde des DHB-Pokals geglückt. Und wie: Nach ganz starken 60 Minuten gewann das Team von Trainer Kay Rothenpieler gegen den Erstligisten GWD Minden mit 31:21 (15:9). Durch den Erfolg kämpft das Team nun am Sonntag gegen Drittligist HC Empor Rostock um den Einzug ins Achtelfinale (14 Uhr).

Hamm - Rothenpieler sprach im Vorfeld von einer Partie, wo die Rollen „klar verteilt“ sind. Doch von dieser Rollenverteilung und dem Klassenunterschied beider Teams war schon in der Anfangsphase nichts zu spüren. Der ASV stellte schnell auf 3:0 durch Marten Franke (3.). Die Defensive des ASV stand zudem sehr kompakt und zwang die Grün-Weißen zu sehr langen Angriffsphasen. 

So blieb die Drei-Tore-Führung aus Sicht des ASV zunächst bestehen. Kreisläufer Jan Brosch traf zum 5:2 (9.). Zwei Fehlwürfe von Sören Südmeier und Stefan Lex brachten die Hausherren zurück in die Partie. Kevin Gulliksen traf von der Außenposition zur erstmaligen Führung (6:5/16.). 

Dank zwei Treffern des Ex-ASV-Spielers Joscha Ritterbach und einem Treffer durch Savvas Savvas, der ebenfalls für den ASV spielte, baute der Erstligist die Führung aus (9:7/ 21.). Doch diese Treffer sollten die letzten für den GWD vor der Pause gewesen sein, die ASV-Torwart Felix Storbeck aus dem Netz holen musste. 

Der stark parierende Torwart des ASV kam nun enorm auf Betriebstemperatur und behielt gegen Christoffer Rambo (24.), Christoph Reissky (25.) und Marian Michalczik (30.) die Oberhand. In der Offensive erspielte sich der ASV mit variablem Spiel einen 8:0-Lauf. Linksaußen Vyron Papadopulos traf kurz vor der Pause zum 15:9 (30.). 

Auch nach der Pause bestimmte der Zweitligist weiterhin die Partie. Brosch, der in der Defensive viele Bälle blockte, war auch vor dem Tor erfolgreich. Er traf zum 19:12 (36.). Durch zahlreiche Paraden von Schlussmann Storbeck, der am Ende eine beachtliche Quote von 49 Prozent gehaltener Bälle aufwies, ließ der ASV den Erstligisten nicht mehr zurück in die Partie kommen. Ein stark spielender Südmeier, mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze beim ASV, erhöhte auf 22:13 (41.). Mit einer Parade gegen Reissky (54.) und einem gehaltenen Siebenmeter von Savvas (55.) unterstrich Storbeck seine sehr gute Leistung, mit der er großen Anteil am verdienten Sieg seiner Mannschaft hatte. 

Doch auch ein starkes Angriffsspiel, welches der ASV konsequent bis zum Ende ablieferte, war ein Grund für den klaren Sieg. Als Neuzugang Ivar Stavast sein drittes Tor zum 30:19 erzielte (57.), war die Überraschung aus Sicht des ASV schon längst perfekt gewesen.

Die Auslosung für die nächste Runde findet am Mittwoch, 31. August, statt. Der ASV Hamm-Westfalen hat als Zweitligist aber in jedem Fall Heimrecht im Achtelfinale des DHB-Pokals.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare