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Überraschung bei den Hammer Eisbären

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Von: Patrick Droste

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Michal Spacek (rechts) kann aufgrund der Regeländerung auch künftig das Trikot der Hammer Eisbären tragen.
Michal Spacek (rechts) kann aufgrund der Regeländerung auch künftig das Trikot der Hammer Eisbären tragen. © Frank Bruse

Michal Spacek wird auch in der neuen Saison bei den Hammer Eisbären spielen. Er besetzt bei dem Eishockey-Oberligisten die dritte Kontingent-Stelle neben Kyle Brothers und Chris Schutz. Möglich gemacht hat dies eine Regeländerung.

Hamm - Eine Änderung im Regelwerk hat den Hammer Eisbären eine ganz neue Option ermöglicht, die der Eishockey-Oberligist auch umgehend ausgenutzt hat. Bisher durften in der Oberliga nämlich nur zwei Spieler ohne deutschen Pass eingesetzt werden. So sollte der Ausbildungscharakter der dritthöchsten Liga sichergestellt werden. In der kommenden Saison dürfen in jedem Oberliga-Team nun drei Ausländer spielen.

„Daher haben wir den Vertrag mit Michal Spacek natürlich schnellstmöglich verlängert“, erklärt Ibo Weißleder, dass der 29 Jahre alte Tscheche auch in der kommenden Spielzeit in Werries auflaufen wird und die dritte Kontingent-Stelle neben Kyle Brothers und Chris Schutz besetzen wird. „Damit haben wir drei Top-Importspieler bei uns im Team“, fügt der Sportliche Leiter der Eisbären hinzu.

Große Freude bei dem torgefährlichen Verteidiger

Spacek zeigte sich über die Tatsache, dass er weiter in Hamm bleiben kann, sehr erfreut. „Meine Frau und ich fühlen uns hier sehr wohl. Hamm ist unsere zweite Heimat geworden. Und ich habe weiter die Möglichkeit, in der ersten Mannschaft zu spielen und als hauptamtlicher Trainer im Jugendbereich den Nachwuchs weiter zu entwickeln“, sagt der torgefährliche Verteidiger, der bei den Eisbären in seine sechste Saison gehen wird.

Dabei hat der im tschechischen Marienbad geborene Spacek, der 2017 von HC Pilsen zu den Eisbären gewechselt war, ein alles andere als einfaches Jahr hinter sich. Denn im November 2021 hatte er sich den Ringfinger der linken Hand gebrochen. Eigentlich keine allzu schlimme Verletzung, doch nachdem die Knochen wieder schief zusammen gewachsen waren, musste sich Spacek im November operieren lassen und fiel anschließend wochenlang aus. Und da die Eisbären die zweite Ausländerstelle so lange nicht unbesetzt lassen wollten, verpflichteten sie Kyle Brothers – und Spacek musste, nachdem er wieder fit war, die Partien seines Teams von der Tribüne aus verfolgen. „Das war schon eine doofe Situation und für mich nicht angenehm“, gibt er offen und ehrlich zu.

Fans sollen wieder mehr Siege feiern dürfen

Doch durch die neue Regelung wird er in der kommenden Spielzeit wieder auf dem Eis mitmischen und zusammen mit den beiden Toptorjägern Schutz und Brothers auflaufen können. „Darauf freue ich mich natürlich sehr“, sagt er. „Denn unser Ziel ist es, nachdem wir zweimal in der Oberliga Letzter geworden sind, die Fans wieder zu begeistern, erfolgreicheres Eishockey zu spielen und den Zuschauern zu zeigen, dass wir uns verbessert haben. Dafür werden wir alles tun und können dann hoffentlich mehr Siege einfahren, damit wir uns für die Pre-Playoffs oder vielleicht sogar direkt für die Playoffs qualifizieren können.“

Vertrag auch für die Spielzeit 2023/2024

Und Spacek wird übrigens nicht nur in der kommenden Saison für die Eisbären auflaufen, sondern auch in der Spielzeit 2023/24. Der Kontrakt wurde angesichts der Tatsache, dass er im Sommer des nächsten Jahres die deutsche Staatsbürgerschaft erlangen kann, gleich um zwei Spielzeiten verlängert.

„Nach sechs Jahren in Deutschland ist es ja möglich, dass man einen deutschen Pass bekommen kann. Den Sprachtest habe ich bereits bestanden. Daher hoffe ich, dass das nächstes Jahr alles klappt“, sagt er, kann dann bei den Eisbären als deutscher Spieler agieren und will dann noch möglichst lange in Hamm bleiben – in der Stadt, die zu seiner zweiten Heimat geworden ist.

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