Fußball

Das Wessel-Aus in Wiescherhöfen: So reagieren Abbi und der Trainer

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Sebastian Wessel ist nicht mehr Trainer des TuS Wiescherhöfen.

[Update: Montag, 12.15 Uhr] Sebastian Wessel ist ab sofort nicht mehr Trainer des Fußball-Landesligisten TuS Wiescherhöfen. Der Coach und der Sportliche Leiter Jamal Abbi haben sich geäußert.

Hamm - Die Nachricht kam am Freitagabend für alle Außenstehenden völlig überraschend. Damit, dass sich der Fußball-Landesligist TuS Wiescherhöfen mitten in der durch das Corona-Virus unterbrochenen Saison von Trainer Sebastian Wessel trennt (der WA berichtete), hatte niemand gerechnet. Und auch der Sportliche Leiter des TuS, Jamal Abbi, gab offen zu: „Das war nicht abzusehen.“

Schon schnell nach seinem Einstieg als Nachfolger des kurzfristig zum Oberligisten Hammer SpVg gewechselte Steven Degelmann war zu hören gewesen, dass sich die Spieler über das harte Training von Wessel beklagt hätten. Und auch seine Bilanz mit Niederlagen gegen den SV Dorsten-Hardt (1:3), SV RW Deuten (0:5) sowie SG Borken (1:2) und das gleichzeitige Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz waren nicht gerade rosig, soll aber ebenfalls nicht mit der Trennung in Zusammenhang stehen. „Wir mussten auf eine Situation reagieren, die entstanden war. Und als ich davon hörte, war klar, dass Sebastian nicht mehr tragbar ist“, sagte Abbi, wollte aber nicht weiter auf Einzelheiten des Trennungsgrundes eingehen und sich auch nicht mehr mit der Vergangenheit beschäftigen.

Wessel wechselt zu einem Frauen-Regionalligisten

Wessel sorgte dann aber selbst für Aufklärung. „Es gab unterschiedliche sportliche Auffassungen“, betonte der 37-Jährige, der am vergangenen Mittwoch Marc Lapcevic, den 2. Vorsitzenden des TuS, darüber informierte, dass es bei ihm die Tendenz geben würde, den Vertrag zum 30. Juni aufzulösen. Hinzu kam, dass ihm der Frauen-Regionalligist TSG 07 Burg Gretesch aus der Nähe von Osnabrück ein interessantes Angebot unterbreitet hatte, das er mittlerweile angenommen hat.

„Der Verein will nach oben und spielt in einer vom DFB strukturierten Liga“, erklärte Wessel und fügte zur Entscheidung des TuS von Freitag hinzu: „Die Entlassung habe ich dann akzeptiert. Ich gehe nicht im Groll und bin auch nicht böse.“

Abbi hat sich derweil bereits auf die Suche nach einem neuen Coach für die Wiescherhöfener gemacht. „Ich habe schon mit einem Kandidaten gesprochen und hoffe auf seine Zusage. Wenn die kommt, hätten wir schnell Ersatz gefunden“, sagte der Sportliche Leiter, der aber nicht nur die Trainerfrage zeitnah geklärt haben will, sondern derzeit auch damit beschäftigt ist, die Mannschaft für die kommende Saison zusammenzustellen.

So haben aus dem aktuellen Kader bislang Jannis Ritter, Jan Greitemeier, Nico Holstein, Umut Kodaman und Steffen Happe ihre Zusage gegeben, weiter für den TuS aufzulaufen. „Einige Bestandsspieler sind noch offen. Aber da wir wegen Corona derzeit eh nicht Fußball spielen, sollen sie sich die Zeit nehmen“, meint Abbi. Zudem hat er auch schon von externen Akteuren die Zusage, im Sommer an die Wielandstraße zu wechseln. „Ich muss mich derzeit auf das Wort der Jungs verlassen. Wegen Corona ist es schwer, etwas schriftlich zu machen. Aber wir werden einen guten Kader haben“, so Abbi.

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