Neuer Trainer beim SK Germania

"Alfredo" Meier nimmt hohen Aufwand gerne in Kauf

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Hat ehrgeizige Ziele: Hans-Werner Meier.

HAMM -  Im Sommer wird Hans-Werner „Alfredo“ Meier neuer Trainer beim deutschen Rollhockey-Meister SK Germania Herringen. Warum der 65-jährige Walsumer zwei Stunden Fahrzeit täglich zu Training oder Spielen auf sich nimmt, sagt der neue SKG-Coach im Gespräch mit Günter Thomas.

Was hat Sie dazu bewogen, das Angebot anzunehmen?

Meier: Ich kenne ja fast alle Spieler des Kaders aus den U 17 bis U 20-Nationalmannschaften, wo ich sie trainiert habe. Und es reizt mich einfach, eine solche Mannschaft noch weiter zu bringen und zu formen.

Wie wollen Sie das bewerkstelligen?

Meier: In der Individualtechnik braucht man zumindest den ersten fünf Spielern sicher nichts mehr beizubringen. Der Feinschliff muss im Mannschaftsspiel und im taktischen Bereich kommen. So, dass wir in der Liga auch gegen die Großen sicher sagen können, dass wir die Spitzenspiele gewinnen und nicht um Siege zittern müssen.

Sind Sie denn schon in die Kaderplanung eingebunden?

Meier: Mein Wunsch wäre es, erst einmal die Herringer alle zurückzuholen, auch wenn ich glaube, dass uns das mit Milan Brandt nicht gelingen wird. Der wird in Calenberg vergöttert. Aber vielleicht gelingt es uns, dass Philipp Michler, Dominik Brandt und Luis Hages zurückkommen. Dann hätten wir eine stark besetzte Mannschaft. Außerdem höre ich mich um, wer noch zu uns passt. Wenn sich Adäquates anbietet – warum nicht. Ich habe überall meine Fühler ausgestreckt.

Sie meinen Spieler, die nicht in Herringen groß geworden sind? Das wäre eine Abkehr vom bisherigen Modell.

Meier:  Ich denke, in Herringen ist zumindest die nächsten drei, vier Jahre die Nachwuchsarbeit abgeschlossen. Hier gibt es keine U 20, keine U 17. Von daher sind das vier oder fünf Jahre, wo aus dem eigenen Nachwuchs nichts kommt. Im Moment können wir natürlich gut mit dem arbeiten, was wir haben. Die Spieler sind ja noch alle relativ jung. Auch Dominik Brandt kann sicher noch zwei Jahre spielen. Aber im Augenblick ist die Personaldecke zu dünn, wenn sich wirklich jemand verletzt, dann wird es eng. Zudem geht das auch an die Physis, weil vier bis fünf Spieler fast durchgehend auf dem Feld sein müssen.

Können Sie den zeitlichen Aufwand für das Traineramt in Herringen überhaupt stemmen?

Meier:  Ich bin im Ruhestand, werde diese Woche 66 Jahre alt. Natürlich sind das für mich hin und zurück 200 Kilometer bei jedem Training. Die bin ich nach Remscheid früher aber auch gefahren. Diesen zeitlichen Aufwand nehme ich gerne in Kauf.

Das komplette Interview lesen sie am Donnerstag im Westfälischen Anzeiger. Dort verrät Meier auch, warum ihn alle "Alfredo" nennen.

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