Fußball

Wiescherhöfen gegen Rhynern: Pokalduell zur Unzeit

Wiescherhöfener (grüne Trikots) dem Favoriten aus Rhynern so schwer wie möglich machen.
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Trotz der schwierigen Ausgangslage wollen es die Wiescherhöfener (grüne Trikots) dem Favoriten aus Rhynern so schwer wie möglich machen.

Normalerweise ist ein Duell gegen einen Oberligisten für jeden Verein ein kleines Highlight im Laufe der Saison. Für den Fußball-Landesligisten TuS Wiescherhöfen kommt das Aufeinandertreffen mit dem SV Westfalia Rhynern im Achtelfinale des Kreispokals am Mittwochabend (19 Uhr) an der Wielandstraße allerdings zur absoluten Unzeit.

Hamm – Denn nach drei Niederlagen in den ersten drei Spielen der neuen Saison rangiert das Team von Trainer Thorsten Heinze auf dem letzten Tabellenplatz – und eine weitere deutliche Niederlage würde die Moral seiner Mannschaft nicht gerade verbessern. „Dass das nicht gerade der günstigste Moment für uns für so ein Spiel ist, ist klar“, sagt Heinze und fügt hinzu: „Auch im Hinblick auf die Leute, die mir für das Aufeinandertreffen mit Rhynern zur Verfügung stehen, ist das nicht unbedingt passend.“

So werden aufseiten der Gastgeber Jan Greitemeier, Marius Michler, Florian Becker und Linus Baumgärtner aus dem eh nur 20 Mann starken Kader definitiv ausfallen. Zudem stehen hinter den Einsätzen von Julian Focke, Dominik Sorge und Marcel Torkler Fragezeichen. „Die drei Jungs sind angeschlagen. Da will ich im Hinblick auf die Meisterschaft auch nichts riskieren, sondern die lieber schonen“, betont der TuS-Trainer, für den der Klassenerhalt in der Landesliga oberste Priorität genießt.

Denn trotz des schwachen Saisonstarts ohne ein Erfolgserlebnis hat Heinze dieses Fußball-Jahr noch keineswegs aufgegeben. „Uns fehlt einfach die Konstanz, um ein Spiel mal über 90 Minuten im Griff zu haben“, beklagt er. „Wir haben oft gute Phasen, in denen wir auch unsere Tore machen. Aber wir haben auch immer wieder viel zu lange Abschnitte im Spiel, in denen wir nicht da sind.“ Und dann unterlaufen dem TuS individuelle Fehler, die der Gegner fast jedes Mal zu Treffern ausnutzt. „Wir machen es dem Gegenüber zu einfach. Aber es sind in dieser Saison noch 31 Spiele zu absolvieren. Wir werden den Kopf keineswegs in den Sand stecken, sondern an uns arbeiten und das Beste daraus machen.“

Für den SV Westfalia Rhynern kommt die Partie an der Wielandstraße derweil genau passend. Und das gleich aus mehreren Gründen. So können zum Beispiel Brian Wolf und Sezer Toy, die nach ihren Verletzungen seit zwei Wochen wieder im Training sind, in Wiescherhöfen Matchpraxis sammeln und nach dem Abpfiff schauen, wie der Stand der Dinge bei ihnen ist. Zudem sind durch den Patellasehnenriss bei Lennard Kleine und die Gelb-Rote Karte gegen Marvin Joswig für die Partie in der Oberliga am Sonntag zuhause gegen den FC Eintracht Rheine mindestens zwei Plätze im Vergleich zur Anfangsformation von der Partie bei der SG Wattenscheid 09 (2:3) frei geworden. „In der Innenverteidigung und im Angriff müssen wir die Positionen neu besetzen. Da werde ich genau hinschauen, wer sich da anbietet“, betont Kaminski.

Erfolgserlebnis täte gut

Und zu guter Letzt würde den Rhyneranern nach der unglücklichen Niederlage im Lohrheidestadion mit dem Gegentreffer in der Nachspielzeit ein Erfolgserlebnis guttun. „Dann kann man ganz anders am Freitag in das Abschlusstraining gehen“, stellt der Coach klar.

Allerdings plagen die Westfalia ebenfalls Personalprobleme. Neben Lennard Kleine müssen auch Mannschaftskapitän Michael Wiese, Abwehrspieler Tim Neumann und Allrounder Jan Kleine passen. Hinzu kommt, dass zwei Spieler am Montag ihre zweite Impfung bekommen haben und Tom Franke noch an den Nachwirkungen seiner Grippe leidet. „Wir werden alle Jungs mitnehmen, die fit sind und auf jeden Fall einen starken 18-Mann-Kader haben“, sagt Kaminski, für den das Ziel klar gesteckt ist: „Wir spielen als Oberligist bei einem Landesligisten. Da wollen und müssen wir gewinnen und eine Runde weiter kommen.“

Im Tor wird auf jeden Fall Jan Trahe stehen, der laut Kaminski „bis jetzt in den ersten Runden auf Kreisebene einen super Job gemacht hat.“

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