Hartnäckigkeit der Sportlichen Leiters zahlt sich aus

Lohauserholz findet Nachfolger für Trainerduo

Marco Liedtke, bis 2018 Trainer beim HSC, wird ab Sommer neuer Coach des TuS Germania Lohauserholz.
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Marco Liedtke, bis 2018 Trainer beim HSC, wird ab Sommer neuer Coach des TuS Germania Lohauserholz.

Der TuS Germania Lohauserholz war seit November auf Trainersuche für sein Bezirksliga-Team, nachdem der Verein dem bisherigen Duo Torsten Skerra/Jörg Fiebig mitgeteilt hatte, ab Sommer ohne sie zu planen. Nun hat der Bezirksligist die Lücke gefüllt. Es handelt sich um einen alten Weggefährten des Sportlichen Leiters Frank Sadowsky.

Hamm – Es sind große Fußstapfen, in die Marco Liedtke treten wird. Der 50-Jährige wird im Sommer beim Fußball-Bezirksligisten TuS Germania Lohauserholz die Nachfolge des Trainerduos Torsten Skerra/Jörg Fiebig antreten. „Die beiden waren ein sehr gutes Gespann. Daher lag die Messlatte auch sehr hoch“, macht Frank Sadowsky, der Sportliche Leiter der Hölzkener, keinen Hehl daraus, dass die Erwartungen an den neuen Coach recht groß sind. Doch Liedtke ist mehr als zuversichtlich, dass er im Hammer Westen die angepeilten Ziele umsetzen kann: „Die Grundideen des Vereins sind mit meinen zu 100 Prozent deckungsgleich. Ich kann mich mit dem TuS Germania voll identifizieren. Und ich denke auch, dass die Mannschaft besser ist als ihr derzeitiger Tabellenplatz und dass man da einiges bewegen kann.“

Kennengelernt hatte Sadowsky den neuen TuS-Coach, als sie gemeinsam für den damaligen SVA Bockum-Hövel aufgelaufen waren. Intensiver wurde ihr Miteinander vor fast 20 Jahren, da spielten sie beide bei den Alten Herren des SV Westfalia Rhynern. „In der Saison 2013/14 hatte Marco die B-Junioren des Hammer SC gecoacht, ein Jahr später die A-Jugend. Da haben wir uns vor oder nach dem Training viel über seine Tätigkeit im Allgemeinen und über Taktik oder Trainingsmethodik im Speziellen unterhalten“, erinnert sich Sadowsky.

Als Liedtke im Sommer 2015 die erste Mannschaft des HSC übernahm und Sadowsky gleichzeitig an der Seite von Marian Christel beim SVE arbeitete, trafen die beiden mit ihren Teams in Testspielen aufeinander. „Ich habe mich damals schon gewundert, wie er aus Kreisliga-Spielern so eine tolle Mannschaft geformt hatte. Mir hat gefallen, wie er eine Mannschaft führt“, sagt Sadowsky, der sich bei der Suche nach einem neuen Coach für die Germanen an Liedtke und seine gute Arbeit am Pilsholz zurückerinnerte. „Ich habe dann den Kontakt wieder intensiviert, wir haben viel geredet und haben gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge liegen.“

„Wieder Blut geleckt“

Dennoch sagte Liedtke zuerst ab, hatte große Bedenken, ob er seinen Job und das Engagement in Lohauserholz unter einen Hut bringen kann. Doch am Ende gab er seine Zusage – und das gleich aus mehreren Gründen. Zum einen sei Sadowsky sehr hartnäckig gewesen, habe sich bei ihm immer wieder gemeldet. „Wir haben den Trainingsplan gemeinsam durchgesprochen. Und da habe ich gesehen, dass ich das schon hinbekommen kann“, sagt Liedtke. Zudem habe er, als er mit Sadowsky zuletzt vermehrt über Fußball gesprochen habe, „wieder Blut geleckt. Ich war nach meinem Rücktritt beim HSC im Februar 2018 drei Jahre raus, habe aber jetzt gemerkt, dass mir der Fußball schon gefehlt hat. Daher war das für mich jetzt die richtige Initialzündung“, erklärt er.

Zu guter Letzt freut er sich auch die Aufgabe mit der jungen Mannschaft und der Herausforderung, talentierte Akteure weiter zu entwickeln. „Das ist ja die Philosophie des TuS. Das gefällt mir“, meint er, weist aber gleichzeitig darauf hin: „Punktuell benötigt man natürlich auch Erfahrung. Aber letztlich geht es darum, die jungen Leute besser zu machen und eventuell sogar für höhere Aufgaben fit zu machen und zu empfehlen.“

Daher will Liedtke auch das Miteinander zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie den A-Junioren intensivieren und diese drei Teams enger zusammenbringen. „Damit es für alle die Möglichkeit nach oben gibt“, erläutert er.

Mit Vorstand und Führungsspielern abgesprochen

Als Liedtke dann Sadowsky seine Zugabe gab, wurden auch der Vereinsvorsitzende Dirk Havers und Fußball-Abteilungsleiter Mario Bürger eingebunden, die ebenfalls ihr Okay für die Zusammenarbeit gaben. „Am Ende waren auch noch die Führungsspieler involviert. Diese Entscheidung war also kein Alleingang von mir“, stellt Sadowsky klar, der nun einen zweiten Mann an der Seite von Liedtke sucht: „Ob das dann ein Co-Trainer oder ein gleichberechtigter Coach wird, müssen wir noch schauen“, sagt der Sportliche Leiter.

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