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TuS 59 kehrt zurück und will bleiben

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Von: Patrick Droste

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Der TuS 59 Hamm feiert nach der Vizemeisterschaft in der Kreisliga B den Aufstieg in die A-Liga.
Der TuS 59 Hamm feiert nach der Vizemeisterschaft in der Kreisliga B den Aufstieg in die A-Liga. © Fabera

Nach dem A-Liga-Aufstieg des TuS 59 Hamm ist der Klassenerhalt auf jeden Fall das angestrebte Ziel. Dafür soll die Mannschaft von Trainer Christian Mellmann verstärkt werden.

Hamm - Es war eine alles andere als gelungene Premierensaison. Zu Beginn der Spielzeit 2015/16 hatte sich der SC Arminia 07 Hamm dem TuS 59 Hamm angeschlossen und war in diesem Jahr erstmals unter dem neuen Namen in der Fußball-Kreisliga A an den Start gegangen. Doch am Ende verpasste das Team den Klassenerhalt – und kickte seitdem in der Kreisliga B. Nun aber hat die Mannschaft unter der Regie von Trainer Christian Mellmann die Rückkehr in die Kreisliga A geschafft. „Wir hatten das nicht geplant. Aber möglich erschien uns das schon vor der Saison“, sagt der 39 Jahre alte Coach, der seit zwölf Jahren am Birkenfeld aufläuft und seit 2019 beim TuS 59 in der Verantwortung steht.

Schon in den vergangenen Jahren gehörte der TuS 59 zu den spielstärksten Teams der Liga. Doch Schwächephasen warfen die Schützlinge von Mellmann immer wieder zurück und sorgten dafür, dass der Aufstieg verpasst wurde. „Wir wussten, dass wir auch in dieser Saison wieder weit oben mitmischen können, wenn wir konstant unsere Leistungen bringen“, meint der Trainer, der aber die Reserve der IG Bönen als viel zu stark ansah, als dass seine Mannschaft den Aufstieg schaffen könnte. „Wir dachten nämlich zuerst, dass nur eine Mannschaft aufsteigt und haben erst im Laufe der Saison erfahren, dass es zwei Teams sein werden, die am Ende hochgehen.“

Meisterschaft knapp verpasst

Entscheidend für den Aufstieg war am viertletzten Spieltag der 3:2-Erfolg über Yunes Emre HSV durch das späte Siegtor durch Kapitän Kevin Hudalla. Dadurch betrug das Polster des TuS 59 auf den Widersacher im Kampf um den zweiten Tabellenplatz sieben Punkte. Eine Woche später war der Aufstieg perfekt, als die SG Isenbeck nicht antrat und die Partie mit 2:0 für den TuS 59 gewertet wurde. Pfingstmontag hatte der Tabellenzweite im Duell mit der IG-Reserve sogar noch die Chance, mit einem Sieg an den Bönenern vorbeizuziehen und als Meister der Kreisliga B aufzusteigen. Doch am Ende trennten sich die beiden Teams mit 2:2. „Klar hätten wir das Spiel gerne gewonnen und den Titel geholt. Aber wichtiger ist, dass ein Verein von der Größe des TuS 59 wieder ein Team in der Kreisliga A stellen kann“, betont Mellmann.

In der neuen Umgebung will die Truppe vom Birkenfeld im kommenden Jahr erst einmal den Klassenerhalt schaffen. Auf lange Sicht aber, so hofft Trainer Mellmann, soll sich seine Mannschaft in der Kreisliga A etablieren und dort zu einer festen Größe werden. Allerdings hat das Team mit Nachwuchssorgen zu kämpfen. Da der Verein schon seit längerer Zeit keine B- und vor allem keine A-Jugend stellen kann, rücken keine eigenen Talenten nach. „Das ist schon ein Problem. Wir müssen immer Leute von extern holen“, sagt der Coach. „Wir haben einen sehr hohen Altersdurchschnitt.“

Zwei, drei Spieler sollen noch kommen

Und so wird sich Mellmann zusammen mit seinem Co-Trainer Matthias Zeidler auf die Suche nach Verstärkungen machen, damit das angestrebte Ziel Klassenerhalt auch erreicht werden kann. „Die, die wollen und können, nehmen wir aus unserer Mannschaft weiter mit. Aber wir müssen noch was tun. Zwei oder drei Spieler, die schon Erfahrungen in der Kreisliga A oder vielleicht sogar Bezirksliga gesammelt haben, brauchen wir noch“, stellt der Coach klar – damit es nicht so wie in der Saison 2015/16 wieder eine Etage nach unten geht.

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