Tischtennis

TTC GW Bad Hamm will im Aufstiegskampf mitreden

Laurens Devos TTC GW Bad Hamm.
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Kämpft in Tokio um Gold: GW-Akteur Laurens Devos.

Der Aufstieg in die 1. Tischtennis-Bundesliga war in der vergangenen Saison das ausgegebene Ziel des Tischtennis-Zweitligisten TTC GW Bad Hamm. Daran ändert sich auch in der neuen Serie nichts. Favoriten sind dieses Mal allerdings andere: Der 1. FC Köln und TTC indeland Jülich haben im Kampf um die beiden Aufstiegsränge nachgerüstet.

Hamm – Vier Wochen müssen sich die Tischtennisspieler des TTC GW Bad Hamm noch gedulden, ehe die Saison in der 2. Bundesliga mit dem Erstrunden-Pokal-Turnier am 5. September beim SC Buschhausen beginnt. Die Grünweißen starten dann einen neuen Versuch, um in die 1. Bundesliga aufzusteigen, nachdem sie durch den coronabedingten Abbruch der vergangenen Saison dieser Chance trotz Tabellenführung beraubt worden waren. Als Meisterschaftsfavorit sieht Martin Vatheuer sein Team in der am 12. September mit der Partie bei Borussia Dortmund beginnenden Serie allerdings nicht. „Das ist für mich ganz klar der 1. FC Köln“, sagt der GW-Vorsitzende. „Die Mannschaft war in der vergangenen Saison schon sehr stark besetzt, hat in diesem Jahr mit dem Engländer Samuel Walker noch eine neue Nummer eins draufgesetzt. Und unser ehemaliger Spitzenspieler, Damien Eloi, spielt dort nur an vier. Das ist der Hammer.“

Hinter den Kölnern sieht Vatheuer zunächst auch noch den TTC indeland Jülich, der „auf dem Papier ebenfalls sehr gut ist. Ich will uns nicht schwach reden – aber diese beiden Mannschaften sind einfach nominell am besten besetzt, haben keine Schwäche. Und die wollen auch beide hoch.“

Mit Robin Devos, dem älteren Bruder des Grünweiß-Akteurs Laurens Devos, haben auch die Jülicher noch einen spielstarken Akteur dazu bekommen, der in der vergangenen Serie von Jülich zum TTC Grenzau gewechselt war und dort Erstligaerfahrung gesammelt hat. „Für uns wird es daher nicht so einfach wie im vergangenen Jahr, um den Aufstieg mitzuspielen, zumal wir mit Pavel Platonov schon einen Tick stärker waren“, sagt Vatheuer, der die beiden Aufstiegsplätze dennoch im Blick behält. „Wir sind so aufgestellt, dass wir da oben mitmischen können.“

Unbekannte Größe im Hammer Kader: Pekka Pelz

Eine Unbekannte im Hammer Kader ist Pekka Pelz. Der 21-Jährige ist zwar an Position zwei der zweiten Mannschaft gemeldet, wird aber meist im Zweitligateam eingesetzt, weil der Japaner Jo Yokotani nur in einigen Partien dabei sein wird. Auch der Amerikaner Kai Zhang taucht wie in der vergangenen Serie wieder in der Hammer Meldeliste auf, „steht aber eigentlich nur auf dem Papier da“, versichert Vatheuer, dessen Stammkader mit Florian Bluhm, Gerrit Engemann, Laurens Devos sowie Pelz und gelegentlich Yokotani die Serie bestreiten wird. „Normal ist nicht geplant, dass Kai wirklich für uns spielt.“

Sicher ist dagegen wohl, dass die Ligaspiele in der kommenden Serie wieder mit Doppeln bestritten werden. Die wurden in der Vorserie coronabedingt gestrichen.

Wo die Hammer ihre Heimspiele austragen werden, ist noch nicht ganz geklärt. „Ich werde mich bemühen, die neue Sporthalle der Friedensschule zumindest zu reservieren“, sagt Vatheuer. „Sollten wir Zuschauer mit Abstand platzieren müssen, wäre das dort eher möglich als in der Hammonense-Halle“, so Vatheuer.

Das Betreuerteam an der Seite bleibt dagegen das selbe wie zuletzt. Neben den Niederländern Henk van Spanje und Wim van Breenen werden auch Niklas Ostrowski und Uwe Witte zum Coachen bereit stehen, wobei van Spanje auch als Spieler für die zweite Mannschaft in der NRW-Liga gemeldet ist. Ob er auch die Zeit zum Spielen finden wird, ist aber noch offen.

Zur Vorbereitung wird der Zweitligakader mit Ausnahme der Nummer drei, Laurens Devos, in diesem Jahr am 21./22 August ein gemeinsames Trainingslager in den Niederlanden absolvieren. „Dort werden die Spieler an einem von unserem Coach Wim van Breenen organisierten Turnier teilnehmen, das gut besetzt ist“, sagt Vatheuer. Zudem wird das Team dort zwei Freundschaftsspiele gegen eine niederländische Mannschaft und den französischen Zweitligisten Metz TT bestreiten. „Dort können sich unsere Spieler dann etwas besser kennenlernen“, setzt Vatheuer auf den Teambuilding-Effekt.

Laurens Devos will Paralympics-Gold verteidigen

Laurens Devos hat sich in den vergangenen vier Wochen in Schweden auf die Tischtennis-Wettbewerbe der Paralympics vorbereitet, die im Anschluss an Olympia in Japan ausgetragen werden. Jetzt ist er bereits in Tokio, wo er seinen 2016 in Rio de Janeiro errungenen Paralympics-Sieg wiederholen möchte. „Wir hoffen jedenfalls, dass er mit der Goldmedaille zurückkehren wird“, sagt der GW-Vorsitzende Martin Vatheuer, der mit dem ersten GW-Einsatz des Linkshänders am DTTB-Pokal-Wochenende rechnet. Der Belgier ist mit einer leichten Hemiplegie geboren, die zu einer Einschränkung der Mobilität auf der rechten Körperseite führt.

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