Fußball-Kreisliga A

TSC Hamm schon Dritter: Der Klub erntet die Früchte der Jugendarbeit

Erdal Akyüz, Trainer des TSC Hamm.
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Erdal Akyüz, Trainer des TSC Hamm.

Sie haben sich langsam nach vorne gepirscht. Am zweiten Spieltag hatten sie noch auf Rang neun gelegen, nach fünf Partien waren sie Fünfter – und jetzt sind die Spieler des TSC Hamm als Tabellendritter der erste Verfolger des weiter verlustpunktfreien Duos VfL Mark und VfL Kamen an der Spitze der Fußball-Kreisliga A.

Hamm - „Wir wollen so lange wie möglich dran bleiben, Woche für Woche unsere Hausaufgaben erledigen und darauf warten, dass einer da oben patzt”, sagt TSC-Trainer Erdal Akyüz.

Dabei setzt das Team aus dem Unionstadion nicht so wie in der Vergangenheit auf teure Neuzugänge, sondern auf junge Talente und Eigengewächse aus der eigenen Junioren-Abteilung. So gehörten am Sonntag beim 4:0-Sieg über den SV Stockum mit Mahmut-Elyesa Sariköse, Tarik Malbelegi, Emirhan Akyüz, Manuel Can Aydin und Burak Demir gleich fünf Akteure zum Kader, die aus dem TSC-Nachwuchs stammen. Mit Altan Ali Acar fehlte sogar noch ein sechster Spieler. „Wir wissen, dass ein Verein wie der VfL Kamen ganz andere Möglichkeiten hat als wir. Kamen wird in der Winterpause sicherlich auch nochmals personell nachlegen”, sagt Akyüz. „Wir haben seit einigen Jahren ein ganz anderes Konzept und ernten nun die Früchte unserer guten Jugendarbeit. Das ist unser Geheimnis.”

Corona kostete eineinhalb Jahre in der Entwicklung

Hinzu kommen noch einige junge Akteure aus dem Jahrgang 2000, die der TSC von anderen Vereinen ins Unionstadion geholt hat. Zum Leidwesen von Akyüz würden diesen Spielern durch die Corona-Pandemie allerdings fast eineinhalb Jahre in ihrer Entwicklung fehlen, dennoch seien diese Talente auf einem guten Weg. „Die Jungs wollen alle lernen, sind heiß. Daher haben wir auch eine richtig hohe Trainingsbeteiligung. Wenn es mal schlecht ist, sind 14 Jungs da. Dann bin ich auch schon sauer. Meist haben wir dienstags, donnerstags und freitags 18, 19 Jungs beim Training. Das macht den Spielern Spaß. Und mir auch”, stellt der Coach klar.

Besonders stolz ist Akyüz aktuell auf seine gute Defensive. In den vergangenen vier Spielen gegen den TuS Germania Lohauserholz II (6:0), die SpVg Bönen (3:0), den SVF Herringen (0:0) und Stockum (4:0) kassierte der TSC kein einziges Gegentor und stellt hinter den beiden Spitzenreitern die drittbeste Abwehr der Liga. Zudem steht mit dem bislang siebenmal erfolgreichen Semih Baskan der treffsicherte Angreifer der Kreisliga A in Reihen des Akyüz-Teams. „Semih weiß, wo das Tor steht“, meint der TSC-Coach, der seine Mannschaft in dieser Saison aber nicht unter Druck setzen will.

Kommende Saison peilt Akyüz den Aufstieg an

In naher Zukunft peilt er aber schon die Rückkehr in die Beziksliga an. „Unser Plan ist es, dass wir hoch wollen. Im nächsten Jahr wollen wir um den Titel mitspielen“, so Akyüz.

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