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TSC Hamm klagt in der Vorbereitung über Verletzungsmisere

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Von: Karsten Steenbrede

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Die Neuzugänge des TSC Hamm: (von links) Co-Trainer Haluk Metin, Mükremin Uysal, Görkem Erdogan und Trainer Erdal Akyüz. Es fehlt Murat Kaya.
Die Neuzugänge des TSC Hamm: (von links) Co-Trainer Haluk Metin, Mükremin Uysal, Görkem Erdogan und Trainer Erdal Akyüz. Es fehlt Murat Kaya. © Steenbrede

„Die Vorbereitung läuft schleppend. Wir haben viele Urlauber und sind daher nur mit 12 bis 14 Mann beim Training“, ist Erdal Akyüz nicht rundum zufrieden mit der Einstimmung auf die kommende Spielzeit.

Hamm - Wirkliches Kopfzerbrechen bereitet dem TSC-Trainer aber die Verletzungsmisere, die das Team aus dem Hammer Westen getroffen hat. Neben Hüseyin Bambil, der mit einem Kreuzbandriss schon eine Weile ausfällt und frühestens zum Start der Rückrunde wieder zur Verfügung steht, brechen mit Semih Baskan und Manuel Can Aydin zwei weitere wichtige Stützen der Offensivabteilung weg. „Beide sind enorm wichtig für uns, und wir wissen noch nicht, wann sie zurückkehren werden. Semih hat letzte Saison 26 Tore erzielt, Manuel acht Tore geschossen und 16 Vorlagen gegeben. Mit ihnen fehlt unsere komplette Offensive“, so Akyüz. Außerdem ist mit Erkan Yilmaz der letzte verbliebene Stürmer beruflich stark eingebunden und wird kaum zur Verfügung stehen.

Dennoch steckt man beim TSC Hamm den Kopf nicht in den Sand und will den guten fünften Platz des Vorjahres bestätigen. Dazu hat man mit Mükremin Uysal (TSC Kamen) einen Offensivmann ins Unionstadion zurückgeholt, der die Lücke schließen soll. Ebenso aus Kamen kommt Murat Kaya und aus der A-Jugend des TuS Germania Lohauserholz wurde Görkem Erdogan zum TSC gelotst. Weil der von vielen Trainern als Mitfavorit auf die Meisterschaft gehandelte Türkische SC mit Umut Algan (Eintracht Werne) und Ammar Elyesa Yivrük (2. Mannschaft) nur zwei Abgänge zu verzeichnen hatte, konnte der 23 Spieler umfassende Kader in seiner Breite und Qualität gehalten werden.

Akyüz: „Wir gehören unter die ersten fünf Mannschaften“

„Letztes Jahr haben wir in einem 4:4:2-System gespielt, aber jetzt müssen wir uns einen Stürmer zusammenbasteln“, plant Erdal Akyüz, in den anstehenden Freundschaftsspielen taktische Veränderungen vorzunehmen. „Da werden wir etwas ausprobieren. Wenn es gut klappt, dann spielen wir so weiter mit nur einem Stürmer.“

Auch wenn sich A-Kreisligist GS Cappenberg verstärkt hat, will der TSC die Auswärtshürde in der ersten DFB-Pokalrunde (31.7.) meistern, um vor dem Saisonstart beim SVF Herringen (14.8.) ein weiteres Pokalspiel absolvieren zu können.

Trotz aller Schwierigkeiten sehen die Verantwortlichen des TSC Hamm gute Chancen, wieder eine überzeugende Spielzeit hinzulegen und um die vorderen Plätze zu kämpfen. „Wir haben eine gute Truppe zusammen und gehören oben unter die ersten fünf Mannschaften. Allerdings wird uns ein wenig die Variabilität fehlen“, glaubt Erdal Akyüz.

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