HSV trumpft in Neuenkirchen stark auf

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Traf zum 1:0: Hugo Magouhi.

Neuenkirchen - Besser kann man die Scharte einer Derbyniederlage kaum auswetzen: Fußball-Oberligist Hammer SpVg gewann eine Woche nach dem 0:2 gegen Westfalia Rhynern dank einer kämpferisch und spielerisch starken Leistung mit 3:2 (2:1) beim SuS Neuenkirchen.

„Die Mannschaft hat malocht, aber sich auch taktisch und technisch richtig stark gezeigt. Das wird eine angenehme Rückfahrt“, freute sich HSV-Coach Oliver Gottwald nach dem Spiel.

Die HSV war von Beginn an präsent und hatte bereits nach wenigen Sekunden die Chance zur Führung. Jochen Höfler scheiterte zunächst, Neuenkirchen bekam den Ball jedoch nicht aus der Gefahrenzone, und Amadeus Piontek durfte ungehindert von der rechten Seite auf Hugo Magouhi flanken, der das 0:1 markierte. Danach ließen es die Hammer kurzzeitig etwas lockerer angehen – und wurden prompt dafür bestraft. Daniel Seidel sorgte mit einem Abstaubertreffer nach einem Abpraller von Hamms Torwart Manuel Lenz für das 1:1.

Danach dominierte die HSV wieder das Spielgeschehen und machte Druck. Neuenkirchen brachte den Ball nur selten aus der eigenen Hälfte. Um die 20. Minute herum segelten insgesamt drei Eckbälle in den Neuenkirchener Strafraum. Nach der dritten Hereingabe von Tayfun Cakiroglu war sein Innenverteidiger-Kollege Damir Kurtovic mit dem Kopf zum 1:2 zur Stelle.

Nach dem erneuten Rückstand versuchte Neuenkirchen, die Partie wieder an sich zu reißen, doch dieses Mal gelang kein schneller Ausgleich. Die HSV stand sicher. Und wenn die Gastgeber vor 315 Zuschauern im Waldstadion einmal durch waren, stand dort immer noch Lenz im HSV-Gehäuse. Erst kurz vor der Pause wurde es noch einmal munterer vor beiden Toren. Hugo verpasste mit einem Lupfer aus spitzem Winkel knapp (43.). Auf der anderen Seite hatte Mirco Husmann eine aussichtsreiche Gelegenheit, doch brachte er den Ball nicht Richtung HSV-Kasten.

Nach dem Seitenwechsel waren die Hammer sofort wieder hellwach. Kevin Thume hatte sich den Ball auf der linken Seite erkämpft und in den Strafraum befördert. Dort wussten die beiden Stürmer Hugo und Höfler die Hereingabe nicht richtig zu verwerten. Also rückte der 18-jährige Thume selbst nach und drückte das Leder zum 1:3 über die Linie. Bei zunehmendem Regen lieferten sich die Teams nun einen offenen Schlagabtausch. Höfler bekam den Ball in der 52. Minute vor dem Tor nicht unter Kontrolle und fand nicht den Abschluss. Eine Minute später traf Seidel auf der anderen Seite nur den Pfosten – Glück für Hamm. Wiederum eine Minute darauf scheiterte Höfler nach gutem Zuspiel von Serdar Yigit aus spitzem Winkel an SuS-Keeper Dennis Fischer. „Wenn wir das vierte Tor machen, sind wir durch“, sagte Gottwald.

Doch so wurde es noch einmal eng für die Gäste. In der 88. Minute war Seidel mit dem Anschlusstreffer zur Stelle. Doch der Neuenkirchener Stürmer erwies seiner Mannschaft kurz darauf einen Bärendienst. Im Strafraum war er zu Fall gekommen, beschwerte sich zu vehement und sah die Rote Karte von Schiedsrichter Selim Erk. Nach dem Schlusspfiff gerieten einige erhitzten Gemüter sogar noch kurz aneinander.

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