Eishockey

Trotz guter Moral reicht es für die Eisbären nicht

Kevin Orendorz (rotes Trikot) kehrte nach krankheitsbedingter Pause wieder ins Team der Eisbären zurück und traf zum zwischenzeitlichen 2:4 gegen Erfurt.
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Kevin Orendorz (rotes Trikot) kehrte nach krankheitsbedingter Pause wieder ins Team der Eisbären zurück und traf zum zwischenzeitlichen 2:4 gegen Erfurt.

Die Moral stimmt, die Mannschaft ist intakt, doch das reicht nicht, um in der dritthöchsten Klasse zu punkten. Nur drei Tage nach dem 2:8 gegen den Herforder EV musste der Tabellenletzte der Eishockey-Oberliga am Freitagabend auf eigenem Eis eine weitere Niederlage hinnehmen. 5:6 (0:3, 2:1, 3:1) hieß es am Ende gegen die Black Dragons aus Erfurt, die der Neuling im Hinspiel in Erfurt noch überraschend mit 2:1 besiegt hatte.

Hamm - „Es ist natürlich enttäuschend, dass man nicht belohnt wird, wenn man nach einem 0:4-Rückstand noch so zurückkommt“, ärgerte sich Eisbären-Coach Ralf Hoja nach der Partie einmal mehr über verpasste Chancen und unnötige Gegentore. Bitter aus Hammer Sicht.

Vertragsauflösung mit Dreschmann

Vor dem ersten Bully gegen die Erfurter gab Manager Jan Koch eine weitere Vertragsauflösung bekannt. Tim Dreschmann, der erst im Sommer vom Krefelder EV verpflichtet worden war, hat die Eisbären wieder verlassen. „Auf Grund seiner privaten, persönlichen Situation hat er uns darum gebeten“, erklärte Koch. Der schloss allerdings nicht aus, dass sich beide Seiten noch einmal in einigen Monaten zusammen setzen und über eine neue Zusammenarbeit sprechen.

Spacek statt Valdix

Eine Entscheidung musste Coach Hoja gegen die Black Dragons bereits vor dem ersten Bully treffen. Da Andreas Valdix seine Rückenprobleme auskuriert hat, standen gleich drei Kontingentspieler zur Verfügung. Weil Michal Spacek als Verteidiger gesetzt ist, ließ der Trainer diesmal den Schweden Valdix zuschauen, da sich Milan Svarc zuletzt erheblich gesteigert hatte.

Die Eisbären begann recht druckvoll, besaßen nach nicht einmal zwei Minuten auch die erste Chance, doch Tobias Schwab scheiterte freistehend an Erfurts Torhüter Konstantin Kessler. Auf der Gegenseite nutzten die Gäste gleich ihre erste Chance zur Führung. Reto Schüpping war nach einem schnellen Konter zum 0:1 (4.) erfolgreich. Ihm gelang bis zur ersten Drittelpause sogar ein echter Hattrick, denn Schüpping ließ in der 11. und 20. Minute auch noch die Treffer Nummer zwei und drei folgen. Drei Tore war der Aufsteiger im ersten Durchgang gewiss nicht schlechter, doch ließen die Eisbären durch Kevin Orendorz und Svarc weitere große Möglichkeiten ungenutzt. Die größere Effizienz lag in dieser Hinsicht eindeutig bei den Black Dragons.

Gute Moral der Eisbären nach dem 0:4

Es spricht für die Moral der Hammer, dass sie selbst nach dem 0:4 (31.) nicht aufsteckten. Gerade hatten die Eisbären eine 3:5-Unterzahl überstanden, als Kyle Beach für die Erfurter einnetzte. Kurz darauf wurde ein Treffer von Igor Furda nicht anerkannt, weil Thomas Lichnovsky den Schlussmann behindert hatte. Dennoch, die Eisbären drängten weiter und wurden auch belohnt. Gianluca Balla gelang in der 35. Minute nach Vorarbeit von Florian Kraus und Svarc der erste Treffer. Und kurz vor Ende des Drittels nutzten die Gastgeber eine Überzahl zum 2:4 durch Kevin Orendorz, der ein Zuspiel von Balla verwertete.

Hoffnung keimte auf, als Balla (42.) früh im letzten Abschnitt den Anschluss erzielte. Auch das 3:5 der Erfurter durch Arnoldas Bosas (53.) beantworteten die Gastgeber mit einem Überzahltreffer durch Michal Spacek (57.). Und es blieb spannend. Nachdem Petr Gulda (58.) das 4:6 (58.) markierte, sorgte Lichnovsky 84 Sekunden vor dem Ende mit dem 5:6, wieder in Überzahl, noch einmal für Nervenkitzel. Hoja nahm noch Schlussmann May vom Eis, aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.

Am Sonntag stehen die Eisbären um 17 Uhr bei den Indians in Hannover vor der nächsten schweren Aufgabe. Und schon am kommenden Dienstag (20 Uhr) sind die Black Dragons aus Erfurt erneut in Werries zu Gast.

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