Walter Rosendahl war die gute Seele des Vereins im Hammer Osten

Trauer um "Schelle": VfL-Mark-Legende mit 81 Jahren gestorben

Walter Rosendahl starb im Alter von 81 Jahren.

Mark - Der Hammer Fußball trauert um Walter Rosendahl. "Schelle", wie er Zeit seines Lebens beim VfL Mark und weit darüber hinaus genannt wurde, starb in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in seiner Heimatstadt Hamm.

Die Nachricht von seinem Tod verbreitete sich nach dem Bekanntwerden über die modernen Kommunikationsmedien wie ein Lauffeuer. In allen Kommentaren wurde Bestürzung und Trauer deutlich und der "Seele des Vereins" großer Respekt ausgesprochen.

Über seine Facebookseite verkündete der VfL Mark am Samstag den Todesfall offiziell mit diesen Worten: 

"Es gibt Nachrichten, die kann man einfach kaum glauben. Die machen sprachlos und tieftraurig. Der VfL Mark trauert mit der Familie, den Angehörigen und den Freunden von Walter Rosendahl, unserem Schelle (Schelde). Walter war und bleibt das Gesicht und die Identifikationsfigur des Vereins. Weit über 50 Jahre hat er als Trainer, Abteilungsleiter, Vorstandsmitglied und Ehrenabteilungsleiter Jungen und Mädchen der Fußball-Jugendabteilung begleitet. (Jetzt) hat Schelle für immer die Augen geschlossen. Wir werden Walter nie vergessen. Mach's gut, Walter und habe bitte weiterhin ein Auge auf uns."

Seit 1948 Vereinsmitglied

Nach Angaben des Vereinsvorsitzenden Jörg Wedekind trat der am 3. April 1938 geborene Rosendahl am 11. Januar 1948 im Alter von neun Jahren in den VfL Mark ein. Ende der 50er-Jahre wurde er als Nachfolger des späteren Vorsitzenden Alfred Krabs Leiter der Fußball-Jugendabteilung. Diese Funktion übte er bis 2015 (!) aus; zwischendurch errang er auch Verdienste als Jugendtrainer. Damals wollte er einfach "kürzer treten", rückte in die Stellvertreterrolle und wurde vom VfL zum "Ehrenabteilungsleiter" gemacht - eine Auszeichnung, die angesichts seiner Lebensleistung eigens für Rosendahl geschaffen wurde.

Bis Ende vergangenen Jahres sei "Schelle" noch regelmäßig auf der Anlage gewesen, sagt Wedekind. Danach sei es mit dem Laufen schlechter geworden...

Immer mit einem Netz voller Bälle unterwegs

Der so ortsverbundene Rosendahl wohnte Zeit seines Lebens an der Marker Dorfstraße. Er hinterlässt zwei Geschwister; verheiratet war er nie. Kinder hatte er indes sehr wohl - sogar "zehntausende", wie Wedekind anmerkt. Diese zehntausenden Kinder kannte Walter Rosendahl alle, ebenso wie sie ihn kannten.

Für Generationen fußballbegeisterter Kinder und Jugendlicher und später Erwachsener war "Schelle" Begleiter, Starthelfer, Ansprechpartner, Stütze und Vertrauensperson - oft genug alles in einem. Es gibt wohl kaum jemanden im Hammer Osten, der nicht das Bild des radelnden Rosendahl mit einem Netz voller Bälle vor Augen hat. "Schelle" wird den Menschen fehlen in seinem Bezirk.

Walter Rosendahl starb infolge einer akuten Erkrankung im Evangelischen Krankenhaus (EVK).

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