Bockum-Hövel siegt im Derby gegen den TSC Hamm mit 4:2

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Die Bockum-Höveler setzten sich im Ortsderby gegen den TSC Hamm mit 4:2 durch.

HAMM -   Die SG Bockum-Hövel hat das Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den TSC Hamm vor 125 Zuschauern im Adolf-Brühl-Stadion mit 4:2 (2:0) für sich entschieden. Ganz unterschiedlich beurteilten die Trainer das Derby nach dem Abpfiff.

„Unterm Strich geht das Ergebnis aufgrund der überlegenen ersten Halbzeit in Ordnung“, freute sich SG-Coach Markus Matzelle, wogegen TSC-Trainer Erdal Akyüz der Meinung war, dass seine Mannschaft „mindestens einen Punkt verdient“ gehabt hätte. „Wir haben durch die erste Hälfte verloren, haben uns dann aber super gefangen und waren eindeutig besser. Und dann werden wir auswärts ausgekontert.“

Den besseren Start erwischten die Bockum-Höveler. Nach schöner Flanke von Uysal köpfte Orlowski knapp am Winkel vorbei (5.), doch nur eine Minute später machte es der SG-Stürmer besser und verwertete die erneute Hereingabe von Uysal zum 1:0. Der Türkische SC agierte in der Anfangsphase zu phlegmatisch, hatte in den Zweikämpfen keinen Zugriff auf die Gegner und war auch gedanklich immer einen Schritt langsamer. Erst nach einer Viertelstunde bekam der TSC mehr Spielanteile und erarbeitete sich einige Eckbälle, die jedoch nicht für Torgefahr sorgten. Die Sport Gemeinschaft zog sich in die eigene Hälfte zurück und verlagerte sich vermehrt aufs Kontern und wurde mit dem 2:0 belohnt. Marc-Andre Wohlrath spielte den Ball nach einem leichten Ballverlust der Gäste tief in den Raum zum durchstartenden Orlowski, der TSC-Schlussmann Ibrahim Sariman keine Abwehrchance ließ (26.). „Das 2:0 zur Pause entsprach den Verhältnissen“, meinte Markus Matzelle.

SG Bockum / Hövel - TSC Hamm 4:2

Kurz nach Wiederanpfiff nutzte Youssef Bouaid ein Durcheinander im Fünfmeterraum zum Anschluss nutzte (47.). Das Derby wurde nun hektischer und zerfahrener. Viele Ballgewinne und Ballverluste wechselten sich im Mittelfeld ab und die klaren Aktionen vor den Toren fehlten, bis Deniz Polat sich im Strafraum durchsetzte und aus gut zwölf Metern platziert zum 2:2 einschoss (60.).

„Wir haben abgebaut und den TSC spielen lassen, konnten mit Orlowski und Schroth aber jederzeit Akzente in der Offensive setzen“, sagte Markus Matzelle. Nach einem Pfostenschuss von Orlowski staubte der eingewechselte Mevan Askar zuerst zum 3:2 ab (84.) und sorgte nach einem Konter mit einem überlegten Schuss ins Eck für die Entscheidung (86.). In der Nachspielzeit (90.+2) sah Enes Akyüz wegen eines Foulspiels die Ampelkarte, was Erdal Akyüz in Rage brachte. „Wir fliegen mit zwei Foulspielen vom Platz, aber auf der anderen Seite gibt es für taktische Fouls nicht mal Gelb.“ -  St

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