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Trainer Heiko Hofmann bei der Hammer SpVg vor der Entlassung

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Von: Patrick Droste

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Heiko Hofmann hat gegen Nottuln wohl das letzte Mal als Trainer auf der HSV-Bank gesessen.
Heiko Hofmann hat gegen Nottuln wohl das letzte Mal als Trainer auf der HSV-Bank gesessen. © Reiner Mroß/Digitalbild

Nach der 0:5-Niederlage beim Lüner SV verlor die Hammer SpVg nach einer schwachen Vorstellung das Heimspiel gegen Nottuln mit 0:3. Als Konsequenz wird wohl Trainer Heiko Hofmann noch an diesem Wochenende von seinen Aufgaben entbunden.

Hamm – Zur Pause war es Heiko Hofmann, Noch-Trainer der Hammer SpVg, ein wenig kalt geworden. Über seine dünne Softshell-Jacke mit dem HSV-Emblem auf der Brust zog der 47-Jährige nach 45 Minuten nicht eine der ihm vom Verein zur Verfügung gestellten Winterjacken mit der Aufschrift Hammer SpVg, sondern eine blauen, neutralen Anorak. Zufall? Oder schon ein klares Zeichen?

Denn nur fünf Tage nach dem 0:5-Debakel beim Lüner SV verlor das Team aus dem Hammer Osten auch die als Endspiel für den Trainer ausgerufene Heimpartie der Fußball-Westfalenliga gegen GW Nottuln mit 0:3 (0:2) und zeigte erneut eine überaus schwache Leistung, so dass der Coach wohl am Samstag mit seiner Entlassung rechnen muss. „Die erhoffte Reaktion hat es leider nicht gegeben. Ein Bemühen war zwar zu erkennen, aber es gab so viele Unzulänglichkeiten, dass wir für ein Unentschieden nicht in Fragen gekommen sind“, fand Holger Wortmann, der Sportliche Leiter der HSV, klare Worte – und fügte vielsagend hinzu: „Alles weitere werden wir sehen.“

Die Spielbewertung von Hofmann fiel derweil ein wenig anders aus. Zwar waren die Hammer, die nur durch einen Lattenschuss von Denizhan Yazici (40.) für Gefahr sorgten, nach den drei Gegentoren von Oliver Leifken (19.), Semih Daglar (24.) und Fabian Schöne (87.) völlig verdient unterlegen, doch Hofmann meinte: „Wir haben alles reingeworfen und gegen einen guten Gegner verloren. Wir haben dem Gegner Paroli geboten. Der Mannschaft kann ich keinen Vorwurf machen. Das ist das, was sie leisten kann.“

Dem widersprach aber noch vor dem Abpfiff der schon frühzeitig ausgewechselte David Loheider, dessen muskuläre Probleme ein Weitermachen nach 30 Minuten verhinderten. „Mir fehlen nach dieser Leistung von uns selbst die Worte. Wir hatten uns so viel vorgenommen, haben es aber nicht umgesetzt“, sagte der erfahrene Angreifer, der dann noch klarstellte: „Anfang der Saison hat man gesehen, welches Potenzial in der Truppe schlummert. Da müssen wir schnell wieder hinkommen.“

Und diesen Weg, zu der im Sommer gezeigten Stärke zurückzufinden, wird Hofmann wohl nicht mehr mitgehen. Zwar meinte er am Freitagabend nach der Partie: „Ich kann das nicht beeinflussen, das ist nicht mein Thema. Und überhaupt, ich kann diese ganze Dramaturgie nicht verstehen. Wir sind noch in der Findungsphase.“

Nach WA-Informationen waren aber sowohl der Coach als auch der Mannschaftsrat im Vorfeld der Partie darüber informiert worden, dass es im Falle einer Niederlage gegen Nottuln zu einer Trainer-Entlassung kommen wird. Mit der ist nun am Samstag zu rechnen.

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