Basketball

HammStars Trainer Ivan Rosic im Interview: "Wir müssen nicht Meister werden"

+
Klare Ansagen: Ivan Rosic, Trainer der HammStars, sieht sein Team weiter im Soll.

Nach zwei Spielen in nicht einmal 24 Stunden mit einem Sieg in Recklinghausen und einer Niederlage in Salzkotten ist der Vorsprung der TuS 59 HammStars in der 2. Basketball-Regionalliga auf den Verfolger Accent Baskets Salzkotten auf zwei Punkte geschmolzen.

Hamm – Bei noch fünf ausstehenden Spielen ist der Kampf um die Meisterschaft damit wieder völlig offen, zumal das Team von Trainer Ivan Rosic den direkten Vergleich gegen den Tabellenzweiten verloren hat und somit bei Punktgleichheit mit Salzkotten den Kürzeren ziehen würde. Im Gespräch mit Dirk Dörmann analysiert Rosic die Lage in der Liga und spricht über seine Erwartungen und Hoffnungen für den Rest der Saison.

Herr Rosic, wie bewerten Sie die Situation Ihrer Mannschaft im Kampf um die Meisterschaft, nachdem das Topspiel in Salzkotten und damit auch der direkte Vergleich verloren ging?

Wir wollten dieses Jahr oben mitspielen, und dies tun wir auch. Wir führen seit Oktober die Tabelle an und haben weiterhin alles in unseren Händen. Wir müssen uns nur auf uns konzentrieren, dann können wir die Meisterschaft gewinnen.

Verspüren Sie Druck, den ersten Platz verteidigen zu müssen, nachdem das Team bislang eine so erfolgreiche Saison gespielt hat?

Wir müssen nicht Meister werden, wollen es aber. Es wäre kein Beinbruch, wenn wir es in diesem Jahr nicht schaffen würden, in die 1. Regionalliga aufzusteigen. Dann würden wir es in der kommenden Saison erneut versuchen. Die Vereinsspitze steht hinter der Mannschaft und den Teamverantwortlichen und hat dies sowohl vor dem Spiel als auch nach der Niederlage in Salzkotten nochmal deutlich zum Ausdruck gebracht. Wir müssen immer bedenken, dass es erst die zweite Spielzeit von Hamm in der Vereinsgeschichte in der 2. Regionalliga ist. Wir haben uns nach Platz fünf im Vorjahr erneut gesteigert und spielen eine tolle Saison. Aber natürlich wäre es schade, wenn wir nicht Meister werden würden.

Wieso hat es in Salzkotten nicht zum Sieg gereicht, um den ärgsten Verfolger deutlicher zu distanzieren?

Zunächst muss man sagen, dass das ein Spiel auf sehr hohem Niveau war. Ich meine sogar, Erstregionalliga-Niveau. In so einem Spiel entscheiden oft kleine Fehler, und da haben wir leider mehr gemacht. Außerdem haben wir nur 17 von 31 Freiwürfen verwandelt. Das war für uns sicherlich ein Knackpunkt im Spiel gewesen. Außerdem fehlte es in manchen Situationen auch etwas an dem Glück, das man manchmal braucht, damit ein enges Spiel zu deinen Gunsten kippen kann. Dennoch möchte ich auch mal sagen, dass sich sowohl die Vereinsspitze als auch die Mannschaft sehr über die 80 lautstarken Hammer Fans in der mit 300 Zuschauern besetzten Halle gefreut haben. Dies motiviert uns für den Rest der Saison zusätzlich.

Ihr Team hat sich nach einem 19-Punkte-Rückstand im dritten Viertel noch einmal herangekämpft. Was sagt das über ihre Spieler aus?

Meine Jungs haben wirklich einen guten Charakter. Klar waren wir nach dem Spiel alle traurig. Doch jeder hat gesehen, dass wir wieder zurückkommen können. Bei sechs Punkten Rückstand und Ballbesitz hätten wir das Spiel mit etwas Glück noch einmal in eine andere Richtung drehen können.

In Recklinghausen hat das Team dann eine gute Reaktion gezeigt, oder?

Es war klar, dass es nach so einer Niederlage nicht einfach werden würde. Die halbe Liga kämpft gegen den Abstieg, da ist jedes Spiel schwer. Die Citybaskets hatten zum Beispiel Schwelm zu Hause geschlagen, gegen die wir zuletzt deutlich verloren hatten. Daher bin ich sehr zufrieden mit der Leistung dort.

Es sind jetzt noch fünf Spiele zu absolvieren. Darunter das Derby bei den LippeBaskets. Womöglich ein entscheidendes Spiel?

Für uns ist jedes Spiel jetzt ein Endspiel. Für Salzkotten im übrigen auch. Auch die stehen in jedem Spiel unter Druck, gewinnen zu müssen, da wir schließlich mit zwei Punkten Vorsprung die Tabelle anführen. Über das Spiel in Werne mache ich mir heute überhaupt noch keine Gedanken. Wir müssen am Samstag nach Bielefeld, das wird schwer genug. Dann kommt Iserlohn und erst dann das Derby.

Personell sind Sie bislang gut durch die Saison gekommen. Allerdings fehlten zuletzt Niklas Keilinghaus und Philipp Humke. Wie sehr schmerzt der Verlust?

Beide Spieler sind für uns von enormer Bedeutung. Je mehr Spieler ich habe, umso mehr kann ich rotieren. Außerdem sind beide besonders für unsere Verteidigung sehr wichtig. Und wer mich kennt, weiß, dass ich sehr viel Wert auf eine aggressive Defense lege. Bei Niklas bin ich sehr zuversichtlich, dass er uns nach seiner Erkältung schon in Bielefeld wieder zur Verfügung steht. Bei Philipp müssen wir schauen, wie sich seine Probleme mit der Ferse entwickeln. Es wäre schade, wenn er uns am Samstag gegen seinen Ex-Verein nicht helfen könnte.

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare