Eisbären siegen nach 0:4 noch mit 5:4 beim Neusser EV

+
Die Eisbären zeigten in Neuss in kämpferischer Hinsicht eine klasse Leistung.

NEUSS -   Die Hammer Eisbären zeigten am Freitagabend eine starke kämpferische Einstellung und siegten nach einem 0:4-Rückstand im Schlussdrittel beim Neusser EV noch mit 5:4 (0:0, 0:2, 4:2) nach Verlängerung. Trainer Daniel Galonska war stolz auf sein Team: „Die Mannschaft hat eine tolle Moral gezeigt. Nach einem 0:4 noch so zurückzukommen, ist nicht einfach. Doch die Jungs haben sich am Ende selbst belohnt.“

Mit drei kompletten Reihen waren die Hammer nach Neuss gefahren. Obwohl Karl Jasik rechtzeitig von seinem Heimaturlaub zurückgekehrt war, verzichtet Galonska auf Grund des großen Trainingsrückstandes auf den Routinier. Das erste Drittel blieb Arm an Höhepunkten. Die Gäste kontrollierten das Geschehen auf dem Eis, waren dabei aber im Angriff wenig durchschlagskräftig. Lediglich zwei gute Chancen gab es für die Hammer im ersten Abschnitt. Dustin Demuth traf nach drei Minuten aus kurzer Distanz das leere Tor nicht, nach einer Viertelstunde traf Ibrahim Weißleder bei Überzahl mit einem Distanzschuss nur die Querlatte des Neusser Tores.

Es sah alles nach einem Geduldsspiel für die Gäste aus, die auch zu Beginn des zweiten Drittels auf dem Eis den Ton angaben, sich aber im Torabschluss weiter dezent zurückhielten. Pech hatte Verteidiger Martin Köchling, der nach 26 Minuten nur den Pfosten des Neusser Tores traf.

Und dann passierte, was die Eisbären unbedingt vermeiden wollten. Die Hammer wurden von den betont defensiv agierenden Rheinländern einmal klassisch ausgekontert und mussten nach 32 Minuten das 1:0 durch Yannick Preuß hinnehmen. Ein Treffer, der bei den Eisbären Wirkung hinterließ. Sie verloren nun etwas den spielerisch Faden, was die Gastgeber eiskalt ausnutzten. Allerdings mit viel Glück, denn Sascha Drehmann traf aus spitzem Winkel nur den Rücken vom Hammer Schlussmann Thomas Mende, doch von dort aus prallte der Puck zum Entsetzen der gut 60 mitgereisten Eisbären-Fans unter den 200 Zuschauern über die Torlinie.

Ein frühes Tor hatten sich die Gäste für das Schlussdrittel gewünscht, doch zunächst lief es ganz anders. Mit einem Doppelschlag (42. und 45.) brachte Dietrich den NEV sogar mit 4:0 in Führung. Die Partie schien gelaufen zu sein. Doch Hamms Coach Galonska nahm sich während der Auszeit sein Team zur Brust. Und es sprach für die gute Moral der Eisbären, dass sie noch einmal zurückschlugen. Innerhalb von nur drei Minuten gelangen Weißleder, Niklas Clusen und Nemenaja Vucurevic die Tore zum 4:3-Anschluss. Kurz darauf traf Tim Pietzko nur den Pfosten des Neusser Tores.

Das war das Signal zu einer packenden Schlussphase, in der die Eisbären noch einmal alles versuchten, aber auch in Überzahl zunächst keinen Erfolg hatten. Kurz vor Schluss nahm Trainer Galonska auch noch Schlussmann Mende vom Eis, um einen sechsten Feldspieler zu bringen. Und das wurde belohnt. 43 Sekunden vor Schluss gelang Weißleder der umjubelte Ausgleich. Und Weißleder war es auch, der in der Overtime zwei Minuten und 46 Sekunden vor Schluss den entscheidenden Treffer zum 4:5 erzielte, als der Neusser Thomas Müller wegen Stockschlags eine Strafe absaß. - jk

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare