SKG startet mit Laufeinheit in die Saison-Vorbereitung

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Mit Spaß bei der Sache: die Spieler des SKG Herringen.

HAMM - Es war ein kleiner Vorgeschmack auf das, was die Rollhockeyspieler des Doublesiegers SK Germania Herringen nun Woche für Woche erwarten wird. Denn beim Trainingsstart am Montagabend gab es keinen lockeren Aufgalopp mit einem Spielchen zum Kennenlernen, sondern der neue Coach Hans-Werner „Alfredo“ Meier schickte seine Schützlinge gleich zum Laufen nach draußen vor die Halle. „Der Montag wird jetzt immer unser Turnschuhtag“, lächelt der Trainer.

Wie ernst es ihm damit ist, zeigte er dann gleich, als er aus seinem Polo ein Klapprad holte, mit dem er die für die Herringer Spieler ungewohnte Laufeinheit begleitete. „Das wird nicht nur in der Vorbereitung so sein, sondern das werden wir auch in der Saison machen. Wie lange, das hängt vom Verlauf ab. Aber ohne eine entsprechende Grundlage kann man eine Saison mit den Zielen, die wir haben, nicht hinbekommen“, erklärt Meier, der allerdings noch nicht seinen kompletten Kader zur Verfügung hatte.

Neben Kevin Karschau (Entzündung am Auge) muss derzeit auch sein Bruder Lucas passen, der sich eine Gürtelrose zugezogen hat. „Ich habe zuletzt wohl etwas zu viel Sport gemacht“, betont der SKG-Kapitän, der noch eine Woche pausieren muss. „Solange es nicht länger ist, ist das aber nicht so schlimm“, meint er – und verrät, dass der Ehrgeiz der Herringer trotz des Doubles in diesem Sommer ungebrochen und der Hunger auf weitere Titel sehr groß ist. „Walsum hat mal sechs Meisterschaften in Folge gewonnen. Das wollen wir jetzt auch schaffen. Wir wollen so viele Titel holen wie es geht und dadurch weiter in der Champions League spielen“, betont Lucas Karschau.

Mitglied des früheren Duisburger Serienmeisters war übrigens der neue Herringer Coach Meier, der also weiß, wie man auch nach großen Erfolgen weiter die Konzentration hoch halten und immer wieder motiviert die Aufgaben angehen kann. Ansonsten aber tritt Meier bei den Germanen ein schweres Erbe an. denn unter seinem Vorgänger Detlef Schulz war der SKG zweimal Deutscher Meister geworden und hatte zudem in diesem Jahr den Pokalsieg gefeiert. „Eigentlich kann Alfredo nichts besser machen als unser bisheriger Coach“, meint auch der Herringer Kapitän. „Das wird schwierig für ihn, er hat einen schweren Einstand. Trotzdem hoffen, wir dass er uns weiter nach vorne bringt, dass wir noch ein paar taktische Feinheiten und neue Spielzüge lernen.“

Meier weiß natürlich, worauf er sich mit seinem Engagement im Hammer Westen eingelassen hat, hat daher schon genaue Vorstellungen, was er im Spiel der Herringer verbessern und was er beibehalten will. „Früher war ich ein Trainer, der Beton angerührt hat, damit die Null steht. Aber das ist zehn, 15 Jahre her. Jetzt bin ich ein Freund des schnellen und offensiven Spiels. Daher passt das schon mal mit dem SK Germania zusammen, denn die Jungs wollen auch schnell spielen“, sagt Meier. „Aber wir müssen zum Beispiel mehr die Breite ausnutzen, um dann in die Lücken reinzustoßen.“ Wichtig ist ihm zudem, dass seine Akteure mit möglichst viel Spaß bei der Sache sind: „Sie müssen sich auf jedes Spiel freuen, egal, gegen wen sie in der Bundesliga antreten.“

Fünf Wochen hat er nun bis zum Saisonstart am 27. September (Heimspiel gegen TuS Düsseldorf) Zeit, seine neuen Ideen zu verwirklichen, die Änderungen einzustudieren und die beiden Rückkehrer Philipp Michler und Dominik Brandt in das Team zu integrieren. Große Sorgen, dass dies nicht gelingen sollte, hat Meier nicht. „Eigentlich hätte ich gerne noch eine Woche mehr Zeit für die Vorbereitung gehabt. Aber da gleich vier Spieler bei der EM dabei waren, mussten wir darauf Rücksicht nehmen, die sollten ja auch mal abschalten“, meint der Coach – und fügt dann hinzu: „Die vier Stammspieler Kevin und Lucas Karschau, Liam Hages und Robin Schulz sind die besten, die es derzeit in Deutschland gibt. Da kann so schnell nichts anbrennen.“ - –pad–

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