Vorstellung am Dienstagabend

Er ist der neue Trainer von Westfalia Rhynern

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Rhynern - Der SV Westfalia Rhynern hat einen neuen Trainer gefunden.

Es ist nicht die große Lösung. Und auch keine mit einem bekannten Namen. Das wollten die Verantwortlichen des Fußball-Regionalligisten SV Westfalia Rhynern auch gar nicht. Sie haben vielmehr jemanden gesucht, der zum Verein passt, der den sportlichen Erfolg zurückbringt und der wieder für mehr Kontinuität auf dem Trainerposten sorgt.

„Wir haben uns extra Zeit gelassen, wollten nichts überstürzen. Aber jetzt sind wir uns sicher, einen richtig guten Mann gefunden zu haben, der uns mit seinem Konzept überzeugt hat. Es passt einfach“, sagte Rhynerns Fußball-Abteilungsleiter Andreas Kersting und präsentierte zusammen mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Matthias Lütkhoff und Team-Manager Martin Schiffer mit dem 39 Jahre alten Torsten Garbe den neuen Trainer des SV Westfalia. Garbe, der früher unter anderem in der fünften Liga für Westfalia Herne, TuS Sundern, SC Neheim und SuS Langscheid/Enkhausen aufgelaufen ist, hat zuvor als als Spielertrainer bei TuRa Freienohl und zuletzt fünfeinhalb Jahre beim SV Hüsten 09 in der Landesliga als Trainer gearbeitet. 

Nun soll der A-Lizenz-Inhaber, der in Soest als Lehrer an einem Gymnasium arbeitet, am Papenloh dafür sorgen, dass der mit lediglich sechs Pluspunkten auf der Habenseite abgeschlagene Tabellenletzte der Regionalliga wieder in die Spur findet. „Angst vor der Aufgabe habe ich überhaupt nicht. Es ist eine Ehre und auch eine Herausforderung. Ich hoffe, dass ich gute Arbeit abliefern werden“, sagt Garbe, der in Rhynern einen Liga-unabhängigen Vertrag über eineinhalb Jahre unterzeichnet hat. 

Dies bedeutet, dass er auch im Falle des Abstiegs in die Oberliga am Papenloh Trainer bleiben wird. Doch mit der fünften Liga will er sich derzeit überhaupt noch nicht beschäftigen. Vielmehr will er möglichst schnell einen guten Draht zur Mannschaft entwickeln, den Akteuren seine Spielphilosophie näher bringen und in den vier Spielen bis zur Winterpause möglichst viele Punkte sammeln. „Da wollen wir noch ein paar Zähler mitnehmen. Und dann sehen wir mal weiter und machen uns über die sportliche Zukunft der Mannschaft Gedanken“, erklärte er. „Angst vor Niederlagen oder so etwas kenne ich jedenfalls nicht. Ich gehe positiv an die Sache heran.“ 

Garbe hatte die Rhyneraner zuletzt selbst in Augenschein genommen, war bei den Partien gegen den Bonner SC (2:1), FC Wegberg Beeck (1:4) und SV Rödinghausen (1:8) selbst am Papenloh und weiß daher, was ihn erwartet. „Gegen Bonn sah das gut aus. Daran wollen wir anknüpfen. Ich bin jedenfalls nicht gekommen, um zu verlieren, sondern um gute Arbeit abzuliefern und Punkte zu sammeln.“ Dass der Sprung für Garbe von der Landes- in die Regionalliga zu groß ist, befürchtet Kersting nicht. „Torsten hat eine gesunde Einstellung zum Leben und zum Fußball. Und er bringt das nötige Selbstvertrauen mit. Er hat klare Vorstellungen und weiß, wovon er spricht“, sagt der Abteilungsleiter und hofft auf frischen Wind durch den neuen Hoffnungsträger: „Wir haben die Flinte jedenfalls noch nicht ins Korn geworfen. Wir wollen uns vernünftig verkaufen und schauen dann, wo die Reise hingeht.“ 

In wie weit es in der Winterpause personelle Verstärkungen für die Westfalia geben wird, darüber wollten sich die Verantwortlichen im Rahmen der Trainerpräsentation nicht äußern. „Ich plane mit dem Kader, der da ist und werde daraus einen Plan entwickeln“, betonte Garbe, dem zur Seite übrigens Dustin Wurst stehen wird. Der 32-Jährige hatte seit dem Rücktritt von Holger Wortmann Anfang Oktober als Interimstrainer fungiert. 

Für Wurst ist es kein Problem, wieder ins zweite Glied zurückzutreten. „Ich bin definitiv noch kein Trainer, da fehlt mir noch einiges. Daher freue ich mich darauf, von Torsten, der eine Menge Fachwissen mitbringt, noch viel zu lernen. Außerdem juckt es mir in den Füßen, selbst weiter Fußball zu spielen“, sagt Wurst, der daher wie unter Wortmann als spielender Co-Trainer fungieren wird.

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