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Torjäger Rindfleisch setzt „alles auf Sieg“

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Von: Günter Thomas

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Zuversichtlich: Christoph Rindfleisch glaubt an den vierten DM-Titel des SK Germania in Folge.
Zuversichtlich: Christoph Rindfleisch glaubt an den vierten DM-Titel des SK Germania in Folge. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Nach dem Erfolg im ersten Finalspiel um die Deutsche Meisterschaft beim RSC Cronenberg will Christoph Rindfleisch mit dem SK Germania Herringen den vierten Titel in Folge gewinnen. Und dies am besten schon am Samstag, wenn der Toptorjäger und seine Mitspieler die Wuppertaler zum zweiten von maximal drei Endspielen empfängt.

Hamm - Die Freude im Lager des SK Germania Herringen war groß, als Robin Schulz am Samstag mit dem letzten Schuss des Penaltyschießens den Ball im Tor des RSC Cronenberg zum 5:4-Sieg versenkt hatte: Der deutsche Rollhockey-Meister hatte die erste Hürde in den Playoff-Finalspielen auf dem Weg zur Titelverteidigung genommen. Aus Sicht von SKG-Akteur Christoph Rindfleisch trotz des knappen Ergebnisses verdient: „Wenn wir das Ding verloren hätten, dann hätten wir uns das selbst ankreiden müssen“, sagt der 26-Jährige. „Denn wir hatten genügend Chancen, um es vorher zuzumachen, auch wenn die Partie spielerisch ausgeglichen war und wir uns in Cronenberg immer ein bisschen schwer tun.“

SKG hat zwei Matchbälle

Jetzt hat die Mannschaft am Wochenende zwei Matchbälle, um den Traum vom vierten DM-Titel in Folge wahr werden zu lassen. „Im Optimalfall wollen wir das schon am Samstag perfekt machen“, betont Rindfleisch, dass sein Team nicht die volle Zahl der Spiele in der Best-of-three-Serie ausnutzen möchte. „Zwei Heimspiele hatten wir ja im Halbfinale. Das reicht, zumal wir in der Woche danach noch zwei Spiele im Pokal-Finale bestreiten.“

Sollte dem SK Germania am Samstag (15.30 Uhr/Glückauf-Halle) bereits die Entscheidung gelingen, würde es aber zunächst keine große Feier geben. „Ein Großteil der Mannschaft ist am Samstag zu verschiedenen Hochzeiten eingeladen“, sagt Rindfleisch. „Daher haben wir gesagt, dass wir erst nach den Pokalspielen feiern – egal wie es ausgehen wird.“

Wenn es am Wochenende mit dem erneuten Titelgewinn klappen sollte, hat der Germania-Torjäger, der vor vier Jahren aus Recklinghausen nach Herringen gewechselt war, großen Anteil daran. Mit 25 Toren wurde er nach der Hauptrunde zum wiederholten Mal Torschützenkönig in der Liga, im entscheidenden Match der Halbfinalserie war er es, der in der Verlängerung für den umjubelten 4:3-Siegtreffer gegen die IGR Remscheid sorgte. Großes Gewese macht er nicht darum: „Ich habe ja auch die entsprechenden Mitspieler, mit denen das leicht zu erreichen ist“, sagt er bescheiden.

Liga kleiner und ausgeglichener

Dass der Weg zum DM-Titel in dieser Saison gefühlt schwerer war, als in den Jahren zuvor, hat verschiedene Gründe. Zum einen ist die Liga zwar kleiner geworden, die Spitzenteams sind aber deutlich zusammengerückt. „Die anderen entwickeln sich auch weiter“, sagt der Offensivakteur. „Remscheid hat sich schon vor der Pandemie systemisch stark verändert, ist dadurch für uns unbequemer zu spielen. Walsum hat viele Spieler aus dem Ausland dazu bekommen, und die junge Cronenberger Mannschaft geht jetzt von der Altersstruktur auf Mitte 20 zu – die sind auch gewachsen.“

Dazu kommen die Unwägbarkeiten durch Corona und die Verletzung von Kevin Karschau, der mit einem Nasenbeinbruch einige Wochen ausfiel. „Wir waren sicher schon souveräner“, gibt Rindfleisch zu. „Aber wir sind immer noch Erster nach der Hauptrunde gewesen.“

„Unsere Chancen stehen gut“

An seiner Prognose für das Finale ändert das alles nichts: „Ich setze alles auf Sieg“, hat er keinen Zweifel daran, dass seine Mitspieler und er am Wochenende erneut jubeln. „Das hört sich vielleicht doof an. Aber wenn wir die Leistung vom Spiel in Cronenberg abrufen, stehen unsere Chancen ganz gut.“

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