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Nach Kabinen-Zoff: May ersetzt Nickel

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Von: Peter Schwennecker

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Marvin Nickel wird vorerst nicht mehr im Tor der Hammer Eisbären stehen.
Marvin Nickel wird vorerst nicht mehr im Tor der Hammer Eisbären stehen. © Bruse

Ausgerechnet vor dem Westfalen-Derby beim Herforder EV am Donnerstagabend (20.30 Uhr) haben die Hammer Eisbären jetzt auch noch ein großes Torhüter-Problem.

Hamm – Nach der 0:9-Heimpleite gegen die Rostock Piranhas hat Schlussmann Marvin Nickel, der seit Wochen die verletzte Nummer 1, Daniel Filimonov (Riss des Syndesmosebandes), vertritt, den Verein um Vertragsauflösung gebeten. Direkt nach der Schlusssirene war es in der Kabine zu einer lauten, verbalen Auseinandersetzung zwischen Nickel und Trainer Jeff Job gekommen.

Beide wollten nicht näher darauf eingehen. „Es hat heftige Differenzen mit dem Trainer gegeben“, räumte Nickel ein. „Ich weiß, dass ich auch Fehler mache, und kann Kritik durchaus vertragen“, erklärte der 30-Jährige. „Ich habe mir zuletzt extra beruflich mehr Freiräume geschaffen, um mehr trainieren zu können. Und überfordert habe ich mich auch nicht gefühlt. Die Verantwortlichen im Verein waren immer fair zu mir. Es ist zwar schade, doch so will ich nicht weitermachen.“

Coach Jeff Job gab sich ebenfalls wortkarg: „Vielleicht war in den vergangenen Wochen einfach alles zu viel für Marvin, eventuell wurde der Druck für ihn zu groß“, meinte der Kanadier. „Wenn er dann um Vertragsauflösung bittet, dann müssen wir das akzeptieren.“

„Psycho“ May als temporärer Ersatz

Noch am Mittwochabend präsentierte Manager Jan Koch eine Zwischenlösung und bestätigte, dass am Donnerstag (20.30 Uhr) im Derby beim Herforder EV Sebastian „Psycho“ May zwischen den Pfosten stehen wird. Der 31-Jährige hatte seine Laufbahn eigentlich aus beruflichen Gründen mit Abschluss der vergangenen Saison beendet. „Sebastian hat noch einen gültigen Spielerpass bei uns. Er hat schon mit der Mannschaft trainiert, er wird auch spielen“, erklärte Koch. „May wird uns allerdings nur temporär in den nächsten zwei, drei Wochen helfen, bis wir eine andere Lösung gefunden haben.“

Auch mit May wird es angesichts des kleinen Kaders schwierig, in Herford ein gutes Ergebnis zu erzielen. „Die Jungs gehen auf dem Zahnfleisch“, betonte Job vor der Rückkehr zu seinem ehemaligen Arbeitgeber. Mit weiteren Rückkehrern aus der Corona-Quarantäne kann der Trainer nicht rechnen. Schon im Hinspiel waren die Hammer beim 2:5 gegen Jobs ehemaligen Verein chancenlos.

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