Handball

ASV-Sieg mit Leidenschaft in Lübbecke

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Die Spieler des ASV feiern ihren Auswärtssieg gegen N-Lübbecke, mit dem sie zur zweitplatzierten Tusem Essen aufschlossen.

Viel Tempo, mehr Kampf und etwas Blut – das Topspiel der 2. Handball-Bundesliga zwischen dem TuS N-Lübbecke und dem ASV Hamm-Westfalen hatte den 1468 Zuschauern in der Lübbecker Merkur Halle viel zu bieten. Dass am Ende nach dem 27:22 (12:11)-Sieg des ASV sogar noch ein Tänzchen der Gäste oben drauf kam, schmeckte de Hausherren allerdings gar nicht.

Lübbecke - Die Partie lockte einige Ex-ASV-Spieler an. So saßen mit Stephan „Apollo“ Just, Joscha Ritterbach und Savvas Savvas gleich drei ehemalige Hammer auf der Tribüne. Und die bekamen ein Spiel zu sehen, zu dem beide Mannschaften nicht nur in Bestbesetzung antraten, sondern eines, das für beide Teams von großer Bedeutung war. Denn während die Gastgeber nach einer Serie von zuletzt 10:2 Punkten in Folge endgültig den Anschluss an die Spitzenplätze schaffen wollten, war es dem ASV vor allem wichtig, zu beweisen, dass er auswärts auch bei einem großen Team der Liga bestehen kann.

Dreimal war das in dieser Saison nicht gelungen, als das Team in Eisenach, Coburg und Essen jeweils chancenlos geblieben war, Und auch der TuS N-Lübbecke sah es danach aus, als würde sich für die Hammer daran wieder nichts ändern.

Der erste Hammer Angriff war bereits eine sichere Beute für den starken TuS-Keeper Peter Tatai. Danach gelang es Jakob Schwabe zwar, das 1:0 von Marko Bagaric auszugleichen. Doch was dann folgte, war eine Phase von acht Minuten, in denen dem Tabellendritten vorne gar nichts gelingen wollte. Schwabe vergab frei vor dem Tor, zwei Siebenmeter durch Fabian Huesmann und Vyron Papadopoulos wurden zur triumphalen Beute von Tatai – und auf der anderen Seite setzten die Gastgeber gleich drei Tempogegenstöße zum 4:1 sicher ins Netz (6.). Der Start verhieß nichts Gutes für den Liga-Dritten.

So war es in der Folge den Paraden von Felix Storbeck und der starken Hammer Deckung aus dem gebundenen heraus Spiel zu verdanken, dass die Partie nicht schon nach den ersten zehn Minuten entschieden war. Einzig die Tempogegenstöße des TuS bekamen die Gäste nicht in den Griff. Denn gleich fünf der ersten sieben Nettelstedter Treffer resultierten aus erster oder zweiter Welle (7:4).

Nachdem dann aber Jan von Boenigk zunächst aus dem Rückraum traf, drehten die Gäste zum Unmut der fassungslosen Heim-Zuschauer das Ergebnis binnen zwei Minuten durch vier Konter zur eigenen 9:7-Führung. Und spätestens mit diesem 5:0-Lauf war der ASV im Spiel, der einen knappen 12:11-Vorsprung in die Kabine rettete.

Mit Papadopoulos auf Linksaußen und Schwabe als zweitem Kreisläufer versuchte Rothenpieler, mehr Varianten in die eigenen Angriffe zu bekommen, da der Rückraum bisher fast abgemeldet war. Daran, dass es beide Angriffsreihen weiter schwer hatten, änderte sich allerdings wenig.

Dennoch: Der ASV agierte nun mit dem nötigen Selbstbewusstsein, erarbeitete sich den Respekt der Gastgeber – und lag auch nach 39 Minuten noch mit zwei Toren vorn (17:15). Auf der anderen Seite traf nun auch der Ex-ASVer Marian Orlowski.

Je länger die Partie dauerte, desto umkämpfter wurde sie. Die Duelle wurden bissiger. Die Folge: Sechs Minuten lang gelang es keinem Team, einen Treffer zu erzielen. Als dann der überragende Jan von Boenigk zweimal in Folge zum 20:17 traf (48.), sah alles danach aus, als würde dem ASV der erste Auswärtssieg seit dem 15. September gelingen. Damals fuhr das Team die Punkte beim HSV Hamburg ein.

Fünf Minuten vor dem Ende der Partie wurde diese Ahnung in der Halle zur Gewissheit. Hamm führte mit fünf Toren – daran änderte auch eine blutende Kopfverletzung nichts mehr, die sich Abwehrstratege Markus Fuchs bei einem Treffer von Lukasz Gierak zugezogen hatte.

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