SG Handball Hamm II rückt an Oberliga-Spitzengruppe heran

+
Der Klassenerhalt bleibt das oberste Ziel: SG-Trainer Christof Reichenberger.

Hamm - Handball-Oberligist SG Handball Hamm II treibt die personellen Planungen für die kommende Saison voran. Von Ligakonkurrent HSG Menden-Lendringsen wird im Sommer der Halblinke Toni Mrcela zur SG wechseln.

„Damit setzen wir den Trend fort, junge Spieler aus der Region einzubinden, um uns in der Oberliga weiter zu stabilisieren“, sagt Manager Frank Scharschmidt und freut sich, mit Mrcela, der einen Zwei-Jahres-Vertrag erhält, auch einen „guten Abwehrspieler“ verpflichtet zu haben. „Er wollte einen Tapetenwechsel und sich sportlich weiterentwickeln“, sagt Scharschmidt.

Mrcela absolvierte auch ein Probetraining im Zweitliga-Team des ASV Hamm-Westfalen und hinterließ dort ebenfalls einen positiven Eindruck. „Wir holen ihn für die Oberliga“, betont Scharschmidt. „Er kann sich aber für weitere Aufgaben empfehlen“, fügt er hinzu und deutet damit an, dass Mrcela nach seinem Wechsel auch die Möglichkeit geboten werden soll, weiter Übungseinheiten im Team von Trainer Niels Pfannenschmidt zu absolvieren.

Der talentierte Rückraumakteur wechselt zu einem Team, das nach dem jüngsten 28:27-Erfolg gegen die TSG Altenhagen-Heepen noch näher an die Spitze herangerückt ist. Gerade einmal zwei Zähler liegen zwischen der SG und dem Führungsduo Gladbeck und Spenge, 7:1 Punkte holte der Tabellenvierte in den vergangenen vier Begegnungen. „Wir stehen nach Minuspunkten vor Ahlen. Das ist das Wichtigste“, sagt Trainer Christof Reichenberger, der nach der laufenden Saison die sportliche Verantwortung an Tobias Mateina übergibt, grinsend mit Blick auf die Rivalität zwischen den Nachbarn. Die ASG hat eine Partie und einen Pluspunkt mehr auf dem Konto.

Doch auch wenn die Hammer sich an die Spitzenplätze herangepirscht haben – „wir backen weiter kleine Brötchen“, betont Reichenberger. Das Nahziel bleibt die 21-Zähler-Marke, die nur noch vier Punkte entfernt ist und nach Hochrechnung des Trainers jegliche Abstiegsgefahr bannen würde. „Dann hätten wir mal ein ruhigeres Leben. Das wäre ja mal was“, sagt Reichenberger, dessen Team im Vorjahr lange um den Klassenerhalt zittern musste.

Der Aufschwung kommt für Reichenberger allerdings nicht von ungefähr. „Das Rundum-Paket passt“, sagt er. Die Rückraum-Achse funktioniere ebenso wie das Zusammenspiel mit seinem Co-Trainer Jens Schulte-Vögeling. Das junge Team habe einen Entwicklungsschritt gemacht, was sich beispielsweise in der deutlich verbesserten Körpersprache äußere. Und auch Langzeitverletzte aus der „Ersten“ – zunächst Marian Orlowski, zuletzt Fabian Huesmann – fügen sich problemlos ein. All dies wird garniert mit einer Prise Glück. „In diesem Jahr entscheiden wir die engen Spiele für uns“, sagt Reichenberger und betont: „Es macht Spaß. Und ich glaube schon, dass die Jungs Blut geleckt haben. Aber Aufstiegsfavorit sind wir deshalb jetzt nicht. Das sind ganz andere.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare