2. Tischtennis-Bundesliga

Schon 600 Tickets für Uentroper Rekordversuch verkauft

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Eine neue Herausforderung: Vor einer so großen Kulisse wie beim Rekordversuch hat Nadine Sillus in ihren 16 Jahren beim TuS Uentrop noch nicht gespielt.

Seit nunmehr 16 Jahren trägt Nadine Sillus das Trikot des TuS Uentrop. Damit ist die 25-Jährige die dienstälteste Spielerin des Tischtennis-Zweitligisten. Vor einer so großen Kulisse wie beim Rekordversuch am Sonntag gegen die Leutzscher Füchse (14 Uhr) hat sie aber noch nicht gespielt.

Hamm - Zweimal war sie im Nachwuchsbereich Deutsche Meisterin mit den Schülerinnen und Mädchen des Vereins, schaffte mit der „Ersten“ den Sprung in die 2. Liga und feierte auch den Titel in der zweithöchsten deutschen Damen-Klasse. „Ich hab schon ein paar Mal vor mehr als 100 Zuschauern gespielt. Da war die Stimmung schon fantastisch“, betont die Studentin.

Was allerdings am Sonntag ab 14 Uhr in der Westpress Arena auf Sillus und ihre Teamkameradinnen zukommen wird, besitzt ganz andere Dimensionen. Beim Heimspiel des aktuellen Spitzenreiters gegen die Leutzscher Füchse aus Leipzig soll der deutsche Besucher-Rekord im Damentischtennis geknackt werden. 1200 Zuschauer sahen in der Saison 1992/93 das Bundesliga-Spiel der SpVg Steinhagen gegen die TSG Dülmen. 

TuS-Trainer Alexander Daun, der in den vergangenen Wochen ganz Hamm mit seiner Idee infizierte, bei allen heimischen Vereinen kräftig die Werbetrommel rührte, ist zuversichtlich, dass es am Sonntag mindestens 1201 werden. „Die Unterstützung in Hamm ist überwältigend. Wir haben schon über 600 Karten im Vorverkauf abgesetzt. Es sieht sehr gut aus“, blickt Daun der Herausforderung optimistisch entgegen. 

Tabellenführung steht beim Rekordversuch auf dem Spiel

Auch Sillus fiebert mit ihrer Mannschaft dem Auftritt in der Westpress Arena entgegen. Dass die Heimpartie in einer neuen Umgebung stattfindet, spielt für sie keine Rolle. „Wir treten doch laufend in anderen Hallen an. Das sind wir gewohnt. Nur die Kulisse wird diesmal ganz anders aussehen“, freut sich die Studentin auf das Ereignis. „Wir wollen die Chance nutzen und den Leuten eine gute Leistung zeigen. Die Leutzscher Füchse sind zwar eine unberechenbare Mannschaft, doch wollen wir vor eigenem Publikum natürlich gewinnen.“ Schließlich geht es für die Uentroper Damen darum, die Tabellenführung zu verteidigen und dabei zudem Werbung für ihren Sport zu betreiben.

Gemeinsam mit ihrem Trainer waren die Zweitligaspielerinnen des TuS im Vorfeld auch unterwegs, um bei den anderen heimischen Vereinen für den Rekordversuch zu werben. „Wir sind überall sehr freundlich empfangen worden. Die Resonanz war sehr positiv“, bestätigt Sillus.

Ungewohnte Atmosphäre für Nadine Sillus kein Hemmschuh

Sportlich gesehen könnte die ungewohnte Atmosphäre am Sonntag auch eine Belastung für die Mannschaft werden. „Da reagiert jede Spielerin anders“, meint Trainer Daun, der am Samstag beim Abschlusstraining in der Westpress Arena auch noch das eine oder andere individuelle Gespräch mit seinen Schützlingen führen wird.

Sillus sieht der ganzen Geschichte gelassen entgegen. „Die Vorfreude ist erst einmal riesengroß. Und die Kulisse kann durchaus beflügeln, gleichzeitig aber auch den Druck erhöhen“, meint die einzige echte Hammerin des TuS-Teams. Sie selbst sieht das nicht als Hemmschuh an: „Wenn ich erst einmal an der Platte stehe, dann ist mir eigentlich egal, wie viele Leute da sitzen. Ich will immer gewinnen. Und die Stimmung wird sicherlich sehr gut sein.“ Vermutlich noch besser, wenn am Ende der Rekord geknackt wird.

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