Als Ersatz für Olav Kosolosky

Nachwuchs-Talent Pekka Pelz verstärkt den TTC Grünweiß

Soll bei GW Olav Kosolosky ersetzen: Pekka Pelz ist beim Zweitligisten für das untere Paarkreuz eingeplant.
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Soll bei GW Olav Kosolosky ersetzen: Pekka Pelz ist beim Zweitligisten für das untere Paarkreuz eingeplant.

Den anvisierten Aufstieg in der gerade annullierten Saison haben Spieler und Verantwortliche des TTC GW Bad Hamm schweren Herzens abgehakt.

Hamm – Auf die Planungen für die kommende Spielzeit des Tischtennis-Zweitligisten hat das aber nur wenig Einfluss. „Wir wären sowohl in der 1. als auch in der 2. Bundesliga mit dem gleichen Stamm angetreten“, sagt der GW-Vorsitzende Martin Vatheuer. „An unserer Kaderplanung hätte sich daher nicht viel geändert.“

Offensiv agierender Rechtshänder

Zu der gehörte die Verpflichtung von Pekka Pelz. Der offensiv agierende Rechtshänder soll den Platz des scheidenden Olav Kosolosky im Kader der Grünweißen einnehmen. „Auf Pekka aufmerksam geworden sind wir durch Wim van Breenen, der ja unseren Trainer Henk van Spanje beim coachen der Mannschaft unterstützt“, sagt Vatheuer. „Pekka hat zuletzt in den Niederlanden gespielt. Und dadurch, dass Wim im holländischen Tischtennis sehr aktiv ist, ist er Wim aufgefallen, der ihn schon in der vergangenen Saison gesehen und gesagt hat, dass das einer für uns sein könnte.“

In der Folge beobachtete der GW-Vorsitzende die Entwicklung es deutschen Nachwuchsmanns intensiver, studierte Videos, verglich seine Ergebnisse und kam zu dem Entschluss, dass Pelz gut ins Team passen könnte. „Wir haben dann miteinander gesprochen und die Zusammenarbeit für die kommende Saison miteinander vereinbart.“

Neuzugang hat den Aufstieg als Ziel

Denn auch für Pelz war schnell klar, dass GW genau die richtige Station für ihn sein kann. „Jetzt, wo man in der 2. Bundesliga bleibt, ist der Aufstieg das definierte Ziel“, zeigte sich der Nachwuchsmann nur kurz enttäuscht davon, dass er mit dem Team nicht schon in der kommenden Serie in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) antreten kann. „Ich denke, dass wir definitiv die Qualität im Kader haben, um diesen Traum von der TTBL dann zu verwirklichen.“

Pelz ist 21 Jahre alt und in der Schweiz aufgewachsen, weil sein Vater Pedro, selbst langjähriger Bundesligaakteur, dort für den schweizerischen Tischtennis-Verband in der Nachwuchsausbildung tätig war. „Das hat es auch etwas schwieriger gemacht, sein Leistungsniveau einzuschätzen“, sagt Vatheuer, dem der TTR-Wert, der die Spielstärke jedes Akteurs im Tischtennis relativ verlässlich wiedergibt, in diesem Fall nicht wirklich geholfen hat. „Der ist bei Pekka nicht so hoch wie man erwartet. Das hängt aber damit zusammen, dass er in Deutschland nicht so viele Ergebnisse hat, da er hier nicht alle Ranglisten gespielt hat, weil er vorwiegend in der Schweiz aktiv war.“ Einer der wenigen, heute allerdings kaum noch aussagekräftigen, Richtwerte seiner Jugendzeit: Bei der deutschen Jugendmeisterschaft 2017 verlor er im Viertelfinale gegen den späteren Deutschen Meister und seinen künftigen Teamkollegen, Gerrit Engemann, mit 0:4.

Stationen in der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden

Dass Pelz einmal beim Tischtennis landen würde, war schon genetisch vorgezeichnet. Mit sechs Jahren begann er wie seine beiden Geschwister beim schweizer Klub TTC Neuhausen Tischtennis zu spielen. Mit elf Jahren wechselte er nach Deutschland, zunächst in die Bezirksliga. Seit zwei Jahren ist er wieder im Ausland aktiv. In der Saison 2019/20 in der Schweiz bei seinem Heimatverein in der höchsten Schweizer Liga (Bilanz: 17:11), in Frankreich bei St. Egreve in der National 1 (Bilanz: 9:3) und in der zweiten holländischen Liga (Bilanz: 12:0). Auch in der Saison 2020/21 agierte er parallel in der Schweiz beim TTC Wil (Bilanz bis jetzt: 4:1) und in der höchsten holländischen Liga (Bilanz bis jetzt: 8:1). Im Gegensatz zum deutschen Spielbetrieb sind solche Mehrfach-Spielberechtigungen im Ausland zulässig.

Zurzeit ist Pelz dabei, sein Abitur zu bauen, trainiert aber parallel auch im zweiten Jahr mit dem Erstligakader des TTC Saarbrücken. Dort will er nach dem Abi ab Juni sein Engagement auf zwei tägliche Einheiten ausweiten, um sich so weiter zu verbessern und möglichst bald den Sprung in die TTBL zu schaffen und seinen bisher größten Erfolgen, dem Gewinn der deutschen Team-Meisterschaft mit der U15 und Platz eins bei der baden-württembergischen Meisterschaft der U18 weitere folgen zu lassen.

Kosolosky wechselt zum 1. FC Saarbrücken

Dass Pelz bei den Grünweißen genauso gut wie der scheidende Belgier Kosolosky einschlagen kann, steht für Vatheuer fest – nicht zuletzt, weil der Rechtshänder zuletzt bei der Challenge-Serie des TTC Ochsenhausen mit dem Argentinier Francisco Sanchi einen der stärksten Spieler des unteren Zweitliga-Paarkreuzes der Saison 2018/19 bezwungen hat. „Natürlich hat er in der Serie unterschiedliche Ergebnisse gehabt“, sagt Vatheuer. „Aber ich bin mir sicher, dass er das Potenzial hat, um bei uns am unteren Paarkreuz eine sehr gute Bilanz spielen und uns weiterhelfen zu können.“

Auch die Zukunft von Kosolosky hat sich mittlerweile geklärt. Der Belgier wird zum 1. FC Saarbrücken wechseln und dort in der 2. Liga am oberen Paarkreuz aufgestellt – mit der Option, gelegentlich im Erstligateam eingesetzt zu werden.

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