Tischtennis

Das ist neu in der 2. Tischtennis-Bundesliga der Frauen

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Fokussiert auf die neue Saison in der 2. Bundesliga: Alexander Daun.

Hamm - Die Fahrt zur Tischtennis-Bundesliga-Tagung nach Frankfurt läutet für Alexander Daun alljährlich die Vorbereitungsphase auf die neue Saison ein. Dort werden die Spielpläne ausgegeben, letzte Terminänderungen besprochen, und die Vertreter der Vereine geben ihre endgültigen Aufstellungen bekannt.

Eine aufschlussreiche Sitzung für den Trainer des TuS Uentrop also, der sich zudem ein wenig überrascht davon zeigte, wie die Konkurrenz in der 2. Bundesliga der Frauen zur neuen Saison noch einmal aufgerüstet hat. „Das wird wieder mal eine stärkere Liga“, macht sich Daun auf eine Saison mit spannenden Begegnungen gefasst. „Es ist beeindruckend, wie die Vereine versuchen, alles zusammenzukratzen, um konkurrenzfähiger zu sein. Da war die eine oder andere Überraschung dabei.“

 Im Ergebnis, so schätzt der Uentroper Coach, dürfte den Vereinen eine Saison bevorstehen, in der es sehr eng zugehen wird. „Dass der Tabellenletzte auch einmal gegen Mannschaften aus dem oberen Drittel gewinnt, kann noch viel häufiger passieren als bisher“, ist er sich sicher. „Darüber, welches Saisonziel wir uns in diesem Feld stecken können, habe ich mir daher auch noch gar keine Gedanken gemacht.“

 „Die Aufsteiger sind kein Kanonenfutter“ Fest steht, dass die 2. Liga Mitte September mit leichten Veränderungen den Spielbetrieb aufnehmen wird. Der TSV Langstadt wurde als Meister in die 1. Bundesliga verabschiedet, die DJK Offenburg musste als Tabellenletzter nach vier Jahren Zweitligazugehörigkeit den Weg in die Drittklassigkeit antreten. Da die 1. Liga aufgestockt wurde, werden nur zwei Aufsteiger das Unterhaus ergänzen. Das sind die Meister der 3. Liga Nord, TTC GW Staffel 1953, und Süd, NSU Neckarsulm. Zwei Teams, die „mit Sicherheit kein Kanonenfutter sein werden“, legt sich Daun fest. „Das sind spielstarke Mannschaften. Vor allen Dingen der TTC Staffel. Die haben an Position eins mit Wenling Tan-Monfardini eine langjährige Erstligaspielerin, die auch international für Italien sehr gut unterwegs war. Und mit ihrer Tochter Gaia Monfardini, die mit ihren 16 Jahren sehr talentiert ist, bildet sie ein starkes oberes Paarkreuz. Am Ende muss es sich zeigen, wie spielstark das Team nach unten hin ist.“ 

Auch der MTV Tostedt, in der vergangenen Saison auf Platz acht gelandet, hat mächtig aufgerüstet. Mit der Vize-Europameisterin im Einzel von 2011 und zweifachen Mannschafts-Europameisterin (2014/2015) Irene Ivancan, die erst vor einem Jahr ihre Nationalmannschaftskarriere beendete, kommt eine spielstarke Nummer eins dazu. Außerdem verpflichtete der MTV die langjährige Erstligaspielerin Yvonne Kaiser für die schwangere Laura Matzke, die erst im Lauf der Saison wieder eingreifen kann. „Das ist ein richtiges Pfund“, zeigt Daun Respekt vor der Spielstärke der Tostedter. 

Insgesamt geht der Trend deutlich in Richtung Absicherung. Alle Mannschaften der Liga starten mit fünf oder sechs Spielerinnen in die Saison. Uentrop hat sich bekanntlich mit der 20-jährigen Estin Airi Avameri verstärkt, die am oberen Paarkreuz zum Einsatz kommen wird. „Das ist die erste Änderung nach zuletzt drei Jahren in gleicher Besetzung“, sagt Daun. „Aber wir haben in der vergangenen Saison immer wieder personelle Probleme gehabt. Daher war es an der Zeit, zu sagen, wir brauchen eine sechste Spielerin – und Airi passt sehr gut ins Klima. Sie wird uns nach vorne bringen.“

 Logistisch kommt wieder einiges auf die Uentroperinnen zu, müssen sie doch, um ihre Auswärtsspiele zu bestreiten, vom hohen Norden bis tief in den Süden das ganze Land bereisen. „Fest steht: Wir müssen gut arbeiten nach der etwas schwächeren Rückrunde, die auch den Umständen mit dem zwischenzeitlichen Rückzug der Mannschaft geschuldet war. Aber jetzt mit etwas Abstand sind alle froh und dankbar, die Augen auf die Vorbereitung richten zu können.“

 Deren Schwerpunkt wird auf dem gemeinsamen Trainingslager vom 24. bis 26. August in der Uentroper Grundschulturnhalle liegen, ehe die Saison mit einem Heimspiel gegen den TTC Weinheim (9. September/14 Uhr) beginnt. Anschließend muss die Mannschaft gleich zu einem Doppelspieltag reisen – am Samstag, 16. September, nach Leipzig, und einen Tag später zum Aufsteiger nach Neckarsulm. 

Bis dahin gilt es, „das Training dosiert wieder aufzunehmen“, so der TuS-Coach. „Wer uns kennt, weiß, dass wir da akribisch arbeiten, auch im Fitnessbereich. Bei uns ist es zwar so, dass wir verstreut wohnen, aber es findet ein stetiger Austausch statt.“

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