Nach Pleite im Spitzenspiel

Daun: "Der Weg für uns in die 1. Bundesliga ist weiter geworden"

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Weiterhin zuversichtlich: Trainer Alex Daun.

Das Spitzenspiel hatten die Tischtennis-Damen des TuS Uentrop verloren. Dennoch will Trainer Alex Daun das Ziel nicht aus den Augen verlieren: Den Aufstieg in die 1. Liga.

Hamm – Die Enttäuschung schwang auch einen Tag später noch in der Stimme von Alex Daun mit. Seine Mannschaft, die Tischtennis-Damen des TuS Uentrop, hatte am Sonntag das Spitzenspiel der 2. Bundesliga beim TTC Weinheim trotz einer starken Leistung knapp mit 4:6 verloren – und hat damit im Rennen um den Aufstieg in die 1. Liga einen herben Rückschlag erlitten. 

„Wir haben jetzt zwei Punkte Rückstand und das wesentlich schlechtere Spielverhältnis. Der Weg für uns in die 1. Bundesliga ist weiter geworden. Aber das wirft uns nicht aus der Bahn“, gab der ehrgeizige Trainer zu, der trotz der nun etwas schlechteren Ausgangslage das Rennen um die Meisterschaft aber noch lange nicht aufgegeben hat. 

Daun hofft auf Ausrutscher des Tabellenführers

Mit fünf von 16 absolvierten Partien haben die Uentroperinnen nun fast ein Drittel der Saison hinter sich gebracht. Und eigentlich sieht es auch gut aus für den TuS, der mit 8:2 Punkten den zweiten Tabellenplatz belegt und dem Spitzenreiter aus Weinheim dicht im Nacken sitzt. Und dass die Schützlinge von Daun nicht schlechter sind als die Spielerinnen des letztjährigen Meisters, hatten sie am Sonntag bewiesen. 

„Der TTC hatte sich vor dieser Saison noch einmal verstärkt. Wir wussten daher, dass es megaschwer wird. Aber wir haben tolle Arbeit geleistet und bis zum Umfallen gekämpft. Nur leider sind wir nicht mit dem 5:5 belohnt worden“, ärgerte sich der Coach, der nun darauf hoffen muss, dass der Tabellenführer im Laufe der Spielzeit irgendwo Punkte liegen lässt und, dass sich sein Team gleichzeitig keinen Ausrutscher erlaubt.

Daun: "Wir wollen hoch in die erste Liga" 

Allerdings wartet auf den TuS am 27. Oktober bereits die nächste große Herausforderung. Dann gastiert der bislang noch verlustpunktfreie ESV Weil in der Uentroper Grundschule und wird alles daran setzen, im Aufstiegsrennen ebenfalls ein Wörtchen mitzusprechen. „Das sind drei Krachermannschaften derzeit oben an der Spitze. Leider haben wir aktuell die schlechteren Karten. Aber die Welt geht dadurch nicht unter, wir glauben weiter an uns. Zumal es uns ja auch auch schon vor der Saison klar war, dass wir da nicht einfach so durchgehen wie ein heißes Messer durch Butter. Jedes Spiel ist hart umkämpft“, meint Daun, der unbeirrt am großen Ziel festhält: „Wenn wir es sportlich und wirtschaftlich hinbekommen, dann wollen wir auch hoch in die erste Liga.“ 

Allerdings muss der TuS dann unbedingt den ersten Platz belegen. Rang zwei wird dann nicht mehr reichen. Denn der Deutsche Tischtennis Bund (DTTB) hatte vor dieser Spielzeit beschlossen, dass ab der Saison 2020/21 nicht mehr – so wie derzeit – neun Teams in der höchsten Spielklasse an die Platten treten, sondern nur noch acht. „Das macht es nicht einfacher für uns. Aber wir geben weiter Gas“, meinte der Coach. 

Daun arbeitet hinter den Kulissen an den passenden Rahmenbedingungen

Und sollte der Aufstieg in dieser Saison nicht gelingen, dann wollen die Uentroper dieses Vorhaben eben ein Jahr später in die Tat umsetzen. „Wir geben dem Ziel dann eben eine Saison mehr Zeit. Denn wir haben einfach Bock auf die erste Liga und sind heiß darauf“, stellte Daun klar, der aber nicht nur als Trainer für die Mannschaft verantwortlich ist, sondern als 1. Vorsitzender des Fördervereins auch hinter den Kulissen daran arbeitet, die Rahmenbedingungen für den professionellen Tischtennissport im Hammer Osten weiter zu verbessern. 

So sollen die Uentroperinnen mit Beginn der neuen Saison – unabhängig davon, ob sie dann in der ersten oder weiter in der 2. Liga antreten werden – in einer neuen Halle ihre Partien bestreiten. „Wir wollen eine andere Spielstätte. Wir haben da einige Ideen und Möglichkeiten, die wir gerade prüfen“, erklärte Daun, der die Sporthalle der Uentroper Grundschule als zu klein ansieht. „Wir brauchen mehr Platz für die Zuschauer und für das Catering. Wir wollen den Sport besser vermarkten“, so Daun.

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