Riesige Freude bei Uentrops Tischtennis-Damen

UENTROP - Die Freude war nach dem 6:3-Sieg riesig - vor einer Rekordkulisse lagen sich die Tischtennis-Damen des TuS Uentrop in den Armen. Der Verbleib in der 2. Bundesliga scheint gesichert zu sein.

Als der letzte Ball gespielt war, entlud sich bei den Tischtennis-Spielerinnen des TuS Uentrop die gesamte Anspannung. Sie lagen sich nach dem 6:3-Sieg gegen die NSU Neckarsulm jubelnd in den Armen.

Klassenerhalt sehr wahrscheinlich

Ganz weit weg war in diesem Moment die von Verletzungen zerstörte Hinrunde, vergessen auch die strapaziöse Reise am Vortag inklusive 4:6-Niederlage beim fränkischen TTC Wendelstein. Am Sonntagabend waren sie einfach nur glücklich. Denn der TuS Uentrop wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen.

Theoretisch kann der TuS zwar noch von Neckarsulm überflügelt werden. Doch dafür bräuchte der Tabellenletzte nicht weniger als ein Wunder. Er muss ohne seine verletzte Nummer zwei Martina Smistikova in nur zwei Spielen (gegen Anröchte und Kleve) drei Zähler Rückstand auf die Uentroperinnen aufholen, die noch viermal Gelegenheit haben zu punkten.

Bereits nach dem nächsten vollen Spieltag Ende März wird der Klassenerhalt des TuS auch in der Theorie nicht mehr zu erschüttern sein. Vom Gegenteil geht niemand aus. „Man soll ja vorsichtig sein. Aber ich denke, dass wir durch sind. Der Sieg war eine große Erleichterung, wenn man so lange unten rumgekrebst ist“, sagte Uentrops Nummer eins Alexandra Scheld.

Wer gesehen hat, wie ausgelassen die Spielerinnen den Erfolg über Neckarsulm feierten, wird keinen Zweifel daran haben, dass diese Mannschaft auch gegen Offenburg, Tostedt und Kleve nachlegen will und wird. „Wenn alle fit bleiben, dann glaube ich nicht, dass wir bei sieben Pluspunkten stehen bleiben“, meinte Scheld. Sie war mit einigen Stunden Abstand noch immer ganz ergriffen von dem, was sie am Vorabend in der brechend vollen Uentroper Halle erlebt hatte.

Tollste Kulisse seit Jahren

„Es war ja alles nicht so einfach. Wir sind erst in der Nacht aus Wendelstein zurückgekommen und mit den Gedanken ins Bett gegangen, schon wieder knapp verloren zu haben. Vor der Partie gegen Neckarsulm waren wir nervös. Da haben uns die Zuschauer geholfen. Das war die tollste Kulisse, vor der ich in Uentrop je gespielt habe“, sagte die 33-Jährige – und das tut sie schon lang; sie absolviert gerade ihre achte Saison im TuS-Trikot.

Auch Willi Lehmköster schwärmte von der Atmosphäre. „Die Halle steht seit 1966. Ich weiß nicht, ob es schon mal eine so grandiose Stimmung gab. Wenn ja, dann ganz, ganz selten. Dieses Spiel, diese Unterstützung werde ich so schnell nicht vergessen“, sagte das Uentroper Urgestein, das nun für eine weitere Spielzeit im Bundesliga-Unterhaus planen kann.

Es ist nicht zu erwarten, dass das Team inklusive Trainer Alexander Daun komplett ausgetauscht wird. „Wir sind in Gesprächen. Es sieht gut aus“, sagte Lehmköster. Fast wortgleich äußerte sich Scheld auf die Frage, ob sie im Herbst in ihre neunte Saison in Uentrop geht. - sst

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