TuS Uentrop feiert Zweitliga-Meisterschaft

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Meister in der 2. Tischtennis-Bundesliga: Die Frauen des TuS Uentrop.

Anröchte - „Das war ein mega spannendes Spiel, bei dem uns Anröchte alles abverlangt hat“, sagte ein völlig erschöpfter Alexander Daun, Trainer der Zweitliga-Tischtennis-Frauen des TuS Uentrop, nach dem vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft. Mit 6:4 hatte sich sein Team beim Tabellenzweiten TTK Anröchte durchgesetzt und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte errungen.

„Ich bin immer noch total aus dem Häuschen“, erklärte der Meistercoach. Kein Wunder, denn die Entscheidung fiel erst in den letzten beiden Einzeln des Tages. Zuvor war eigentlich alles so gelaufen, wie es Daun erwartet hatte. Alexandra Scheld/Pengpeng Guo gewannen zum Auftakt ihr Doppel gegen Marta Golota/Rianne van Duin mit 3:1-Sätzen. Dass Elena Shapovalova zusammen mit Nadine Sillus in eine 1:3-Niederlage einwilligen musste, war für den Trainer kein Beinbruch. Schließlich hatten sie es am Nebentisch mit den beiden routinierten Abwehrspezialistinnen Elena Timina und Wen Wen Li zu tun.

Auch die beiden Einzel im oberen Paarkreuz teilten sich die Kontrahenten. Scheld bezwang die ehemalige niederländische Nationalspielerin Timina in vier Sätzen, während Guo sich der Nummer eins Golota mit dem gleichen Ergebnis geschlagen geben musste. „Bis dahin lief alles nach Maß“, räumte Daun ein. Das sollte in den nächsten vier Begegnungen auch so bleiben. Scheld setzte sich gegen Golota ebenfalls durch und behielt als einzige Akteurin im TuS-Dress eine weiße Weste. Shapovalova wies van Duin ohne Probleme in ihre Schranken und steuerte damit den vierten Zähler bei.

Dass es vor den beiden abschließenden Spielen 4:4-Unentschieden stand, war der Tatsache geschuldet, dass Guo und Sillus glatt gegen Timina und Li verloren. „Gegen die Abwehrspezialistinnen sind beide auf keinen grünen Zweig gekommen “, brachte es der TuS-Coach auf den Punkt. „Aber das war kein Beinbruch. Wir sind in der gesamten Spielzeit als Mannschaft aufgetreten, und das hat auch heute wieder den Ausschlag gegeben.“

In einem packenden Finale war es Sillus und Shapovalova vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen. Dabei stellten die beide TuS-Akteurinnen die Nerven von Mannschaftskolleginnen, Trainer und den 45 mitgereisten Fans auf eine Zerreißprobe. Sillus lag bereits mit zwei Sätzen im Hintertreffen und bekam keinen Zugriff auf die Partie gegen van Duin. „Da haben wir eine andere Taktik besprochen, die hat Nadine perfekt umgesetzt“, verriet der TuS-Coach. „Sie sollte nur noch mit Seitenschnitt aufschlagen und die Rückschläge kurz bis halblang auf den Ellbogen der Gegnerin spielen. Dadurch hat Nadine das Angriffsspiel unterbunden und selbst die Initiative übernommen.“

Eine Maßnahme, die sich auszahlte, denn Sillus bog das Spiel noch um. Und auch Shapovalova machte einen Zwei-Satz-Rückstand wett. Um 17.45 Uhr verwandelte sie ihren dritten Matchball und machte damit die Meisterschaft perfekt.

Während die Uentroperinnen den Erfolg feierten, stand Daun noch ganz unter dem Eindruck des Spiels. „Das muss ich erst sacken lassen“, sagte der Meistermacher.

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