Hilse sichert Hölzken Punkt in letzter Minute

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Timo Hilse und der TuS Germania Lohauserholz trotzten Spitzenreiter Beckum ein 2:2 ab.

Beckum - Der Jubel kannte keine Grenzen mehr. Es lief die letzte Minute der regulären Spielzeit, als Timo Hilse einen verlängerten Kopfball von Lukas Hulboj über die Linie drückte und seinem TuS Germania Lohauserholz bei der SpVg Beckum, ihres Zeichens ungeschlagener Spitzenreiter der Fußball-Bezirksliga, mit dem 2:2 (0:1) einen Punkt sicherte – und das nach einem 0:2-Rückstand.

„Da kann ich nur sagen: Chapeau!“, freute sich Trainer Michael Scheffler. „Ein Riesenlob an die Jungs. Wir mussten auf acht Mann verzichten und haben das trotzdem noch gedreht. Das spricht für die Moral und die Einsatzbereitschaft der Mannschaft.“ Damit hat der TuS nun seit einem Jahr auswärts nicht mehr verloren.

Als war die Ausfallliste nicht ohnehin lang genug gewesen, verletzte sich Irfan Uzungelis im Abschlusstraining am Sprunggelenk. Wie lange der Mittelfeldspieler fehlen wird, ist ungewiss. Trotz allem präsentierten sich die Hölzkener beim Liga-Primus mehr als ordentlich und glänzten vor allem durch eine mehr als souveräne Leistung in der Defensive. „Wenn du auswärts spielst und dann auch noch bei so einem starken Gegner, müssen wir ja nicht das Risiko eingehen, ins offene Messer zu laufen“, erläuterte Scheffler. Somit war die SpVg optisch zwar das überlegene Team, doch auch die Gäste hatten ihre Chancen in der Offensive. Die größte vergab Klodian Kola, als er die Kugel nur knapp am Tor vorbeischoss (32.).

Kurz vor der Pause hatte Lohauserholz hinten den ersten größeren Defensiv-Aussetzer auf den Flügeln, der prompt bestraft wurde: Nach einer Flanke von der rechten Seite sorgte Richard Beil für das 0:1 (40.). Kurz nach der Pause war es Jonas Brockhinke, der nach einer schlecht verteidigten Ecke zum 0:2 einnickte (53.). Dass es zunächst bei diesem Zwischenstand geblieben war, hatte der TuS seinem Keeper Marcel Klemmer zu verdanken, der dreimal „überragend reagiert“ hatte, lobte Scheffler. Als sich die Gäste wieder berappelt hatte, leitete Kevin Hillebrand die Wende ein: Nachdem er zunächst freistehend gescheitert war (78.), erzielte er nur zwei Minuten später den Anschlusstreffer, indem er sich gegen drei Gegenspieler durchsetzte. Hilse belohnte schließlich die Aufholjagd der Hölzkener, die am Ende das Risiko erhöhten.

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