Schwere Gewitter rund um die Arena:

Test der HSV gegen Hordel nach 22 Minuten abgebrochen

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Es braute sich etwas zusammen über der Arena, als Schiedsrichter Milde die Partie nach 21 Minuten zunächst unter-, dann abbrach.

Nicht einmal 22 Minuten hatte Steven Degelmann gestern Abend Zeit, um seine Elf – nach dem Sieg im Pokal-Halbfinale der Hammer SpVg am Mittwoch gegen Rhynern auf neun Positionen verändert – im Test gegen den ambitionierten Bochumer Westfalenligisten DJK TuS Hordel zu begutachten.

Hamm – Dann brach Schiedsrichter Thorsten Milde das Spiel des Fußball-Oberligisten wegen der schweren Gewitter ab, die sich rund um die Arena gebildet hatten. Degelmann hätte sein Team natürlich gerne über die 90 Minuten gesehen. „Es ist total schade, denn es war für uns in der Arbeit step by step ein Spiel von besonderem Wert, denn es wäre wichtig gewesen, um nach den Highlight-Spielen gegen Münster und Rhynern nun gegen einen starken Westfalenligisten zu sehen, wie der Charakter ist“, meinte Degelmann.

 Aber auch so sei er positiv gestimmt, denn: „Wir hatten die Spielkontrolle und man hat gesehen, dass wir in der Breite des Kaders einen weiteren Schritt nach vorne gemacht haben.“ Degelmann hatte nach dem 5:4-Krimi nach Elfmeterschießen gegen den SV Westfalia Rhynern kräftig durchgewechselt: Einzig Halil Can Dogan und Philipp Grodowski standen aus der Startelf vom Mittwoch auch gestern beim Anpfiff auf dem Rasen. 

Die HSV war schon in der Anfangsphase dominant, doch ihr fehlte noch der kontrollierte Ballvortrag. Die erste halbwegs gefährliche Annäherung gab es in der 16. Minute, als Ilkay Nagis vom rechten Strafraumeck mit links abzog, die Kugel aber gut einen Meter über das Tor flog. In der 20. Minute gab‘s schließlich das erste Mal Applaus von den Rängen, weil der stark aufspielende Anil Saraman nach einem kleinen Solo den Blick für den im Strafraum freistehenden Vincent Ocansey hatte, doch dieser schoss den Ball nach einem passgenauen Zuspiel aus halbrechter Position am langen Pfosten vorbei ins Aus. 

Sekunden später unterbrach Milde, der am Mittwoch auch das Pokal-Halbfinale geleitet hatte, die Partie wegen des Gewitters, das sich rund um die Arena aufgebaut hatte, zumindest schon einmal für 15 Minuten. Da sich die Wetterlage zunehmend verschärfte, kam schließlich aus den Kabinen das Signal, dass die Partie abgebrochen wird. „Es war letztlich die richtige Entscheidung, auch wenn er sie für mich sehr früh getroffen hat“, meinte der HSV-Trainer. Die Wetter-App, die der Unparteiische zu Rate zog, sagte keine Besserung vor 21 Uhr voraus. 

Degelmann wird seine Mannen erst am kommenden Mittwoch, 19. August, ab 19 Uhr im Gastspiel bei der SpVg Beckum wieder unter Wettkampfbedingungen testen. Das darauf folgende Wochenende wird zu einem echten Härtetest. Am Samstag, 22. August, steht das Pokalfinale gegen Eintracht Werne oder IG Bönen an, am Tag darauf ein Blitzturnier mit zwei Spielen beim Landesligisten TuS Wiescherhöfen. „Das wird eine gute Belastung für das Wochenende, da kann ich noch einmal den kompletten Kader sehen und testen“, sagte Degelmann und ergänzte: „Der Pokal hat dabei eindeutig Priorität. Wir wollen da veredeln, was wir uns erarbeitet haben.“

 HSV: Kiranyaz – Nagis, Oxe, Grodowski, Kapinga – Janetzki, El Gouari – Saraman, Dogan, Abdallah – Ocansey

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