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Team-Manager Max Schulte genießt die Zeit beim Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern

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Von: Patrick Droste

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Seit zwei Jahren Team-Manager in Rhynern: Max Schulte.
Seit zwei Jahren Team-Manager in Rhynern: Max Schulte. © Reiner Mroß / Digitalfoto

Er ist seit fast zwei Jahren im Amt. Doch so richtig angekommen im Fußball-Alltag ist Max Schulte, Team-Manager des Fußball-Oberligisten SV Westfalia Rhynern, in seinem neuen Job am Papenloh erst jetzt.

Hamm – Max Schulte, 29 Jahre alt und im Außendienst in der Bauindustrie tätig, hat von kleinauf Fußball gespielt. Im Hammer Westen geboren, jagte er als Kind und Jugendlicher zwölf Jahre lang für den SV Herringen, für Fortuna und später den SVF hinter dem Ball her. Es schlossen sich Stationen bei Westfalia Wickede, Eintracht Werne und TuS Germania Lohauserholz an, ehe er nach einem Kreuzbandriss und zwei Meniskusrissen 2017 seine aktive Karriere beendete. „Ich war und bin absolut fußball-begeistert“, sagt er und freut sich, dass er seinem Lieblingssport in einer anderen Funktion als früher weiter erhalten bleiben kann. „Andreas Kersting als Sportlicher Leiter in Rhynern und ich als Team-Manager verstehen uns nicht nur klasse, sondern wir ergänzen uns auch super. Da kann ich ihm nicht genug danken. Ich finde es einfach toll, dass ich mich hier in diesen Verein einbringen darf.“

In der Jugend hatte er oft gegen die Rhyneraner mit Tim Neumann und Lennard Kleine gespielt. Und so war es dann auch Neumann, der im Herbst 2019 den Kontakt zu Kersting herstellte, um Schulte mit ins Westfalia-Boot zu holen. „Andi und ich haben auf Anhieb einen Draht zueinander gehabt“, sagt Schulte, der dann als Team-Manager der Oberliga-Mannschaft einstieg, zuerst aber mehr mit Video-Konferenzen beschäftigt war, als selbst am Fußballplatz zugegen zu sein. Denn im Frühjahr 2020 trat Rhynern nur noch zum Auswärtsspiel in Erndtebrück an, ehe die Saison wegen der Corona-Pandemie abgebrochen wurde. Und im Herbst des vergangenen Jahres war bereits nach acht Partien Schluss.

„Natürlich war auch in der fußballlosen Zeit viel zu tun. Man musste mit den alten Spielern ebenso wie mit potenziellen Zugängen sprechen. Und es gab viele Videokonferenzen mit den Oberliga-Vertretern, wie es weitergehen kann“, sagt Schulte. „Aber klar, diesen eigentlichen Rhythmus mit Training in der Woche und den Spielen am Wochenende, wie ich ihn aus meiner aktiven Zeit kenne, haben wir erst jetzt.“

Viel Zeit für den SV Westfalia

Und so ist er nicht nur bei jedem Spiel dabei, sondern versucht auch, bei jedem Training vor Ort zu sein. Hinzu kommen zahlreiche Telefonate, sodass es eine Menge Zeit ist, die er für den SV Westfalia Rhynern opfert. „Meine Frau spielt Handball. Sie ist auch sportbegeistert, sodass wir beide viel Verständnis für den anderen und seine Leidenschaft haben“, erklärt Schulte, der als Team-Manager das Bindeglied zwischen dem Sportlichen Leiter Andreas Kersting, dem Trainerteam um Chefcoach Michael Kaminski und der Mannschaft ist. „Ich bin quasi überall dabei. Ich finde dieses Gesamtpaket einfach spannend“, erklärt er. „Zum einen spielt Rhynern in der fünft-höchsten Liga Deutschlands, was in meinen Augen eine Nummer ist. Und zum anderen ist es weiter ein sehr familiärer Verein.“

Er selbst bringt seine persönliche Note mit ein, gleichzeitig verfügt er über ein Netzwerk zu Sponsoren, zu Freunden und Bekannten aus dem Profibereich sowie in die medizinischen Bereiche und in die Physiotherapie, die der SV Westfalia nutzen kann: „Vieles läuft in Rhynern gut. Aber man muss nicht immer sagen, das lief immer so, das muss so weiter laufen. Manchmal kann man auch dafür sorgen, dass mal etwas anders läuft, dass frischer Wind und neue Ideen reinkommen. So versuche ich zum Beispiel von den Proficlubs, wo meine Bekannten spielen, viel aufzusaugen und in Rhynern einzubringen.“

Und so will er seinen Teil dazu beitragen, dass der Weg der Papenloh-Elf weiter nach oben geht. „In den vergangenen Jahren war Rhynern in der Oberliga immer unter den ersten fünf oder sechs Teams. Da will man natürlich helfen, dass man den nächsten Schritt schafft“, sagt er, wobei es ihm aber auch bewusst ist, wie schwierig dies aktuell ist: „Gerade in dieser Saison ist jedes Spiel schwer, das haben wir ja bei unserer Heimniederlage gegen Münster gesehen. Aber ich will hier mit anpacken, um professionellere Strukturen zu schaffen. Denn ich denke, dass mit dem neuen Stadion in Rhynern demnächst viel möglich ist.“

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