Fußball-Oberliga

Steven Degelmann "brennt" auf das Debüt - und sprach mit Vorgänger Lewejohann

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Steven Degelmann, Trainer der Hammer SpVg.

Seit dem 29. Januar ist Steven Degelmann Trainer der Hammer SpVg. Auf die Pflichtspiel-Premiere mit dem Fußball-Oberligisten musste er aufgrund des Sturmtiefs „Sabine“ sieben Tage länger warten.

Hamm - Am Sonntag (15.15 Uhr) gastiert der Coach mit dem Schlusslicht beim TuS Ennepetal – und ist voller Vorfreude.

„Ich hatte das Gefühl, dass die Mannschaft schon vergangenen Sonntag bereit gewesen ist. Die Jungs trainieren seit Anfang Januar. Sie wollen sich endlich beweisen“, sagt er. 

Dennoch: Der vorherige Wiescherhöfener Trainer ist erst seit gut zwei Wochen bei der HSV. „Da ist jede Einheit wichtig, um noch mehr auf die Schwerpunkte eingehen zu können.“ Die liegen aktuell besonders in der Kommunikation. „Es geht um Absprachen und die gegenseitige Absicherung“, erklärt Degelmann. In den vergangenen Tagen widmete sich der Übungsleiter der Verteidigung gegnerischer Standardsituationen. Das könnte in Ennepetal von entscheidender Bedeutung sein. „Der TuS ist besonders bei Ecken und durch weite Einwürfe gefährlich“, sagt der HSV-Trainer.

Beobachten durfte Degelmann das beim Videostudium. Eine Live-Spionage des Kontrahenten war nicht möglich, da auch das Spiel der Elf aus dem südlichen Ruhrgebiet bei RW Ahlen abgesagt werden musste. Also schaute sich Degelmann die Aufzeichnung des TuS-Testspiels gegen den Landesligisten SC Obersprockhövel an (2:1).

Lüggert unterstützt bei der Spielvorbereitung

Seine Eindrücke: „Eine durchaus spielstarke Mannschaft, die gewillt ist, den Ball nach vorne zu treiben. Mit Dennis Drepper und Abdulah El Youbari haben sie zwei gefährliche Offensivspieler, die schon jeweils sieben Mal getroffen haben. In der Innenverteidigung läuft Maik Bollmann auf, mit dem ich selbst noch bei der HSV zusammengespielt habe. Er schlägt viele Diagonalbälle und macht das wirklich gut.“ Zusätzliche Informationen erhielt Degelmann vom früheren Co-Trainer der HSV, Alexander Lüggert, auf den er sich auch künftig bei der Spielvorbereitung verlassen kann. „Insgesamt ist es schon leichter als in der Landesliga, sich über den Gegner schlau zu machen“, erklärt Degelmann.

Dem Hammer Trainer ist auch nicht verborgen geblieben, dass Ennepetal seit Anfang Oktober keine Partie mehr gewonnen hat. Spielte der TuS zu Saisonbeginn noch an der Spitze mit, ist er mittlerweile mit sechs Erfolgen, sechs Remis und sechs Niederlagen auf Tabellenplatz elf zurückgefallen. „Und trotzdem haben sie noch ein positives Torverhältnis“, sagt Degelmann. „Das zeigt, dass sie offensiv gut aufgestellt sind.“ Nur der Tabellenzweite Meinerzhagen hat bisher mehr Treffer erzielt (39/35).

Telefonat mit Vorgänger Lewejohann

Werte, von denen die HSV mit ihren mickrigen fünf Zählern und 15 erzielten Toren weit entfernt ist. Degelmann der ohne Nils Kisker und Manuel Dieckmann auskommen muss, dafür aber wohl Halil Dogan wieder im Kader begrüßen darf, hat die Situation jedoch angenommen. Er versucht, Aufbruchstimmung zu erzeugen. „Ich brenne auf dieses Spiel“, sagt er. Seine Co-Trainer hätten ihn „toll aufgenommen“, erklärt er, „Stallgeruch hatte ich bei der HSV ja sowieso schon. Es macht mir total Spaß. Die Arbeit mit der Mannschaft funktioniert richtig gut.“

Seine Elf werde in Ennepetal mit einer Viererkette und zwei Sechsern auflaufen. „Dieses System haben gerade die jungen Spieler seit 15 Jahren drin. Mit der Raumaufteilung war ich zuletzt zufrieden. Gerade mir als früheren Defensivspieler war es wichtig, erst einmal die Defensiv zu stabilisieren.“

Stolze 48 Gegentore haben die Hammer in ihren bisherigen 18 Partien unter Ex-Coach René Lewejohann schon kassiert. Zu seinem Vorgänger, der am Donnerstag seinen 36. Geburtstag feierte, hatte Degelmann bereits Kontakt. „Wir haben telefoniert. René hat mir viel Glück gewünscht, nur positiv von der Mannschaft gesprochen. Und er hat mir angeboten, dass ich mich bei Fragen jederzeit melden darf. Das ist klasse von ihm und wirklich nicht selbstverständlich.“

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