HSV II stemmt sich gegen den Landesliga-Abstieg

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Unter Druck: Jonas Brockhinke (links) steht mit der HSV-Reserve im Abstiegskampf mit dem Rücken zur Wand.

Hamm - Vor elf Jahren – die deutsche Nationalmannschaft schickte sich gerade an, unter Teamchef Rudi Völler die EM 2004 in den Sand zu setzen – gab es zum bislang letzten Mal eine Fußball-Landesliga ohne Hammer Beteiligung. Das könnte in der kommenden Saison wieder so sein, denn der Klassenerhalt der Hammer SpVg II hängt am seidenen Faden. Und ob entweder der SV Westfalia Rhynern II oder TuS Germania Lohauserholz die Aufstiegsrunde der Bezirksliga-Zweiten überstehen, steht in den Sternen.

Fünf Punkte muss die von Ferhat Cerci und Sebastian Brzezon trainierte Hammer U 23 in nur zwei Spielen aufholen, um den Sturz in die Bezirksliga zu verhindern. Gleichzeitig muss sie darauf hoffen, dass einer der beiden Konkurrenten – BV Brambauer-Lünen und SV Dorsten-Hardt (jeweils 28 Zähler) – höchstens nur noch einen Punkt gewinnt. „Bislang haben wir nur auf uns geguckt. Das geht jetzt nicht mehr. Wir wissen, dass wir es jetzt nicht mehr selbst in der Hand haben“, sagt Cerci.

Das wäre nicht anders gewesen, wenn seine Mannschaft am Sonntag das direkte Duell in Brambauer gewonnen hätte. Doch zwei Punkte Rückstand sind leichter aufzuholen als fünf. „Ein Sieg wäre ein Riesenschritt zum Klassenerhalt gewesen, aber dafür haben wir im Angriff einfach zu wenig gezeigt. Unsere Offensive war ein Totalausfall“, so Cerci, der einige Zeit brauchte, bis er das torlose Unentschieden verarbeitet hatte. „Die Partie hat mich zwei Tage verfolgt. Aber das ist nach einem so wichtigem Spiel normal“, sagt er.

In Einzelgesprächen mit seinen Akteuren möchte er im Training gegensteuern, denn klar ist: Auch nur ein weiteres Spiel ohne eigenen Treffer kostet die HSV die Landesliga, in die sie 2011 aufstieg. Daran will der 33-Jährige noch nicht denken: „Es sind noch zwei Spiele. Wir kämpfen bis zur letzten Sekunde. Im Relegationsspiel von Hamburg gegen Karlsruhe hat man ja wieder gesehen, wie schnell es gehen kann. So ist Fußball“, sagt Cerci, dessen Mannschaft noch daheim auf Eintracht Ahaus trifft und auswärts beim Schlusslicht SV Gescher antreten muss.

Cerci wird auch in der kommenden Spielzeit gemeinsam mit Sebastian Brzezon die zweite Mannschaft trainieren – unabhängig von der Spielklasse. Das bestätigte der 33-Jährige gestern. Lieber wäre ihm allerdings die Landesliga. Andernfalls würde sich die HSV-Reserve bei SVE Heessen, SVA Bockum-Hövel und Rhynern II einreihen. Sie alle kamen in den vergangenen Jahren als Bezirksliga-Meister und gingen wieder.

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