Lars Müller steigt bei der HSV als Spielertrainer ein

HAMM ▪ Es ist offiziell: Wie der WA schon am Montag berichtete, wird Lars Müller neuer Trainer beim Westfalenligisten Hammer SpVg. Am späten Dienstagnachmittag wurde der Ex-Profi auf einer Pressekonferenz vorgestellt

Ein Fensterputzer verlieh den großflächigen Scheiben des Autohauses Kiffe V&N um kurz vor 17 Uhr den letzten Glanz. Es sollte eben alles gerichtet sein, als Fußball-Westfalenligist Hammer SpVg seinen neuen Trainer präsentierte.

Doch das, was dann kam, war keineswegs eine große Überraschung. Wie der WA bereits berichtet hatte, steigt Lars Müller im Hammer Osten als neuer Coach ein. Der 35-Jährige hat einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieben, wird aber nicht nur als Trainer bei der HSV arbeiten, sondern auch als Spieler. „Ich hatte immer das Ziel vor Augen, nach meiner Karriere als Trainer im Fußballgeschäft zu bleiben. Dass das so nahtlos geklappt hat, freut mich“, sagte der Ex-Profi, der zuletzt beim Regionalligisten RB Leipzig aktiv war und der nach 15 Jahren nun zurück in die Heimat kehrt. Zusammen mit seiner Frau wird er sich in Werne niederlassen: „Das stand für mich immer fest, dass wir in die Region zurückkommen.“

HSV-Fußball-Abteilungsleiter Jens Heusener zeigte sich ebenso zufrieden, dass er den aus Werne stammenden Lars Müller, der in seiner Karriere neunmal für die deutsche U 21-Nationalmannschaft aufgelaufen war und 116 Erst- sowie 202 Zweitliga-Spiele bestritten hat, an die Hammer SpVg binden konnte. „Wir hatten einen ganzen Pool an Bewerbern. Aber das Gesamtpaket passte bei Lars einfach am besten“, berichtete Heusener. „Er passt ideal in unser Konzept. Denn er ist ein erfahrener Profi und hat viele Erfahrungen gesammelt, die er an unsere teilweise jungen Spieler weitergeben kann. Ich glaube, die Jungs werden das aufsaugen.“ Hinzu kam sicherlich, dass Lars Müller in seiner Jugend drei Jahre lang für die HSV gespielt hatte. In seinem zweiten A-Juniorenjahr war er sogar hochgeschrieben worden und trug 1994 seinen Teil dazu bei, dass die Hammer unter der Regie von Manfred Balcerzak den Aufstieg in die Oberliga feierten.

Das soll und will er jetzt auch schaffen. „Auf lange Sicht will der Verein sicherlich noch höher. Aber wir wollen jetzt erst einmal den ersten Schritt machen und uns für die wieder eingeführte Oberliga qualifizieren“, sagte Müller, der sich übrigens mit den Verantwortlichen der Hammer SpVg schnell einig geworden war: „Das ging fix über die Bühne. Und jetzt freue ich mich riesig auf die Herausforderung.“

Allerdings wird auf den 1,74 m großen Ex-Profi eine Menge Arbeit zukommen. Er wird nicht nur als Cheftrainer einsteigen, sondern auch noch das HSV-Trikot übersteifen und auf dem Rasen mächtig Gas geben, damit die Hammer SpVg das in der abgelaufenen Saison klar verpasste Ziel Wiederaufstieg nachholt. „Es gibt sicher viele Vor- und Nachteile. Wir haben das aber gegeneinander abgewogen und sind zu dem Entschluss gekommen, dass es als Spielertrainer funktionieren wird“, erklärte Müller. „Denn ich glaube, es gibt viele Situationen auf dem Platz, wo man früher dran ist und dann schneller reagieren kann.“ Und auch Jens Heusener ist von dieser Variante überzeugt: „Lars hat unbestritten große Qualitäten als Fußballer. Durch ihn haben wir uns jetzt gleich auf zwei Positionen verstärkt.“

Offen ist noch, wer ihm als Co-Trainer zur Seite stehen wird. Karl-Heinz „Mano“ Zielinski gehört weiter zum Gespann an der Linie, daüberhinaus sucht Müller einen weiteren Mann, der ihm helfen wird. Derzeit gibt es zwei Kandidaten, die Entscheidung soll zeitnah fallen. „Wer das wird, das bestimme ich“, meinte der neue HSV-Trainer, der seine Mannschaft am 3. Juli (10 Uhr) zur ersten Trainingseinheit in der Evora Arena versammeln wird. ▪ –pad–

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