Boxen

Stefania Tse freut sich auch über DM-Silber

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Stefania Tse (links) musste sich im Finale knapp der starken Alina Popp geschlagen geben.

Knapp und unglücklich verloren – dennoch hielt sich die Enttäuschung bei Stefania Tse vom Märkischen Boxring Hamm nach ihrer Niederlage im Finalkampf bei der deutschen U22-Box-Meisterschaft in der Ospa-Arena in Rostock gegen die starke Alina Popp in Grenzen.

Hamm - „Mit meiner Leistung bin ich trotzdem zufrieden, da man sagen kann, dass es ein Kampf auf Augenhöhe war“, sagte die junge Hammerin nach ihrer Rückkehr von der Ostseeküste. „Leider konnte ich meine Stärken im Kampf nicht komplett entfalten, meine Gegnerin hat meinen Stil geschickt unterbunden, indem sie sehr viel geklammert und festgehalten hat.“ 

Bereits im Vorjahr hatte Tse das Finale um die Deutsche Meisterschaft gegen die Boxerin aus Bayern verloren. Entsprechend groß war vor dem erneuten Aufeinandertreffen die Motivation bei der MBR-Kämpferin. „Die Vorfreude auf das Duell war sehr riesig, da ich es als Revanche gesehen habe“, betonte sie und hatte daher mit einem klaren Ziel vor Augen den Ring betreten: „Natürlich habe ich mir die Goldmedaille gewünscht.“ 

Nicht unter gleichen Voraussetzungen

Doch Popp war bestens auf ihre Gegnerin eingestellt, so dass die Punktrichter am Ende die Kämpferin aus Bayern zur Siegerin erklärten. Allerdings hatte das Duell nicht unbedingt unter den gleichen Voraussetzungen stattgefunden. 

Während Popp ihren Alltag komplett auf das Boxen ausgelegt und durch zahlreiche Teilnahmen an Turnieren immer wieder die Möglichkeit hat, wichtige Wettkampferfahrungen zu sammeln, arbeitet Tse, studiert und beginnt gerade damit, ihre Bachelor-Arbeit zu schreiben. Daher fiel ihr Fazit („Trotz guter Leistung meinerseits hat es nicht zum Sieg gereicht.“) genauso gut aus wie das ihres Trainers Ralf Gerards, der von einem „großartigen Kampf“ seines Schützlings sprach.

Gespannt auf die sportliche Zukunft

Aber Tse zog nicht nur ein überaus positives Fazit nach dieser Deutschen Meisterschaft, sondern sie war auch mit den Vorstellungen im gesamten Jahr sehr zufrieden. Denn neben dem zweiten Platz bei der DM hatte sie bei der U22-Europameisterschaft in Wladikawkas (Russland) auch noch Rang fünf belegt. „Allgemein kann ich sagen, dass 2019 zu meinem erfolgreichsten sportlichen Jahr gehört“, stellte sie klar und hofft, dass sie auch in der kommenden Saison ähnlich gute Platzierungen einfahren kann: „Es geht weiter, auf die sportliche Zukunft bin ich weiterhin gespannt.“

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