Stefan Hengst tankt Kraft im Sommer von Südafrika

+
Ab nach Südafrika: Stefan Hengst vom Kanu-Ring Hamm.

Hamm - Nur ein paar Tage noch, dann ist T-Shirt-Wetter. Zumindest für Stefen Hengst. Anfang kommender Woche bezieht der Heessener Slalom-Kanute mit dem U 23-Nationalkader ein Trainingslager im südafrikanischen Hochsommer, drei Autostunden südlich von Johannesburg.

Die Gegend rund um das Städtchen Betlehem gilt als reizvoll, doch für die Landschaft interessiert sich Hengst nicht allzu sehr, auch wenn er die wenigen freien Tage nutzen will, um etwas herumzufahren. Für ihn geht es um die optimale Vorbereitung auf eine Saison, in der der 22-Jährige vom Kanu-Ring Hamm durchstarten will.

In Augsburg, wo Hengst seit mehr als einem Jahr lebt und trainiert, sind die Trainingsbedingungen derzeit eher ungemütlich: „Gestern Morgen hatten wir minus 13 Grad, heute minus acht. Am Rand der Strecke ist alles zugefroren, deshalb ist das Einsteigen gar nicht so einfach“, erzählt der Heessener. „Im Training versuche ich, nicht allzu nass zu werden – aber im Grunde ist es egal, ob 13 oder 8 Grad unter Null. Eine Stunde hältst du in der Kälte aus. Wenn du länger fährst, geht das auf die Lunge“, erzählt der Heessener. „Die Hauptsache ist, dass die Dusche danach schön heiß ist.“ In der vergangenen Woche war sie es einmal nicht...

Ob das Duschwasser in Südafrika heiß ist, ist bei Außentemperaturen von bis zu 30 Grad in jeder Hinsicht nebensächlich. Hengst will die Grundlage für eine erfolgreiche letzte Saison in der Klasse U 23 legen. Die kommenden Monate haben es in sich: Im Juli ist Weltmeisterschaft im slowakischen Bratislava und nur wenige Wochen später EM in Hohenlimburg. Zunächst aber muss Hengst Ende April, Anfang Mai die Pflichtaufgabe erledigen, sich in Markkleeberg und Augsburg für den nationalen U23-Kader zu qualifizieren. „Ich mache mir keine Sorgen, das wird schon klappen“, meint Hengst, der zudem ein wenig darauf spekuliert, in die Phalanx der etablierten Weltcup-Fahrer einzubrechen und als einer der fünf Besten der nationalen Qualifikation in den A-Kader vorzustoßen.

Zunächst geht es für ihn aber mit dem U 23-Kader und Kajak-Bundestrainer Thomas Apel für zweieinhalb Wochen auf die Südhalbkugel. Hengst freut sich schon: „Wir fahren in Südafrika auf Naturwildwasser – das liegt mir und macht mir auch mehr Spaß als ein künstlicher Kanal“, sagt der 22-Jährige, der mit seinen fünf Teamkollegen zudem bei den offenen südafrikanischen Meisterschaften starten wird. Im März folgt ein weiteres Trainingslager in den Pyrenäen, im französischen Pau.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare