Disqualifikation im Finale

Stefan Hengst erreicht Rang vier beim Kanu-Weltcup

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Stefan Hengst schaffte es ins Finale von Tacen, musste sich dort allerdings geschlagen geben

Der Ausflug zum Kanu-Slalom-Weltcup ins slowenische Tacen, den er aus eigener Tasche finanzieren musste, hat sich für den Hammer Stefan Hengst nur bedingt gelohnt. Ein gesetztes Ziel hatte er dennoch erreicht.

Tacen – Zufrieden war der 25-Jährige vom Kanu-Ring nur mit seinem Abschneiden im Boater Cross, einem Wettbewerb, bei dem vier Fahrer gleichzeitig über eine Rampe starten und einen Parcours mit Toren und Engstellen bewältigen müssen. 

„Im Boater Cross hatte ich mir vorgenommen, das Finale zu erreichen, und das habe ich auch geschafft“, sagte der Heessener nach einem für ihn überaus anstrengenden Wochenende. Im Endlauf der besten vier Fahrer blieb für ihn allerdings nur der letzte Platz. 

„Aufgrund der Halbfinalplatzierung durfte sich der Brasilaner Pedro Goncalves den besten Startplatz aussuchen. So war ich von Beginn an zwischen zwei Booten eingekeilt, hatte kaum Möglichkeiten, vorbei zu kommen“, berichtete Hengst über den Endlauf. Weil er zu hohes Risiko ging, fuhr er eine Engstelle von der falschen Seite an und wurde deshalb schon früh disqualifiziert. Es siegte der Kanadier Ben Hayward vor Goncalves und dem Italiener Christian de Dionigi. 

Aus in Runde eins für Stefan Hengst

Wenig begeistert war der Hammer selbst von seinem Abschneiden im Rahmen-Wettbewerb, einem Parallel-Slalom in der Innenstadt von Tacen, bei dem er gleich in der ersten Runde ausschied. Im Kanu-Slalom verpasste er im offiziellen Weltcup-Wettbewerb das Finale. Hengst schied als 36. im Halbfinale unglücklich aus. 

„Bis zum Tor 17 lief es eigentlich ganz gut, doch dann hatte ich Probleme mit einer plötzlichen Veränderung im Wasser, durch die ich das Tor verpasst hätte. Ich habe versucht, mir es mit einer Stabberührung noch selbst zu öffnen, doch wurde ich für diese Aktionen mit 50-Strafsekunden belegt. Da war das Rennen gelaufen“, meinte Hengst. 

Teilnahme am Weltcup-Finale in Prag weiterhin offen

Der hofft nun darauf, Mitte Juli vielleicht doch noch beim Weltcup-Finale in Prag dabei sein zu können. Ob der Bundestrainer ihn nominieren wird, entscheidet sich aber erst kurzfristig. Ansonsten steht für den Hammer in dieser Saison nur noch die Deutsche Meisterschaft an. „Die findet vor der eigenen Haustür in Hohenlimburg statt. Da habe ich mir natürlich einiges vorgenommen“, sagte Hengst.

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