Lukas Stahl löst Ticket für die Kanuslalom-WM in Brasilien

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Lukas Stahl hat sich für die Junioren-WM in Brasilien qualifiziert.

HAMM - Es werden stressige Wochen, so viel ist klar. Doch diese Strapazen nehmen Lukas Stahl und Jürgen Schubert vom Kanu-Ring Hamm gerne in Kauf. Der eine als Aktiver, der andere als Trainer. Schließlich lockt die Kanuslalom-Weltmeisterschaft der Junioren und U23 an einem besonderen Ort.

Die Wettkämpfe finden im brasilianischen Foz du Iguazu statt – unweit der imposanten Kulisse der weltberühmten Iguazu-Wasserfälle. „Das wird außergewöhnlich“, ist sich Schubert bereits sicher, der in seinem Trainerleben schon zahlreiche Wildwasserstrecken gesehen hat.

Den Itaipu-Kanal, in dem KR-Fahrerin Jasmin Schornberg 2007 WM-Vierte im Einzel geworden war und Gold mit der Mannschaft gewonnen hatte, kennt allerdings auch er bislang nur aus Videos. „Aber es wird kein Problem, sich auf die Strecke einzustellen“, sagt der Heessener, der als Trainer der insgesamt vier Kajak-Damen und -Herren für den Deutschen Kanu-Verband (DKV) am 12. April mit nach Brasilien reist, wo zehn Tage später die Medaillenjagd beginnt.

Schubert ist damit auch für seinen Schützling Lukas Stahl verantwortlich. Dass überhaupt zwei Boote pro Klasse und ein kleiner Betreuerstab an der WM teilnehmen dürfen, segnete das DKV-Präsidium angesichts der mit dem „Trip“ verbundenen Kosten erst Ende Dezember ab. Bis dahin war die vergangene Saison für die Athleten eine emotionale Wildwasserfahrt gewesen. „Lukas hatte schon das ganze Jahr ein bisschen auf die WM geschielt“, erzählt Schubert. Erst habe es geheißen, dass nur das beste Boot aus 2014 zu den interkontinentalen Titelkämpfen fahren solle. Dann erwog der DKV, überhaupt nicht an der WM teilzunehmen. „Da waren alle natürlich ein wenig geknickt“, so Schubert. Umso größer war die Freude, als der Verband letztlich doch grünes Licht gab. Und das sogar für die zwei besten Slalom-Kanuten – zu denen auch Stahl zählt.

Denn in die Wertung flossen die Ergebnisse bei der EM, bei der Stahl Achter geworden war, beim Deutschland-Cup (Sieger) und bei der Deutschen Meisterschaft (Zweiter) ein. In der Endabrechnung lag der Hammer vorne, löste gemeinsam mit dem Augsburger Thomas Strauß souverän das Ticket. „Das sind die beiden Ausnahmetalente“, sagt Schubert. Der erst 15-jährige Stahl ist eigentlich noch Jugendfahrer, international startet er aber bei den Junioren – und mischt dort derart kräftig mit, dass er sich nach Schuberts Einschätzung berechtigte Hoffnungen auf den Finaleinzug bei der WM machen darf. Trotz des Altersunterschiedes. „Wir wissen, was Lukas für ein Niveau hat. Das müssen die anderen ja auch erst einmal erreichen“, so Schubert. - fh

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