Eishockey

Start der Eisbären in die Vorbereitung mit vielen Fragezeichen

Elf Neuzugänge präsentierte Eishockey-Oberligist Hammer Eisbären Donnerstagabend mit dem neuen Trainer Jeff Job (rechts) und Manager Jan Koch (oben links) vor der Eishalle am Maxipark.
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Elf Neuzugänge präsentierte Eishockey-Oberligist Hammer Eisbären Donnerstagabend mit dem neuen Trainer Jeff Job (rechts) und Manager Jan Koch (oben links) vor der Eishalle am Maxipark.

Jan Koch, Manager der Hammer Eisbären, hatte zuletzt reichlich Stress. Nach und nach trudelten in den vergangenen Tagen die elf Neuzugänge des Eishockey-Oberligisten in Hamm ein.

Hamm - „Vor allem wohnungstechnisch musste da noch einiges geklärt werden“, berichtet Koch, dass alle inzwischen ihre Wohnungen in der Lippestadt bezogen haben. Umso erleichterter war er, dass er am Donnerstagabend erstmals den Kader mit dem neuen Trainer Jeff Job auf dem Eis erleben durfte. Mit einem Trainingslager bis zum Sonntag starten die Eisbären gleich mit zahlreichen intensiven Einheiten in die Vorbereitung.

Nur vier Wochen Vorbereitungszeit

Viel Zeit bleibt nicht bis zum Meisterschafts-Auftakt am 26. September mit dem Westfalenderby in Werries gegen den Herforder EV. In vier Wochen und nur sieben Testspielen muss Job versuchen, eine konkurrenzfähige Mannschaft zu formen. „Viele finanzstarke Klubs haben sich enorm verstärkt. Wir mussten uns bei den Neuzugängen in unserem Budget bewegen, durften dabei kein Risiko eingehen“, erklärt der Trainer. „Doch mit fleißiger Arbeit, 100 prozentigem Einsatz und Willen kann man in unserem Sport sehr viel wettmachen“, beteuert Job.

Auf dessen Wunschliste stehen aktuell zwei, drei weitere Spieler. „Wir werden auf jeden F all noch zwei Stürmer verpflichten“, bestätigt der Manager. Gleich vier Akteure spielen am Wochenende zur Probe in Werries vor. Ob jemand dabei ist, weiß Koch nicht. „Wir haben derzeit zudem Kontakte zu Spielern, die sich momentan im Tryout bei DEL2-Klubs befinden. Vielleicht ergibt sich da noch etwas“, sieht Koch keinen zeitlichen Druck. Obwohl auch er zugibt: „So richtig wissen wir derzeit nicht, wo wir leistungsmäßig anzusiedeln sind. Doch so geht es momentan wohl einigen Oberligisten.“

15 Spieler sind Vollprofis

Immerhin haben die Eisbären in der Sommerpause intensiv an neuen Voraussetzungen gearbeitet, sich professioneller aufgestellt. Gleich 15 der aktuell 20 Spieler des Kaders sind Vollprofis, die ihren Lebensunterhalt mit Eishockey verdienen. Mit ihnen geht der Trainer ab sofort zweimal täglich auf das Eis, es finden sowohl morgens als auch abends Übungseinheiten statt. Die, die arbeiten müssen, trainieren nur einmal.

An den ersten Tagen wird es laut Job darum gehen, die Laufmuskulatur wieder in Gang zu bingen. Mitte nächster Woche will er dann langsam zu taktischen Übungen übergehen, zudem sehen, wer in welchen Reihen mit wem am besten harmoniert. Erste wichtige Aufschlüsse könnte schon am Freitag der kommenden Woche das erste Testspiel gegen den Liga-Konkurrenten Krefelder EV (Bully um 20.00 Uhr) bringen. Einen Gegner, den die Hammer eigentlich auf Augenhöhe sehen.

Hoffnungen ruhen auf Kontingentspieler Chris Schutz

Viel wird laut Koch mit Blick auf das Abschneiden davon abhängen, was der zweite Kontingentspieler leisten wird. „Bei Verteidiger Michal Spacek wissen wir, was wir haben“, sagt der Manager. „Bei Chris Schutz müssen wir sehen, wie er einschlägt. Er bringt sicherlich alles mit. Deshalb hoffen wir, dass er in dem einen oder anderen Spiel den Unterschied ausmachen wird.“ Der erste Eindruck sei jedenfalls, so Trainer Job, sehr gut gewesen. „Er ist technisch stark, ein erstklassiger Läufer und hat zudem ein gutes Händchen“, berichtet der Coach, der mit dem Texaner unter der Woche schon zweimal auf dem Eis war.

Fans dürfen wieder in die Eishalle

Erfreut sind die Verantwortlichen der Eisbären darüber, dass die Mannschaft, die ihre erste Oberliga-Saison vor leeren Rängen absolvieren musste, sich in Zukunft wieder auf die Unterstützung der Fans freuen kann. „Mit dem Ordnungsamt ist alles abgesprochen“, bestätigt Koch. „Es greift die 3-G-Regel, wir dürfen alle 330 Sitzplätze und die Hälfte der Stehplatz-Kapazität belegen“, erklärt der Manager. „Das bedeutet, dass wir vorerst 1100 Zuschauer in die Halle lassen dürfen.“ Erfreulich laut Koch auch, dass die Besucher beim Eintritt zwar eine medizinische oder FFP2-Maske tragen müssen, diese aber direkt an ihrem Sitz- oder Stehplatz wieder ablegen können.

Der Kader der Hammer Eisbären:

Torhüter: Daniel Filimonow (Passau Black Hawks), Marvin Nickel, Max Licht (Krefelder EV)

Verteidiger: Fabian Calovi (Crocodiles Hamburg), Samuel Dotter, Jonas Hoppe, Tim Junge (Lausitzer Füchse), Mike Ortwein, Maximilian Otte (Selber Wölfe), Michal Spacek

Stürmer: Viktor Beck (Black Dragons Erfurt), Igor Furda, Thomas Lichnovsky, Michael Limböck (Deggendorfer SC), Michel Maaßen, Nolan Renke (Krefelder EV), Jesse Roach (Portae College Voyageurs), Chris Schutz (Tulsa Oilers), Kevin Trapp, David Trivellato (Hannover Indians)

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