Andreas Kersting meldet Vollzug

Starkes Quartett bindet sich weiter an den SV Westfalia Rhynern

Marvin Joswig (rechts), hier gegen Paderborn II, musste vor der Vertragsverlängerung nicht lange überlegen.
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Marvin Joswig (rechts), hier gegen Paderborn II, musste vor der Vertragsverlängerung nicht lange überlegen.

Nachdem Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern die Verträge mit Chefcoach Michael Kaminski und Co-Trainer Julian Stöhr um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert hatte, vermeldet Andreas Kersting nun die ersten Zusagen von Spielern für die kommende Saison.

Hamm – Nachdem Fußball-Oberligist Westfalia Rhynern die Verträge mit Chefcoach Michael Kaminski und Co-Trainer Julian Stöhr um zwei weitere Jahre bis 2023 verlängert hatte (der WA berichtete), vermeldet Andreas Kersting nun die ersten Zusagen von Spielern für die kommende Saison. „Tim Neumann und Marvin Joswig bleiben weiter bei uns, genauso wie die Brüder Patrick und Tom Franke, die sich beide sogar bis 2023 an uns gebunden haben“, sagt der Sportliche Leiter der Westfalia, der damit rechnet, dass fast alle Akteure aus dem aktuellen Kader weiter in Rhynern auflaufen werden. „Ich denke, das Gesicht der Mannschaft wird sich nicht groß ändern. Wir waren im vergangenen Sommer von diesem Kader überzeugt. Wir haben nur acht Spiele bestritten und stehen auf dem dritten Rang. Da gibt es aus unserer Sicht keinen Grund, an den Dingen viel zu ändern.“

Beide Stamm-Innenverteidiger bleiben

Mit Neumann und Joswig ist es der Westfalia damit gelungen, beide Stamm-Innenverteidiger zu halten. Dies hatte im vergangenen Sommer nicht geklappt, als mit Jeffrey Malcherek und Patrick Polk beide zentralen Abwehrspieler den Verein verlassen hatten. Doch Neumann und Joswig hatten diese Lücke nahtlos gefüllt und haben beide einen großen Anteil daran, dass die Westfalia in den im Spätsommer absolvierten acht Partien keine Niederlage kassiert hatte. „Marvin hat sich, seitdem er von der linken Seite in die Mitte auf seine Lieblingsposition gerückt ist, super entwickelt. Und Tim ist eines der Gesichter unseres Vereins, der seit Kleinauf bei uns spielt und seit Jahren Leistung bringt“, lobt Kersting das Duo.

Daher musste Joswig auch nicht lange überlegen, als ihm Kersting und Team-Manager Max Schulte das Angebot machten, weiter das Trikot der Westfalia zu tragen. „Es gab und gibt für mich keinen Grund zu wechseln“, sagt der 23-Jährige aus Erwitte. „Ich hatte mich in Rhynern sofort sehr wohl gefühlt, hatte keine Schwierigkeiten. Das erste Jahr war sportlich noch durchwachsen. Aber seitdem ich zentral spiele, kann ich das Wohlfühlen auch mit guten Leistungen bestätigen“, sagt Joswig, der im Sommer 2019 vom SV Lippstadt 08 nach Rhynern gekommen war.

Tim Neumann ist ein Eigengewächs

Tim Neumann hat derweil noch nie einen anderen Verein kennen gelernt als den SV Westfalia. Und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern. Zumindest in der kommenden Spielzeit wird das Rhyneraner Urgestein weiter versuchen, die gegnerischen Stürmer am Torabschluss zu hindern. „Wir fahren oft zu fünft zusammen mit dem Fahrrrad zum Training. So etwas stärkt natürlich die Gemeinschaft“, genießt der 27-Jährige seit vielen Jahren das gut funktionierende Miteinander am Papenloh. „Ich musste deswegen auch nicht lange überlegen. Wir haben eine Mannschaft mit viel Qualität und guten Charakteren. Es passt alles, jeder versteht sich mit jedem gut.“ Lediglich die lange Zwangspause drückt bei Neumann – so wie bei vielen anderen auch – aufs Gemüt. „Durch meinen fehlenden Meniskus muss ich das an meinem Knie durch einen entsprechenden Meniskusaufbau kompensieren und raffe mich daher, wo das Training dreimal die Woche ausfällt, selbst auf, gehe laufen und mache zuhause was. Ich hoffe einfach, dass es bald wieder losgeht“, meint Neumann.

Patrick Franke bereut Wechsel nicht

Patrick Franke war erst im vergangenen Sommer vom Liga- und Ortskonkurrenten Hammer SpVg zur Westfalia gewechselt und hatte sich in Rhynern gleich schnell eingelebt. „Ich bin echt glücklich mit dieser Truppe. Es ist sehr einfach, in diese Mannschaft rein zu rutschen. Außerdem ist mein Bruder auch im Team, und der Platz liegt direkt vor meiner Haustür“, sagt der Linksverteidiger, der zuletzt Anfragen von höherklassigen Vereinen hatte, diesen aber sofort wieder absagte: „Ich fühle mich hier so wohl, warum soll ich das für eine Liga höher aufgeben, zumal ich in Rhynern merke, dass sich hier etwas entwickelt – auch mit dem neuen Stadion. Daher gab es für mich gar keine andere Option als in Rhynern zu verlängern.“ Zudem, so betont er, würde sich das Wohlfühlgefühl auf seine Leistungen auswirken: „Auch wenn das durch die augenblickliche Zeit etwas gedämpft wird, ich habe wieder richtig Spaß am Fußball, mir macht es einfach Laune.“ Das hat auch Kersting festgestellt: „Man sieht ihm seine Freude am Fußball an. Er ist ein absoluter Führungsspieler bei uns.“

Mathe-Student rechnet mit mehr Einsatzzeit

Eine Führungsrolle hat Tom Franke, der ein Jahr jüngere Bruder, im Team der Westfalia noch nicht übernommen. „Er war, seidem er im vergangenen Sommer von Concordia Wiemelhausen aus der Westfalenliga zu uns gekommen war, leider oft verletzt. Aber Tom ist ein Riesenfußballer, da kommt in Zukunft noch eine Menge. Wenn er verletzungsfrei bleibt, wird er uns enorm verstärken“, traut Kersting dem Offensivakteur in Zukunft durchaus eine tragende Rolle in der Rhyneraner Mannschaft zu. Tom Franke nutzt die aktuelle Spiel- und Trainingspause dafür, um seinen Körper zu stabilisieren und robuster aufzustellen.

„Ich fühle mich genauso wie mein Bruder total wohl, die Mannschaft ist absolut korrekt. Mir tut diese Unterbrechung durchaus gut, denn ich bin fleißig und mache viel für meine Sprunggelenke und meinen Rücken. Mein Ziel ist es, möglichst viele Einsatzzeiten zu bekommen und auf dem Platz zu zeigen, was ich kann“, sagte der Student der Mathematik. „Ich muss meinen Kopf ausschalten und Spaß haben.“

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