Starke zweite Halbzeit reicht Rhynern zum 5:1-Sieg

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Pure Freude: Lennard Kleine (von links), David Schmidt und Felix Krellmann bejubeln den Rhyneraner Sieg.

SPROCKHÖVEL - Als die letzten Tore zum 1:5 (1:1)-Endstand im Oberliga-Gastauftritt bei der TSG Sprockhövel fielen, waren die Spieler von Westfalia Rhynern bereits zum lockeren Trainings-Jubel übergegangen.

Eine Stunde lang hatten sich die seit der sechsten Minute dezimierten Gastgeber nach Kräften gegen die Niederlage gewehrt, hatten den 1:1-Zwischenstand gehalten. Doch danach brachen beim Liga-15. alle Dämme, und Rhynern steuerte einem ungefährdeten Sieg entgegen, der „am Ende auch in der Höhe verdient war“, freute sich Innenverteidiger David Schmidt. Und Trainer Björn Mehnert ergänzte, dass „wir unseren Drive wiedergefunden haben. Das war wichtig nach der kleineren Negativserie. Jetzt gucken wir, ob wir auch im Nachholspiel am Donnerstag in Stadtlohn etwas holen können.“

Damit es zu diesem positiven Fazit kommen konnte, bedurfte es allerdings einer Neujustierung durch den Trainer in der Pause. Zwar begann die Westfalia sehr engagiert, war von Beginn an die bessere Mannschaft. Doch mit dem frühen Führungstreffer änderte sich das Bild. TSG-Verteidiger Felix Gremme hatte Philipp Hanke auf dem Weg zum Tor von den Beinen geholt. Regelkonforme Folge: Elfmeter für Rhynern, und Rot für Gremme. Lennard Kleine verwandelte sicher (6.). Doch statt einer überlegen aufspielenden Gästemannschaft sahen die Zuschauer in der Folge, dass die zehn Sprockhöveler immer mehr Kontrolle über die Begegnung bekamen und nach 21 Minuten durch Maximilian Claus zum kuriosen Ausgleichstreffer kamen, nachdem Westfalia-Keeper Christoph Hunnewinkel ihm einen Abstoß direkt in die Beine gespielt hatte (siehe Text unten). „Der Gegner hatte richtig gute Chancen schon vor dem 1:1, wo wir nicht gut sortiert standen“, ärgerte sich Mehnert. „Daher war das 1:1 nicht einmal unverdient. Zumal wir uns von der Hektik anstecken lassen und unseren Matchplan verlassen haben.“

Mehnert reagierte, nahm bereits vor der Pause Christoph Debowiak für den angeschlagenen Thanh-Tan Tran in die Partie und danach Michael Wiese für Jan Apolinarski. „Dann haben die Jungs das auch richtig gut gemacht, so wie man gegen eine Mannschaft, die in Unterzahl ist, spielen muss. Wir sind gut zwischen die Linien gekommen, haben uns Chancen herausgespielt“, erklärte Mehnert. Der Ball lief jetzt schnell durch die Rhyneraner Reihen – und die TSG fast nur noch hinterher. So hatten sich die Gäste ihre Führung längst verdient, als Debowiak eine prächtige Kombination über Hanke und Kleine nur noch zum 1:2 ins leere Tor zu schieben brauchte (60.).

Im Anschluss erntete Rhynern dann die Früchte seiner Arbeit, weil „wir den Gegner müde gespielt haben“, freute sich Mehnert über eine entspannte Schlussphase mit weiteren Treffern durch Felix Krellmann (64., per Kopf nach einem Bechtold-Freistoß), und zweimal Hanke (76., 85.), der jeweils am Ende einer Kombinations-Kette vollenden durfte. „An der zweiten Halbzeit gab es wenig auszusetzen“, lobte Mehnert, dessen Team nun wieder auf den dritten Tabellenplatz geklettert ist.

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