Basketball

Starke Konkurrenz für die HammStars im Aufstiegskampf

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HammStars-Neuzugang: Aaron Bowser.

Dieses Jahr? Im nächsten? Ivan Rosic, Trainer der Basketballer der TuS 59 HammStars, will sich da nicht festlegen. Sicher ist aber: In einer dieser beiden Serien in der 2. Basketball-Regionalliga soll der Aufstieg in die 1. Regionalliga gelingen.

Hamm – Daher ist es für den Coach der HammStars im TuS 59 Hamm Fluch und Segen zugleich, dass die Liga in der am Wochenende startenden Saison noch deutlich stärker und ausgeglichener besetzt zu sein scheint als in der abgelaufenen. „Wir haben zwei Absteiger, die echte Traditionsvereine sind“, sagt Rosic. „Die Baskets Salzkotten haben 20 Jahre in der 1. Regionalliga gespielt und mit Kooperations-Partner Paderborn Baskets einen Erstligisten an der Seite. Dort ist das Ziel ganz klar mit Wiederaufstieg formuliert. Und auch der zweite Absteiger, SV Dortmund Derne, ist ein Traditionsclub, der schon in der Bundesliga gespielt hat und über unglaublich viel Erfahrung verfügt. Gegen solche Mannschaften wird es schwer, sich am Ende zu behaupten und den Aufstieg perfekt zu machen.“

Topfavorit auf Platz eins sind dabei nicht nur für Rosic die Baskets Salzkotten. „Die haben das gesamte Team behalten – plus zwei, drei erfahrene Leute“, urteilt er. „Aus meiner Sicht ist das das erfahrenste Team der Liga.“

Auch Mannschaften wie Aufsteiger BC Soest sind in die Liga gekommen, um zu bleiben. „Soest ist ein ambitionierter Verein, bei dem die Strukturen gewachsen sind“, weiß der HammStars-Coach. „Der Verein ist sehr gut aufgestellt und wird alles dransetzen, um langfristig in der Liga zu spielen. Wir werden insgesamt also noch attraktivere Spiele zu sehen bekommen.“

Im Kampf um Platz eins gerüstet

Doch bei allen respektvollen Blicken in Richtung Konkurrenz ist auch die eigene Mannschaft für den Kampf um Rang eins gerüstet. Denn Rosic und das Teammanagement haben die Sommerpause genutzt, um akribisch daran zu arbeiten, das Team so aufzustellen, dass es den hohen Ansprüchen auch gegen stärkste Konkurrenz gewachsen ist. Mit Konrad Tota gelang zuletzt eine Verpflichtung, die viel Routine in den ansonsten jungen Kader bringt. Den 39-Jährigen bezeichneten die HammStars-Macher als „Forewardlegende der 1. Regionalliga“ – und er soll in den entscheidenden Begegnungen die nötige Ruhe ins Hammer Spiel bringen. Für Tempo wird der 21-jährige Matija Jokic sorgen, der vom Kooperationspartner UBC Münster den Weg nach Hamm gefunden hat. Jonah Bredt (22), der vom SV Hagen Haspe zum TuS 59 wechselte, bringt Erfahrung aus der 2. Bundesliga Pro A mit. Der junge U-16-Nationalspieler Max Schell wird mit einem Zweitspielrecht vom UBC Münster für die Hammer ausgestattet. Dazu kommen Idrissa Laye Diene (20), Trésor Maleo Nsiabandoki (30) und der als „Jackpot“ bejubelte Top-Routinier Aaron Bowser (34) – allesamt vom Auftaktgegner SVD 49 Dortmund. „Mit den Neuzugängen sind wir sehr zufrieden“, sagt Rosic. „Menschlich, aber auch spielerisch. Jeder hat seine Rolle im Team angenommen.“

Momentan steht damit ein Zehnerkader zur Verfügung, da Niklas Keilinghaus aufgrund eines Auslandssemesters in England erst im Oktober zur Mannschaft stößt und die beiden Jugendlichen Jonah Lehmann und Emil Riepe in der Nachwuchs-Bundesliga für den UBC Münster auflaufen sowie die zweite Mannschaft ergänzen werden. Jascal Knörig – ebenfalls Jugendspieler – ist dagegen für die erste und zweite Mannschaft der HammStars gemeldet. „Damit haben wir noch einen Spot offen, ob wir den noch besetzen, ist offen“, weiß Rosic. „Aktuell haben wir aber keine Testspieler und werden am Samstag definitiv mit einem Zehnerkader nach Dortmund fahren.“

Auch wenn die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung aus den unterschiedlichsten Gründen nicht optimal war, sieht der Coach seine Mannschaft gut gerüstet. Taktisch kann sie zwar noch nicht eingespielt sein, die Physis stimmt aber. „Fitnessmäßig sind wir sehr gut aufgestellt“, versichert Rosic. „Da hat unser Athletiktrainer Bernd Michalski sehr gute Arbeit mit den Jungs gemacht.“

Schlüsselspieler? Die Mannschaft!

Auf die Frage, wer denn die Schlüsselspieler der Mannschaft seien, hat Rosic eine einfache Erklärung parat. „Das letzte Wort ist die Antwort: die Mannschaft“, versichert er. „Wir setzen auf Geschlossenheit. Wir haben keine herausragenden Spieler, bei denen du sagst, wenn die einen schlechten Tag haben, wird das nichts. Das ist bei uns nicht der Fall. In der Vorbereitung hat immer der eine oder andere gefehlt, aber trotzdem haben wir gut gespielt. Und wir werden diesen Zusammenhalt weiter pflegen. Jeder ist gefährlich, alle haben gepunktet – das wird uns dieses Jahr ausmachen.“

Ein Jahr, in dem das Mindestziel, Platz fünf aus dem Vorjahr zu verbessern, gesetzt ist. „Das ist ein mutig gesetztes Ziel, gerade, weil wir wissen, dass das zweite Jahr für einen Aufsteiger immer das schwerste ist. Aber wir werden uns nicht verstecken“, sagt Rosic. „Außerdem wollen wir weitere Strukturen schaffen, um den Verwein auf gute Beine zu stellen, Jugendarbeit zu stärken.“

Vieles wird sich für die Hammer schon an den ersten fünf Spieltagen entscheiden. Denn nach dem Topduell in Dortmund Derne zum Auftakt am Samstag (18.30 Uhr) haben sie weitere „harte Brocken gegen drei der vermeintlichen Top sechs der Liga“ vor der Brust, weiß Rosic um das schwere Auftaktprogramm. Am zweiten Spieltag kommen die RE Baskets Schwelm in die Sporthalle des Märkischen Gymnasiums, dann geht es zur SG Telgte-Wolbeck, ehe am 5. Oktober der Topfavorit aus Salzkotten seine Visitenkarte abgibt. „Das Programm hat es in sich“, sagt Rosic. „Aber wir freuen uns drauf.“

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